Kultusminister wehren sich gegen geplante Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte – Philologen wollen sie nun einklagen

by coaxmast

3 comments
  1. also wenn ich an einige meiner lehrer anno dazumal denke, ….also ich glaube, die wären auch gegen eine zeiterfassung.

    glaube aber die lehrer heute machen viel mehr ausserhalb der schule FÜR die schule

  2. Die Uni Göttingen präsentiert den aktuellen Forschungsstand zur Lehrerarbeitszeit auf ihrer Webseite:

    [https://kooperationsstelle.uni-goettingen.de/dokumentation/forschungsstand-2022](https://kooperationsstelle.uni-goettingen.de/dokumentation/forschungsstand-2022)

    Es gibt 6 zentrale Befunde, die auf der Seite näher erläutert werden:

    > 1. Deutschlands Lehrkräfte gehören international zur Spitzengruppe bei den verordneten SOLL-Arbeitszeiten
    >
    > 2. Deutschlands Lehrkräfte erreichen ausgesprochen lange IST-Arbeitszeiten
    >
    > 3. Für die pädagogische Kernaufgabe des Unterrichtens steht immer weniger Zeit zur Verfügung
    >
    > 4. Die auf die Schulzeit verdichtete Arbeitszeit birgt aufgrund von Mehrarbeit, Spitzenbelastungen und fehlenden Erholzeiten erhebliche Gesundheitsgefährdungen
    >
    > 5. Die Komplexität der Einflussfaktoren führt zu einer extremen Streuung der individuellen Arbeitszeiten
    >
    > 6. Qualitative Beanspruchungen sind unabhängig von der reinen Zeitbelastung ein eigenständiges Gestaltungsfeld

  3. „Schaut man auf die individuellen Arbeitszeitbilanzen der Lehrkräfte und die Arbeitszeitordnungen der Länder haben Corona und Digitalisierung die seit mehr als fünfzig Jahren substantiell kaum veränderten Arbeitsbedingungen nun wie in einem Brennglas scharf gezeichnet und angesichts großer gesellschaftlicher Veränderungen den damit einhergehenden Reformbedarf offengelegt.“

    Ist das ein Euphemismus für: Ja schon Scheiße, wenn man sich 20 Jahre weigert mit den „neuen“ Medien auseinander zu setzen und es dann kurzfristig aufholen muss?

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