Jetzt kann die “Lehrer haben es doch so gut”-Fraktion gerne mal erzählen, warum trotzdem so Wenige den Job machen wollen – obwohl ein Quereinstieg aus so vielen Bildungsbereichen sehr einfach ist. Ich bin gespannt.
/bevor das als Trollversuch interpretiert wird: ich interessiere mich wirklich für die Erklärungen. Es gibt nämlich eine deutliche Diskrepanz: wenn die Ferien nahen und es wirtschaftlich enger wird, bricht Neid aus. Solange wir aber in Richtung Vollbeschäftigung liefen und viele prächtig verdienten, musste man sich als Lehrer oft Häme anhören.
Hessen gibt einfach nicht an, wie viele fehlen. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
>Das Kultusministerium mauere in dieser Frage. «Wir wissen, dass Lehrkräfte im Schnitt deutlich mehr arbeiten als die 1804 Stunden Beamtenarbeitszeit im Jahr», argumentierte Scholl. Bei Teilzeitkräften sei die Lage wegen verpflichtender Zusatztermine wie Konferenzen noch ungünstiger. Zudem müsse geklärt werden, was genau zur Arbeitszeit eines Lehrers oder einer Lehrerin gehöre. «Natürlich alles, was im Kontakt mit Schülern geschieht. Aber wie viel an Vorbereitung oder an Klausurenkorrektur gehört mit rein?», fragte Scholl.
blöd. Hilft sicher auch nicht das die Berufe mit direktem Kontakt zu Extremvirenschleudern/Superspreadern (Kinder) die Berufe sind mit dem höchsten Covid/LongCovidrisiko mittel- bis langfristig gesehen. Und das ziehe ich mir nicht aus der Nase, da gibt es Statistiken zu. Ausserdem kenne ich genau solche Fälle aus dem eigenen Umfeld (Lehrer). Irgendwann nach regelmäßiger SARS-Infektion ist man dann natürlich am Arsch. Frage mich nur warum die Pädagogen da keinen Aufstand machen, Thema Arbeitsschutz. Es wäre deutlich einfacher mit Luftfiltern in allen Klassenzimmern. Das kostet übrigens selbst innerhalb von nur einem Jahr (inkl. Anschaffung) deutlich weniger als die Ausfälle.
Zu meiner Schulzeit ( 15 Jahre zurück) hat uns jeder Lehrer davon abgeraten Lehramt zu studieren. Denn in in den nächsten Jahrzehnten wird es immer weniger Kinder geben, durch den demographische Wandel werden kaum noch neue Lehrer gebraucht etc. War das bei euch ähnlich?
Die Diskrepanz zwischen den Bundesländern ist schon extrem, alleine auf NRW entfallen fast 50%.
Der Lehrermangel scheint also nur eine Handvoll der Bl heftig zu treffen.
Tja, nicht an Gymnasien.
Na man gibt sich ja auch beste Mühe den Beruf unattraktiv zu machen.
Meine Frau ist seit 7 Jahren Lehrerin. Sie war an 5 Schulen.
Sie wurde: Angespuckt, geschlagen, beleidigt, mit einem Metallstuhl verprügelt.
Konsequenzen gab es für die Täter nie. Sie musste sogar die Behandlungen selber bezahlen und hat die erst nach einem Jahr erstattet bekommen.
Sie wird alleine gelassen. Sie hat jetzt in der ersten Klasse Kinder, die noch Windeln tragen und es wird von ihr erwartet, dass sie die Kinder wickelt. Ohne Wickelraum, auf dem Boden eines alten Klos. Die Kinder können teilweise nicht mal stifte halten, kommen aber trotzdem auf eine standart Grundschule, da die Eltern ihre Kinder auf Teufel komm raus auf eine “normale” Schule schicken wollen, statt auf eine Förderschule.
Sie hat Kinder, die kein Wort Deutsch, oder Englisch sprechen.
Neulich hat sie sich bei einer ISBN verguckt. Es gibt das Buch zwei Mal. Sieht exakt gleich aus, unterscheidet sich nur in einer Nummer.
Sie durfte jetzt das 30 Kilo Bücher-Paket (das sind mehr als 50% ihres Körpergewichtes) alleine zur Post schleppen und das Rückporto bezahlen. (In ihrer Freizeit) Möglicherweise bekommt sie das Porto erstattet. So in… 3 Monaten. Wenn sie in ihrer Freizeit mehrere Anträge ausfüllt.
Noch Fragen?
Das sind die Zahlen der Ministerien. Fragt man die Gewerkschaften und Verbände (oder auch die Schulen direkt), fehlen viele tausend mehr.
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Jetzt kann die “Lehrer haben es doch so gut”-Fraktion gerne mal erzählen, warum trotzdem so Wenige den Job machen wollen – obwohl ein Quereinstieg aus so vielen Bildungsbereichen sehr einfach ist. Ich bin gespannt.
