Nochmaliger Linkpost, nachdem der ursprüngliche Thread eine Diskrepanz im Titel hatte (Focus hatte in der API, aus der Reddit sich die Titel zieht, noch eine alte Version drinnen).
*Edit: ich kack ab. Jetzt hat er aus dem automatischen Titel-grabben das Wort “Samstag” rausgelassen. Was soll der Blödsinn?
Also: ursprünglicher Titel:
“Rassistisch oder fair? Dortmunder Museum lässt Samstags keine Weißen rein”
Dann “**Dortmunder Museum lässt samstags keine Weißen rein**” (Mod hat den ursprünglichen Titel bemäckelt, den Focus verändert hat, daher wieder-posten).
Warum er sich jetzt aus der API das “Samstag” nicht gegriffen hat, muss ich nicht verstehen.
Verstehe den Sinn und Zweck davon nicht.
Spar dir den Klick:
> Die Kolonialgeschichte ist bis heute in unserem Alltag präsent – auch im Ruhrgebiet – jeden einzelnen Tag. Darauf will noch bis zum 15. Oktober die Ausstellung “Das ist kolonial” der Zeche Zollern in Dortmund aufmerksam machen – und führt für Menschen, die von Rassismus betroffen sind, einen sicheren Raum ein. Heißt: Jeden Samstag ist die Ausstellung vier Stunden lang ausschließlich für “Black, Indigenous and People of Color” (BIPoC) reserviert.
Wie entscheiden sie denn wer nicht-weiß genug ist um reinzukommen? Mal davon abgesehen, dass Rassismus ja durchaus gesellschaftsspezifisch ist und in Deutschland historisch sehr wohl auch “weiße” von Rassismus betroffen waren, siehe Vernichtungskriege in Osteuropa oder Genozide gegen Juden oder Sinti und Roma.
Ist es sexistisch wenn ich als 1,90 m großer neckbeard mit gestörten Frauenbild nicht am wöchentlichen nur Frauen Tag ins türkische Bad darf?
Das ist ja nur ein Werbe-Stunt, aber wir importieren wirklich nur das schlimmste aus den Staaten, oder? Diese Klassenkampf-Farce, die die dortige Führungsschicht erfunden hat, um das Pöbel beschäftigt zu halten, sodass sie machen können, was sie wollen, sollte in Deutschland keinen Platz haben.
Ich find die Idee ganz interessant und manche Reaktionen hier im Post zeigen ja auch es funktioniert.
Der Gedanke “Das ist aber auch unfair…” Ist halt genau der Punkt.
Ich find’s toll, dass zunehmend Museen nicht nur die Ausstellung selber gestalten sondern auch das ganze Darstellung drumherum entsprechend gestalten.
> Das Museum teilt laut „t-online“ mit, es gehe lediglich darum, Rassismusopfern einen geschützten Raum zum gegenseitigen Austausch zur Verfügung zu stellen. Diese Räume seien „selten“ und daher umso wichtiger.
Ich hab ja Verständnis für den Ansatz, aber seit wann ist das die Aufgabe von Museen?
Wir sind alle gleich /s
>Focus
Dieses importierte Konzept, dass “Weiße” eine homogene Gruppe sind ist so ignorant und amerikanisch, dass ich einfach nicht verstehen kann, warum manche Europäer versuchen, sich das anzueignen. Besonders Europäer müssten doch wissen, dass die Hautfarbe kein identitätsstiftender Aspekt ist (zumindest kein relevanter). Europäische Geeschichte sollte Beweis genug dafür sein. Diese Besessenheit zu versuchen “Weiße”, “Schwarze”, “Asianten” jeweils als eine homogene Gruppe darzustellen ist so befremdlich.
Stimmt, es gibt keine weißen Opfer von Rassismus. 6 Mio weiße Juden sind in der NS-Zeit leider völlig zufällig an Influenza verstorben.
Wie nicht-weiß muss man denn für den Einlass sein? Muss ich den Ahnenpass von Opa rauskramen vorher? Dürfen Spanier noch rein? Türken mit hellerer Haut? Sind Roma noch zu weiß oder schon genug BiPoc?
Einfach nur lächerlich.
Mutig in Deutschland zu sagen das man nicht rassistisch gegen weiße sein kann, nachdem wir vor nicht allzu langer Zeit wortwörtlich einen Vernichtungskrieg gegen Osteuropäer geführt haben, allein aufgrund der Tatsache das sie aufgrund ihrer Herkunft als Minderwertig angesehen wurden.
