Überleben wird der, der in guten Zeiten was für die schlechten Zeiten beiseite gelegt hat.
Die letzten 10 Jahre haben sie sich die Taschen voll gehauen mit Fantasypreisen.
Warum warte ich dann schon seit Monaten auf Angebote? Egal von welchem Gewerbe? Da kommt einfach nichts.
10 Jahre boom ohne Ende und Gewinne ohne Ende, 10 Monate etwas weniger, schon geht alles den Bach runter!?
Seit April/Mai letzten Jahres kommt kaum etwas nach. Habe selber noch einige Kunden mit noch offenen Bauprojekten. Danach kommt nur noch ein Bruchteil.
Die Nachfrage ist also signifikant gesunken. Das tut der Branche weh, aber jedem anderen gut. Von daher hält sich mein Mitleid in Grenzen.
Ähnlich wie die großen Brückenbauer wie die Philipp Holzmann AG oder die Walter Bau AG in der Baukrise zur Jahrtausendwende Pleite gegangen sind, werden wohl auch in der nächsten Baukrise viele Unternehmen das Tuch werfen oder sich deutlich verkleinern.
Vor allem deshalb existieren bei uns keine leistungsfähigen Bau-Konzerne für Großprojekte wie die Vinci S.A., die ACS Group oder die WeBuild SpA. Die WeBuild SpA hat beispielsweise ziemlich sang und klanglos die Cityringen in Kopenhagen umgesetzt. (15,5 km U-Bahn-Ring)
Dann bleiben bei uns noch weniger leistungsfähige Bau-Unternehmen übrig und wir erleben mittel- und langfristig bei den Bauleistungen die schlimmste Kombination aus sinkender Qualität und steigenden Preisen, während wir in Großprojekten zunehmend auf die Hilfe unserer europäischen Nachbarn angewiesen sind. Die Anschlussstelle Esslingen im Projekt Stuttgart 21 wird beispielsweise von der Vinci SA ausgeführt.
Grundsätzlich ist es gut für unsere europäischen Partner, wenn sie bei uns Bauprojekte umsetzen. Auf der anderen Seite ist es deprimierend, dass deutsche Bauingenieure viele Großprojekte in deutschen Unternehmen nicht umsetzen können, weil die institutionelle Basis in Deutschland sowohl im planerischen Bereich wie auch bei den Bau-Unternehmen fehlt. Dann wechselt der Bauingenieur lieber zur ACS Group angehörigen Hochtief Essen oder fängt direkt bei der Vinci SA oder der WeBuild SpA an.
,,Noch würden Projekte abgearbeitet, die vor mehreren Jahren beschlossen und finanziert wurden. Doch seien die Baufinanzierungen für zukünftige Projekte massiv eingebrochen. “Wenn die Politik nicht gegensteuert, wird sich das im Abbau von Kapazitäten niederschlagen”, so Dittrich weiter.”
Von Auslastung über Jahre hinweg inklusive Kirschen heraussuchen der ausführenden Betriebe, zu drohendem Abbau von Kapazitäten.
Gibt’s hier nur noch Extreme?
Die ausführenden Betriebe hatten viele Jahre die komfortabelste Lage und Aussicht. Jetzt normalisiert sich die Branche und es zieht wieder ein Wettbewerb, unter den ausführenden Firmen ein.
Beschweren kann sich meiner Ansicht nach noch Niemand, eher begrüße ich die Richtung, da Handwerksleistungen dadurch wieder günstiger werden, was durch den aktuellen Stand, angemessen ist.
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Überleben wird der, der in guten Zeiten was für die schlechten Zeiten beiseite gelegt hat.
Die letzten 10 Jahre haben sie sich die Taschen voll gehauen mit Fantasypreisen.
Warum warte ich dann schon seit Monaten auf Angebote? Egal von welchem Gewerbe? Da kommt einfach nichts.
10 Jahre boom ohne Ende und Gewinne ohne Ende, 10 Monate etwas weniger, schon geht alles den Bach runter!?
Seit April/Mai letzten Jahres kommt kaum etwas nach. Habe selber noch einige Kunden mit noch offenen Bauprojekten. Danach kommt nur noch ein Bruchteil.
Die Nachfrage ist also signifikant gesunken. Das tut der Branche weh, aber jedem anderen gut. Von daher hält sich mein Mitleid in Grenzen.
Ähnlich wie die großen Brückenbauer wie die Philipp Holzmann AG oder die Walter Bau AG in der Baukrise zur Jahrtausendwende Pleite gegangen sind, werden wohl auch in der nächsten Baukrise viele Unternehmen das Tuch werfen oder sich deutlich verkleinern.
Vor allem deshalb existieren bei uns keine leistungsfähigen Bau-Konzerne für Großprojekte wie die Vinci S.A., die ACS Group oder die WeBuild SpA. Die WeBuild SpA hat beispielsweise ziemlich sang und klanglos die Cityringen in Kopenhagen umgesetzt. (15,5 km U-Bahn-Ring)
Dann bleiben bei uns noch weniger leistungsfähige Bau-Unternehmen übrig und wir erleben mittel- und langfristig bei den Bauleistungen die schlimmste Kombination aus sinkender Qualität und steigenden Preisen, während wir in Großprojekten zunehmend auf die Hilfe unserer europäischen Nachbarn angewiesen sind. Die Anschlussstelle Esslingen im Projekt Stuttgart 21 wird beispielsweise von der Vinci SA ausgeführt.
Grundsätzlich ist es gut für unsere europäischen Partner, wenn sie bei uns Bauprojekte umsetzen. Auf der anderen Seite ist es deprimierend, dass deutsche Bauingenieure viele Großprojekte in deutschen Unternehmen nicht umsetzen können, weil die institutionelle Basis in Deutschland sowohl im planerischen Bereich wie auch bei den Bau-Unternehmen fehlt. Dann wechselt der Bauingenieur lieber zur ACS Group angehörigen Hochtief Essen oder fängt direkt bei der Vinci SA oder der WeBuild SpA an.
,,Noch würden Projekte abgearbeitet, die vor mehreren Jahren beschlossen und finanziert wurden. Doch seien die Baufinanzierungen für zukünftige Projekte massiv eingebrochen. “Wenn die Politik nicht gegensteuert, wird sich das im Abbau von Kapazitäten niederschlagen”, so Dittrich weiter.”
Von Auslastung über Jahre hinweg inklusive Kirschen heraussuchen der ausführenden Betriebe, zu drohendem Abbau von Kapazitäten.
Gibt’s hier nur noch Extreme?
Die ausführenden Betriebe hatten viele Jahre die komfortabelste Lage und Aussicht. Jetzt normalisiert sich die Branche und es zieht wieder ein Wettbewerb, unter den ausführenden Firmen ein.
Beschweren kann sich meiner Ansicht nach noch Niemand, eher begrüße ich die Richtung, da Handwerksleistungen dadurch wieder günstiger werden, was durch den aktuellen Stand, angemessen ist.