/bevor das als Trollversuch interpretiert wird: ich interessiere mich wirklich für die Erklärungen. Es gibt nämlich eine deutliche Diskrepanz: wenn die Ferien nahen und es wirtschaftlich enger wird, bricht Neid aus. Solange wir aber in Richtung Vollbeschäftigung liefen und viele prächtig verdienten, musste man sich als Lehrer oft Häme anhören.
Hessen gibt einfach nicht an, wie viele fehlen. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Ich zitiere mal, völlig unzusammenhängend, aus einem anderen [Artikel](https://www.news4teachers.de/2023/09/kultusminister-wehren-sich-gegen-geplante-arbeitszeiterfassung-fuer-lehrkraefte-philologen-wollen-sie-nun-einklagen/):
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>Das Kultusministerium mauere in dieser Frage. «Wir wissen, dass Lehrkräfte im Schnitt deutlich mehr arbeiten als die 1804 Stunden Beamtenarbeitszeit im Jahr», argumentierte Scholl. Bei Teilzeitkräften sei die Lage wegen verpflichtender Zusatztermine wie Konferenzen noch ungünstiger. Zudem müsse geklärt werden, was genau zur Arbeitszeit eines Lehrers oder einer Lehrerin gehöre. «Natürlich alles, was im Kontakt mit Schülern geschieht. Aber wie viel an Vorbereitung oder an Klausurenkorrektur gehört mit rein?», fragte Scholl.
blöd. Hilft sicher auch nicht das die Berufe mit direktem Kontakt zu Extremvirenschleudern/Superspreadern (Kinder) die Berufe sind mit dem höchsten Covid/LongCovidrisiko mittel- bis langfristig gesehen. Und das ziehe ich mir nicht aus der Nase, da gibt es Statistiken zu. Ausserdem kenne ich genau solche Fälle aus dem eigenen Umfeld (Lehrer). Irgendwann nach regelmäßiger SARS-Infektion ist man dann natürlich am Arsch. Frage mich nur warum die Pädagogen da keinen Aufstand machen, Thema Arbeitsschutz. Es wäre deutlich einfacher mit Luftfiltern in allen Klassenzimmern. Das kostet übrigens selbst innerhalb von nur einem Jahr (inkl. Anschaffung) deutlich weniger als die Ausfälle.
Zu meiner Schulzeit ( 15 Jahre zurück) hat uns jeder Lehrer davon abgeraten Lehramt zu studieren. Denn in in den nächsten Jahrzehnten wird es immer weniger Kinder geben, durch den demographische Wandel werden kaum noch neue Lehrer gebraucht etc. War das bei euch ähnlich?
Die Diskrepanz zwischen den Bundesländern ist schon extrem, alleine auf NRW entfallen fast 50%.
Der Lehrermangel scheint also nur eine Handvoll der Bl heftig zu treffen.
Tja, nicht an Gymnasien.
Na man gibt sich ja auch beste Mühe den Beruf unattraktiv zu machen.
Meine Frau ist seit 7 Jahren Lehrerin. Sie war an 5 Schulen.
Sie wurde: Angespuckt, geschlagen, beleidigt, mit einem Metallstuhl verprügelt.
Konsequenzen gab es für die Täter nie. Sie musste sogar die Behandlungen selber bezahlen und hat die erst nach einem Jahr erstattet bekommen.
Sie wird alleine gelassen. Sie hat jetzt in der ersten Klasse Kinder, die noch Windeln tragen und es wird von ihr erwartet, dass sie die Kinder wickelt. Ohne Wickelraum, auf dem Boden eines alten Klos. Die Kinder können teilweise nicht mal stifte halten, kommen aber trotzdem auf eine standart Grundschule, da die Eltern ihre Kinder auf Teufel komm raus auf eine “normale” Schule schicken wollen, statt auf eine Förderschule.
Sie hat Kinder, die kein Wort Deutsch, oder Englisch sprechen.
Neulich hat sie sich bei einer ISBN verguckt. Es gibt das Buch zwei Mal. Sieht exakt gleich aus, unterscheidet sich nur in einer Nummer.
Sie durfte jetzt das 30 Kilo Bücher-Paket (das sind mehr als 50% ihres Körpergewichtes) alleine zur Post schleppen und das Rückporto bezahlen. (In ihrer Freizeit) Möglicherweise bekommt sie das Porto erstattet. So in… 3 Monaten. Wenn sie in ihrer Freizeit mehrere Anträge ausfüllt.
Noch Fragen?
Das sind die Zahlen der Ministerien. Fragt man die Gewerkschaften und Verbände (oder auch die Schulen direkt), fehlen viele tausend mehr.