Ich bin nicht nicht weiß und ich hasse so etwas so sehr. Alles was man mit solchen Sachen bewirkt ist Konflikt aufbauen und forcieren wo vorher keiner war. Könnte bei solchen Aktionen das Kotzen kriegen.
So etwas spaltet nur da es nichts anderes ist als “hey hier ist was kontroverses, streitet mal ein wenig” mit der Aufforderung sich jetzt mal einer Fraktion anzuschließen.
Dass Menschen mit ähnlicher Hautfarbe wie ich bei solchen Aktionen als homogene, dumme Masse kategorisiert werden ist da auch nur das i Tüpfelchen.
Ich will keine getrennten Räume und “safe spaces”, ich würde gerne *nicht* mehr über meine Hautfarbe definiert werden. Mir ständig das Gefühl zu geben ich müsste mich jetzt von meinen Freunden und Familie (meine Mutter ist weiß) bei diesen Themen trennen und mich in eine andere Ecke stellen gibt mir persönlich starke “nein, wo kommst du *wirklich/ursprünglich* her” vibes…
Aber die Werbeaktion auf “unserem” Rücken scheint ja ein voller Erfolg zu sein, wird ja mit der entsprechenden Aufmerksamkeit belohnt.
Für die Auffassung von Rassismus wurde vermutlich auch nicht ordentlich reflektiert (allein die Wahrnehmung von “Rasse” und dessen was als weiß gilt hat sich schon so einige male in der Geschichte verschoben und verändert), stattdessen wurde mal wieder nur stumpf und hirnlos von den USA abgeschrieben.
Nicht dass ich noch Sorgfalt erwarte von Leuten die den modernen Rassismus, Kolonialismus, Imperialismus und US Kultur- und Klassenkampf sowie alle Menschen von nicht weißer Hautfarbe in einen riesigen Topf werfen.
Ich fände die Aktion richtig GUT, wenn die Zielsetzung eine andere wäre: Pauschal “Weißen” den Eintritt zu verwehren führt ja genau zu den Reaktionen, die wir hier schon lesen können und wirft viele Fragen auf, denen man dann ja in der Ausstellung begegnen kann. Wer qualifiziert sich denn als “Weiße:r”? Welche Stereotype liegen dieser Bewertung zu Grunde? Wie verletzend ist ein Zutrittsverbot für irgendeine beliebige Gruppe? Kann man als Betroffene:r so besser nachfühlen wie es ist, wenn andere Gruppen IMMER ausgegrenzt werden? Und so weiter und so fort… als Denkanstoß kann man gerne auch mal drastischere und provokante Mittel wählen. Aber dann muss man die zu erwartende Diskussion auch auffangen.
Die Begründung “[…]es gehe lediglich darum, Rassismusopfern einen geschützten Raum zum gegenseitigen Austausch zur Verfügung zu stellen.” ist in vielerlei Hinsicht schlecht gewählt. Das definiert etwa People of Color oder Indigene grundsätzlich als Opfer. Außerdem heißt das ja im Umkehrschluss, dass die “weißen” Besucher potentielle Täter sind. Obwohl man doch annehmen sollte, dass Besucher einer derartigen Ausstellung emphatisch gegenüber Menschen sein sollten, die Rassismus erfahren haben.
Und es ist ja nicht so, als gäbe es keinen Rassismus zwischen Menschen, die nicht in die Kategorie “weiß” fallen. Sollte man die Zugangsberechtigung zum sicheren Raum dann nicht besser nach weiteren Gesichtspunkten aufschlüsseln und z.B. Gästen mit asiatischen, südamerikanischen und afrikanischen Wurzeln separate Zeiträume geben, um exklusiv die Ausstellung betreten zu können?
Und ja, man muss sich nicht über alles aufregen und kann sowas auch mal demütig einfach dulden, weil man eventuell nicht von Rassismus betroffen ist. Aber es ist schade, dass bei so einem komplexen und wichtigen Thema wie Rassismus mit so vereinfachten Denkweisen gehandelt wird. Und wie oben gesagt: Man hätte mit der Aktion Rassismus viel besser und sinnvoller thematisieren können. Ich erlebe solche “Safe Space”-Geschichten immer eher als Aktionismus, wo eigentlich kein echter Bedarf für sowas besteht und es nur unnötige Diskussionen und Unfrieden gibt. Schade.
