Die Vollkaskomentalität der Wirtschaft ist heute die größte Gefahr für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.

by Jindoshugi

8 comments
  1. Schön, dass es mal öffentlich so direkt ausgesprochen wird…

  2. Typischer Fratzscher wieder mal. Erst redet er von einer “Vollkaskomentalität” der Wirtschaft weil die Unternehmen vom Staat auch etwas erwarten, wenn sie schon massiv Steuern zahlen im Vergleich zu anderen Standorten und im nächsten Moment plötzlich die Schuld in der Politik zu suchen um dann wieder auf die Wirtschaft zu zeigen, die sich ja nicht angepasst hat und zu faul war usw.

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    >Unternehmen haben sich daran gewöhnt und in der Krise werden ihre Rufe lauter, der Staat möge existierende Strukturen zementieren und starke Verluste verhindern.

    Ob dieser Mensch überhaupt versteht dass diese Unternehmen der Grundpfeiler für solche Hilfen sind?

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    >Gerade in der Wirtschaft hat sich das Narrativ eines übergriffigen Staates und einer viel zu hohen Steuerbelastung durchgesetzt: Deutschland sei ein Hochsteuerland…

    Das ist kein Narrativ das ist ein [Fakt](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/steuern-abgaben-einkommen-familie-alleinstehende-oecd-1.5820795).

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    >Wie bei jeder Versicherung bedeuten Krise und Schadensfall, dass die Versicherungsprämie – also die Steuern – steigen muss.

    Klar, nehmen wir den Unternehmen das Geld weg, dann können sie bestimmt die Herausforderungen der Zukunft bewältigen oder bekommen sie dann eben wieder Staatshilfen, ach nee das will Fratzscher ja auch nicht. Wiederspruch wo man nur hinschaut. Selbst der Lebenslauf Weltbank->EZB->DIW wieso redet er über Unternehmen? Er hat noch nie eins von innen gesehen?

  3. Die Standortnachteile Deutschlands sind im Internationalen Vergleich hinsichtlich Energiepreise/-verfügbarkeit, Lohnkosten, Fachkräftemangel, Steuerlast und Bürokratie gewachsen. Oder besser gesagt die Konkurrenz hat nicht geschlafen und ist größer geworden.
    Den Überbringer der Nachricht hierfür auszulachen, halte ich für nicht zielführend. Jeden Wunsch muss man nicht nachgehen, jedoch sollten wir anstreben die Rahmenbedingungen für wirtschaftlich und strategisch wichtige Unternehmen zu verbessern.

  4. Ich habe ja kein Problem damit, wenn der Staat Unternehmen in Schieflage hilft. Aber dann bitte mit Unternehmensbeteiligungen wie bei der Lufthansa, wodurch man erst Arbeitsplätze rettet und dann mit einem schönen Gewinn wieder rausgeht.

  5. Das traurige ist auch das deutsche Unternehmen in den letzten Jahren unmengen an Kapital auf der hohen Kante liegen haben oder aktien zurückgekauft haben. Statt zu investieren und damit die Wirtschaft in der “Support”-Industrie (Maschinenbau, Robotik etc.) zu fördern, werden immer weitere subventionen abgewartet.

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