“Spannend, ob CDU da mitgeht”: Kühnert lobt Merz-Vorstoß für höhere Spitzensteuer

by antelatis

5 comments
  1. Dass die SPD es feiert Mobilität nach oben zu kappen und Arbeitnehmer gegeneinander ausspielen toll findet sollte ja nun keinen wundern.

    Auswanderungsrate hat noch Luft nach oben.

  2. Prognose: man einigt sich schließlich, natürlich beiderseits mit Phantombauchschmerzen, auf 45% ab 80k.

  3. Nett, dass beim beim Einkommen so genau hinschaut. Ist ja nicht so, dass aufgrund der Inflation & Co. die Einkommen absehbar durch die Bank weg nach oben angepasst werden müssen, die Steuerprogression freuts.

    [2019 haben wohl rund 115.000 Menschen den ~~Spitzensteuersatz~~ Höchststeuersatz gezahlt](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/05/PD23_176_733.html), davon hatten wohl rund 25% Einkommen von mehr als einer Million / Jahr.

    Wie wäre es mal auf Vermögen anstatt Einkommen zu schauen? Zitat aus dem Link oben:

    >*(…) Andere Einkunftsarten spielten nur eine untergeordnete Rolle, wobei Einkünfte aus Kapitalvermögen seit Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 nur noch unvollständig abgebildet werden können. (…)*

    Ich lese das so, dass diejenigen die quasi von ihren Kapitalerträgen leben davon nichtmal betroffen oder erfasst sind. Dort gilt mWn. dann die 25% Kapitalertragssteuer plus ggf. Soli und Kichensteuer, quasi als Flat-Tax.

    Wenn ich mir das mal so naiv durchrechne:

    10.000.000 € Vermögen, angelegt mit im Schnitt 4% Rendite / Jahr macht 400.000 € “Kapital-Einkommen” wovon dann 105.500 € an Kalitalertragssteuer und Soli weggehen.

    Bei 400.000 € “Regulärem-Einkommen” aus Erwerbstätigkeit gehen lt. Brutto/Netto-Rechner mit Steuerklasse I allein an Lohnsteuer+Soli schon rund 163.250 € an Steuern weg…

    Mir ist bewusst dass das ggf. eine unfaire Rechnung ist, da z.B. ausgeschüttete Dividenten schon besteuert sein können etc… Dennoch finde ich es abstrus, dass bei sogesehen gleichem Einkommen die Besteuerung derart unterschiedlich ausfällt. Denn sogesehen ist für mich derjenige der bereits viel hat on-top steuertechnisch auch noch bessergestellt.

    // Edit: Korrektur, siehe Kommentar

  4. Durch den höchststeuersatz bekommt man nicht viel. Man kann auch mal Anfang den Steuersatz so zu verändern, dass keine Mehreinnahmen kommen aber gerechter verteilt wird.

    Kapitalertragssteuer staffeln und Freibetrag erhöhen. Einen Steuervorteil für die Rente aus Kapitalerträgen schaffen, die nicht zur Vermögungsbildung genutzt werden kann. Freibetrag der Einkommensteuer erhöhen und Verluste oben draufpacken. Mehrwertsteuer für Lebensmittel senken und MwSt Grenze erhöhen.

    Diese punktuelle Eingriffe ergeben kein Konzept. Geringverdiener weniger belasten? Dann packt die Steuerlast doch von unten ein wenig nach oben.

  5. SPD und Union gemeinsam gegen Arbeitnehmer, weil die Leute die sie zum Abendessen einladen nicht Arbeitnehmer sondern Unternehmer sind.

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