Ich habe mal eine dumme Frage. Ist meine japanische Freundin eigentlich weiß oder darf sie rein? Wir erfahren unterschiedliche Signale von der Gesellschaft und sind da etwas unsicher. Unsere Hautfarbe ist sich ziemlich ähnlich.
Definitiv gegen das Grundgesetz, so viel steht von vornherein fest.
Ich bin einfach nur noch müde…so unfassbar müde…
Die Empörungsindustrie ist der letzte Wirtschaftszweig in Deutschland, der unverändert boomt und alle Beteiligten gewinnen:
* Das Museum bekommt Aufmerksamkeit für eine an sich offenbar nicht ausreichend interessante Ausstellung.
* Focus bekommt einen Artikel für eine an sich offenbar nicht ausreichend befüllte Nachrichten-Website.
* Online-Kommentatoren auf Twitter und Reddit bekommen Druck für einen an sich offenbar nicht ausreichend zirkulierenden Blutkreislauf.
* AfD-Politiker bekommen Futter für einen an sich offenbar nicht ausreichend polemischen Twitter-Account.
Die Empörungsindustrie kennt wahrlich nur Gewinner.
Umgekehrten Rassismus gibt es nicht ist die Verteidigung? Stimmt auch, gibt es nicht. Das ist ja auch einfach nur Rassismus, nicht umgekehrter.
Soll das umgekehrt sein, weil es mal nicht gegen schwarze geht zur Abwechslung? Was für eine verwirrt dumme Einstellung.
>„Umgekehrten Rassismus gibt es nicht“, schreibt sie in der „Süddeutschen Zeitung“.
Nur weil historisch Rassismus durch “Weiße” (wie auch immer man diese Gruppe definiert) selbstverständlich im Zuge der Geschichte (Kolonialisierung, etc) das vielfach größere Problem war und aufrgund der Machtstrulkturen auch Heute noch ist, ändert es nichts daran, dass jedwede Ausgrenzung allein anhand von Hautfarbe per definition Rassismus ist.
Sieht übrigens das Grundgesetz auch so.
Und Leute wie diese “Antidiskrminierungsexpertin” machen es den Faschos von der AfD auch einfach zu leicht mit so nem Quark Stimmung zu machen. *Culture War* wie in den USA, was könnte da schiefgehen?
Aber klar, lasst uns so tun als ob *segregation* anhand der Hautfarbe (auch nur für einen Tag) uns im Kampf gegen Rasissmus irgendwie voranbringt. Wo ist das clownemoji?
Jede dieser Nachrichten spielt der AFD mehr in die Hände. Ich bin selber absolut gegen den Großteil dieser woken Industrie bzw. Einstellung die aus Amerika rueberschwappt, 90% ist hier eh irrelevant.
Aber ich verstehe nicht warum auch anscheinend ein Grossteil derer die das leben, nicht einsehen können das es komplett nach hinten losgeht? Niemand sollte Bock auf ne rechte Regierung haben.
Gott das nervt mich so an dieser Identitätspolitik. Ich hab kein Bock auf AFD
„Umgekehrten Rassismus gibt es nicht“, schreibt sie in der „Süddeutschen Zeitung“. „Diese Karte wird immer dann gezückt, sobald eine weiße Person auch nur den Hauch einer Ungerechtigkeit gegenüber weißen Menschen wittert.“
Ah so, also laut der “Rassismus” Expertin gibt es keinerlei Rassismus gegen schwach pigmentierte Personen. Naja Experte darf sich ja auch jeder schimpfen.
Hoffentlich verklagt jemand die Betreiber des Museums, Thema Gleichberechtigung, denn mir ist nicht bekannt wo eine Person in Deutschland/Europa nicht rein darf aufgrund ihrer Ethnizität. ( mit Ausnahme des museums in Dortmund Samstag natürlich).
Kurze Frage für einen Freund: Triggert euch der Frauentag in der Sauna genauso? (Beispiel: [https://www.maximare.com/saunawelt/frauensauna](https://www.maximare.com/saunawelt/frauensauna) )
Jawoll! Endlich wieder Segregation! Wenn man Schwarze und Weisse nur hart genug voneinander trennt, wird die Welt endlich besser! Hier nur für Schwarze, dort nur Weisse!!! //z
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Nochmaliger Linkpost, nachdem der ursprüngliche Thread eine Diskrepanz im Titel hatte (Focus hatte in der API, aus der Reddit sich die Titel zieht, noch eine alte Version drinnen).
