Kinderfrei und kinderlos: Forscherinnen aus Gera kündigen Männer-Studie an | MDR.DE

by Courtyarder

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  1. Bevor einige Leute wieder ausrasten:

    > Rahnfeld: Aufbauen müssen wir auf einen Forschungsstand, der sehr uneindeutig ist. Schaut man sich die Vaterschaft an, dann deuten alle Daten darauf hin, dass Männer grundsätzlich viel bereiter sind, aktive Väter zu sein. Zugleich wissen wir aus statistischen Erhebungen, dass die Care-Arbeit (Sorge- und Pflegearbeit, z.B. bei der Versorgung von Kindern, Anm. d. Red.) und der Mental Load (psychische Belastung durch die Organisation einer Vielzahl von Alltagsaufgaben, Anm. d. Red.) aber viel stärker bei der Frau liegt. Es gibt so gut wie keine Daten dazu, wie der Entscheidungsprozess bei Männern zustande kommt, ob sie Vater werden oder ob sie kinderlos bleiben wollen. Deswegen haben wir das Forschungsdesign der neuen Studie grundsätzlich anders geplant. Wir starten mit einer qualitativen Vorstudie und führen gerade Interviews mit Männern durch, um belastbare Hypothesen entwickeln zu können, die dann in die Befragung gehen.

    Indirekt wird später im Interview noch durch die Blume kritisiert, dass das Thema zwar in der Literatur viel Geschriebenes auftaucht, aber tatsächlich keine bis kaum Forschung dazu existiert. Anstatt also wieder mal das Ergebnis vorwegzunehmen, Behauptungen aufzustellen und daraus ein weiteres Kreiszitat-Paper zu basteln, wollen die Forscherinnen jetzt mal brauchbare Zahlen erheben. Wie am Ende des Zitats ersichtlich, geht es übrigens erstmal auch nur um eine Vorstudie, um überhaupt erstmal sinnvolle Hypothesen zu formulieren, die dann im Rahmen der eigentlichen Studie überprüft und bestätigt oder ggf. verworfen werden können.

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