*Edit: ich kack ab. Jetzt hat er aus dem automatischen Titel-grabben das Wort “Samstag” rausgelassen. Was soll der Blödsinn?
Also: ursprünglicher Titel:
“Rassistisch oder fair? Dortmunder Museum lässt Samstags keine Weißen rein”
Dann “**Dortmunder Museum lässt samstags keine Weißen rein**” (Mod hat den ursprünglichen Titel bemäckelt, den Focus verändert hat, daher wieder-posten).
Warum er sich jetzt aus der API das “Samstag” nicht gegriffen hat, muss ich nicht verstehen.
Verstehe den Sinn und Zweck davon nicht.
Spar dir den Klick:
> Die Kolonialgeschichte ist bis heute in unserem Alltag präsent – auch im Ruhrgebiet – jeden einzelnen Tag. Darauf will noch bis zum 15. Oktober die Ausstellung “Das ist kolonial” der Zeche Zollern in Dortmund aufmerksam machen – und führt für Menschen, die von Rassismus betroffen sind, einen sicheren Raum ein. Heißt: Jeden Samstag ist die Ausstellung vier Stunden lang ausschließlich für “Black, Indigenous and People of Color” (BIPoC) reserviert.
Aus dem viel besseren t-online [Artikel](https://www.t-online.de/region/dortmund/id_100233990/zeche-zollern-dortmund-kolonialismus-ausstellung-kein-einlass-fuer-weisse-.html) den Focus auch verlinkt…
Wie entscheiden sie denn wer nicht-weiß genug ist um reinzukommen? Mal davon abgesehen, dass Rassismus ja durchaus gesellschaftsspezifisch ist und in Deutschland historisch sehr wohl auch “weiße” von Rassismus betroffen waren, siehe Vernichtungskriege in Osteuropa oder Genozide gegen Juden oder Sinti und Roma.
Ist es sexistisch wenn ich als 1,90 m großer neckbeard mit gestörten Frauenbild nicht am wöchentlichen nur Frauen Tag ins türkische Bad darf?
Das ist ja nur ein Werbe-Stunt, aber wir importieren wirklich nur das schlimmste aus den Staaten, oder? Diese Klassenkampf-Farce, die die dortige Führungsschicht erfunden hat, um das Pöbel beschäftigt zu halten, sodass sie machen können, was sie wollen, sollte in Deutschland keinen Platz haben.
Ich find die Idee ganz interessant und manche Reaktionen hier im Post zeigen ja auch es funktioniert.
Der Gedanke “Das ist aber auch unfair…” Ist halt genau der Punkt.
Ich find’s toll, dass zunehmend Museen nicht nur die Ausstellung selber gestalten sondern auch das ganze Darstellung drumherum entsprechend gestalten.
> Das Museum teilt laut „t-online“ mit, es gehe lediglich darum, Rassismusopfern einen geschützten Raum zum gegenseitigen Austausch zur Verfügung zu stellen. Diese Räume seien „selten“ und daher umso wichtiger.
Ich hab ja Verständnis für den Ansatz, aber seit wann ist das die Aufgabe von Museen?
Wir sind alle gleich /s
>Focus
Dieses importierte Konzept, dass “Weiße” eine homogene Gruppe sind ist so ignorant und amerikanisch, dass ich einfach nicht verstehen kann, warum manche Europäer versuchen, sich das anzueignen. Besonders Europäer müssten doch wissen, dass die Hautfarbe kein identitätsstiftender Aspekt ist (zumindest kein relevanter). Europäische Geeschichte sollte Beweis genug dafür sein. Diese Besessenheit zu versuchen “Weiße”, “Schwarze”, “Asianten” jeweils als eine homogene Gruppe darzustellen ist so befremdlich.
Stimmt, es gibt keine weißen Opfer von Rassismus. 6 Mio weiße Juden sind in der NS-Zeit leider völlig zufällig an Influenza verstorben.
Wie nicht-weiß muss man denn für den Einlass sein? Muss ich den Ahnenpass von Opa rauskramen vorher? Dürfen Spanier noch rein? Türken mit hellerer Haut? Sind Roma noch zu weiß oder schon genug BiPoc?
Einfach nur lächerlich.
Mutig in Deutschland zu sagen das man nicht rassistisch gegen weiße sein kann, nachdem wir vor nicht allzu langer Zeit wortwörtlich einen Vernichtungskrieg gegen Osteuropäer geführt haben, allein aufgrund der Tatsache das sie aufgrund ihrer Herkunft als Minderwertig angesehen wurden.
Ich bin nicht nicht weiß und ich hasse so etwas so sehr. Alles was man mit solchen Sachen bewirkt ist Konflikt aufbauen und forcieren wo vorher keiner war. Könnte bei solchen Aktionen das Kotzen kriegen.
So etwas spaltet nur da es nichts anderes ist als “hey hier ist was kontroverses, streitet mal ein wenig” mit der Aufforderung sich jetzt mal einer Fraktion anzuschließen.
Dass Menschen mit ähnlicher Hautfarbe wie ich bei solchen Aktionen als homogene, dumme Masse kategorisiert werden ist da auch nur das i Tüpfelchen.
Ich will keine getrennten Räume und “safe spaces”, ich würde gerne *nicht* mehr über meine Hautfarbe definiert werden. Mir ständig das Gefühl zu geben ich müsste mich jetzt von meinen Freunden und Familie (meine Mutter ist weiß) bei diesen Themen trennen und mich in eine andere Ecke stellen gibt mir persönlich starke “nein, wo kommst du *wirklich/ursprünglich* her” vibes…
Aber die Werbeaktion auf “unserem” Rücken scheint ja ein voller Erfolg zu sein, wird ja mit der entsprechenden Aufmerksamkeit belohnt.
Für die Auffassung von Rassismus wurde vermutlich auch nicht ordentlich reflektiert (allein die Wahrnehmung von “Rasse” und dessen was als weiß gilt hat sich schon so einige male in der Geschichte verschoben und verändert), stattdessen wurde mal wieder nur stumpf und hirnlos von den USA abgeschrieben.
Nicht dass ich noch Sorgfalt erwarte von Leuten die den modernen Rassismus, Kolonialismus, Imperialismus und US Kultur- und Klassenkampf sowie alle Menschen von nicht weißer Hautfarbe in einen riesigen Topf werfen.
Ich fände die Aktion richtig GUT, wenn die Zielsetzung eine andere wäre: Pauschal “Weißen” den Eintritt zu verwehren führt ja genau zu den Reaktionen, die wir hier schon lesen können und wirft viele Fragen auf, denen man dann ja in der Ausstellung begegnen kann. Wer qualifiziert sich denn als “Weiße:r”? Welche Stereotype liegen dieser Bewertung zu Grunde? Wie verletzend ist ein Zutrittsverbot für irgendeine beliebige Gruppe? Kann man als Betroffene:r so besser nachfühlen wie es ist, wenn andere Gruppen IMMER ausgegrenzt werden? Und so weiter und so fort… als Denkanstoß kann man gerne auch mal drastischere und provokante Mittel wählen. Aber dann muss man die zu erwartende Diskussion auch auffangen.
Die Begründung “[…]es gehe lediglich darum, Rassismusopfern einen geschützten Raum zum gegenseitigen Austausch zur Verfügung zu stellen.” ist in vielerlei Hinsicht schlecht gewählt. Das definiert etwa People of Color oder Indigene grundsätzlich als Opfer. Außerdem heißt das ja im Umkehrschluss, dass die “weißen” Besucher potentielle Täter sind. Obwohl man doch annehmen sollte, dass Besucher einer derartigen Ausstellung emphatisch gegenüber Menschen sein sollten, die Rassismus erfahren haben.
Und es ist ja nicht so, als gäbe es keinen Rassismus zwischen Menschen, die nicht in die Kategorie “weiß” fallen. Sollte man die Zugangsberechtigung zum sicheren Raum dann nicht besser nach weiteren Gesichtspunkten aufschlüsseln und z.B. Gästen mit asiatischen, südamerikanischen und afrikanischen Wurzeln separate Zeiträume geben, um exklusiv die Ausstellung betreten zu können?
Und ja, man muss sich nicht über alles aufregen und kann sowas auch mal demütig einfach dulden, weil man eventuell nicht von Rassismus betroffen ist. Aber es ist schade, dass bei so einem komplexen und wichtigen Thema wie Rassismus mit so vereinfachten Denkweisen gehandelt wird. Und wie oben gesagt: Man hätte mit der Aktion Rassismus viel besser und sinnvoller thematisieren können. Ich erlebe solche “Safe Space”-Geschichten immer eher als Aktionismus, wo eigentlich kein echter Bedarf für sowas besteht und es nur unnötige Diskussionen und Unfrieden gibt. Schade.
Ich habe mal eine dumme Frage. Ist meine japanische Freundin eigentlich weiß oder darf sie rein? Wir erfahren unterschiedliche Signale von der Gesellschaft und sind da etwas unsicher. Unsere Hautfarbe ist sich ziemlich ähnlich.
Definitiv gegen das Grundgesetz, so viel steht von vornherein fest.
Ich bin einfach nur noch müde…so unfassbar müde…
Die Empörungsindustrie ist der letzte Wirtschaftszweig in Deutschland, der unverändert boomt und alle Beteiligten gewinnen:
* Das Museum bekommt Aufmerksamkeit für eine an sich offenbar nicht ausreichend interessante Ausstellung.
* Focus bekommt einen Artikel für eine an sich offenbar nicht ausreichend befüllte Nachrichten-Website.
* Online-Kommentatoren auf Twitter und Reddit bekommen Druck für einen an sich offenbar nicht ausreichend zirkulierenden Blutkreislauf.
* AfD-Politiker bekommen Futter für einen an sich offenbar nicht ausreichend polemischen Twitter-Account.
Die Empörungsindustrie kennt wahrlich nur Gewinner.
Umgekehrten Rassismus gibt es nicht ist die Verteidigung? Stimmt auch, gibt es nicht. Das ist ja auch einfach nur Rassismus, nicht umgekehrter.
Soll das umgekehrt sein, weil es mal nicht gegen schwarze geht zur Abwechslung? Was für eine verwirrt dumme Einstellung.
>„Umgekehrten Rassismus gibt es nicht“, schreibt sie in der „Süddeutschen Zeitung“.
Nur weil historisch Rassismus durch “Weiße” (wie auch immer man diese Gruppe definiert) selbstverständlich im Zuge der Geschichte (Kolonialisierung, etc) das vielfach größere Problem war und aufrgund der Machtstrulkturen auch Heute noch ist, ändert es nichts daran, dass jedwede Ausgrenzung allein anhand von Hautfarbe per definition Rassismus ist.
Sieht übrigens das Grundgesetz auch so.
Und Leute wie diese “Antidiskrminierungsexpertin” machen es den Faschos von der AfD auch einfach zu leicht mit so nem Quark Stimmung zu machen. *Culture War* wie in den USA, was könnte da schiefgehen?
Aber klar, lasst uns so tun als ob *segregation* anhand der Hautfarbe (auch nur für einen Tag) uns im Kampf gegen Rasissmus irgendwie voranbringt. Wo ist das clownemoji?
Jede dieser Nachrichten spielt der AFD mehr in die Hände. Ich bin selber absolut gegen den Großteil dieser woken Industrie bzw. Einstellung die aus Amerika rueberschwappt, 90% ist hier eh irrelevant.
Aber ich verstehe nicht warum auch anscheinend ein Grossteil derer die das leben, nicht einsehen können das es komplett nach hinten losgeht? Niemand sollte Bock auf ne rechte Regierung haben.
Gott das nervt mich so an dieser Identitätspolitik. Ich hab kein Bock auf AFD
„Umgekehrten Rassismus gibt es nicht“, schreibt sie in der „Süddeutschen Zeitung“. „Diese Karte wird immer dann gezückt, sobald eine weiße Person auch nur den Hauch einer Ungerechtigkeit gegenüber weißen Menschen wittert.“
Ah so, also laut der “Rassismus” Expertin gibt es keinerlei Rassismus gegen schwach pigmentierte Personen. Naja Experte darf sich ja auch jeder schimpfen.
Hoffentlich verklagt jemand die Betreiber des Museums, Thema Gleichberechtigung, denn mir ist nicht bekannt wo eine Person in Deutschland/Europa nicht rein darf aufgrund ihrer Ethnizität. ( mit Ausnahme des museums in Dortmund Samstag natürlich).
Kurze Frage für einen Freund: Triggert euch der Frauentag in der Sauna genauso? (Beispiel: [https://www.maximare.com/saunawelt/frauensauna](https://www.maximare.com/saunawelt/frauensauna) )
Jawoll! Endlich wieder Segregation! Wenn man Schwarze und Weisse nur hart genug voneinander trennt, wird die Welt endlich besser! Hier nur für Schwarze, dort nur Weisse!!! //z