> Der parteilose CDU-Bewerber Andreas Trump erreichte 11,2 Prozent. Die Bewerber von Grünen und FDP, Carsten Meyer und Stefan Marx erreichten 1,4 bzw. 3,0 Prozent
Das klingt ja wie ein schlechter Witz, “treten ein AfD-Mann, Trump und Marx zur Wahl an…”
Es ist vor allem traurig mit anzusehen wie die AfD sich die Wahlsiege in den **Kreisstädten** holt. In Sonneberg wurde der Wahlsieg in der Landtagswahl errungen. In Nordhausen ist es voraussichtlich die Oberbürgermeisterwahl. Rückblickend betrachtet zeichnet sich ab, dass gerade bei den Kreisstädten im ländlichen Raum mehr passieren muss.
Landkreise und Kreisstädte mit ähnlichem Profil wie Nordhausen existieren auch in Westdeutschland, z.B. die Stadt Holzminden oder die Stadt Osterode am Harz. Historisch bedingt liegt in den niedersächsischen Städten und den zugehörigen Landkreisen ein anderes Wahlverhalten vor. Wenn die Perspektivlosigkeit im Landkreis Holzminden oder im Landkreis Osterode am Harzt steigt und gegebenenfalls manche Förderprogramme des Landes Niedersachsen gekürzt werden, dann kann sich das Wahlverhalten sehr schnell ändern.
Gerade bei den Entwicklungen in Sonneberg und jetzt in Nordhausen ist die Stabilisierung der Kreisstädte in der Bundesrepublik besonders wichtig. Hier werden ganz aktiv und zunehmend erfolgreich politische Machtzentren von der AfD erobert. Ansonsten muss in manchen Fällen eine Verwaltungsreform angestrebt werden, damit zumindest die Kreisstadt im Landkreis ein funktionierender zentraler Ort ist.
>Heute ist OB-Wahl in #Nordhausen. Chancen werden dem Kandidaten der rechtsextremen #AfD zugerechnet. Hoffen wir, dass in der Stadt, in der sich 1943-45 mit dem #KZ #MittelbauDora eines der grauenhaftesten KZs befand, die Mehrheit demokratisch wählt u. die AfD rechts liegen lässt.
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>Unter den früheren Oberbürgermeister:innen Schröter (CDU) u. Rinke (SPD) hat Nordhausen enge Kontakte zu den KZ-Überlebenden und ihren Angehörigen aufgebaut. Mit der Wahl eines OBs, dessen Parteichef B. Höcke ist, wäre ihr Vertrauen der Stadt gegenüber zerstört.
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>2020 offenbarte OB-Kandidat Prophet sein geschichtsrevisionist. Weltbild: Die Rettung Hunderter KZ-Häftlinge in #Nordhausen durch US-Soldaten im April 1945 wird umgedeutet zur Jagd der Amerikaner nach deutschen „Technologien des Tötens“, um „ihre Stellung in der Welt zu sichern“.
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>>Von Moral war bei den Siegern ebenso wenig zu spüren wie bei den Nationalsozialisten, welche Europa mit einem furchtbaren Krieg überzogen. (…)
>>
>>Tage später zeigte sich dann auch in Nordhausen das wahre Gesicht der Befreier, als diese das unzerstörte Konzentrationslager Mittelbau-Dora mit der unterirdischen Rüstungsproduktion übernahmen und sich das holten, was sie scheinbar Antrieb: Vorsprung durch Inbesitznahme von Technologien des Tötens, um die eigene Stellung in der Welt zu sichern. (…)
>>
>>Wir fordern nach 75 Jahren den Wandel vom Schuldkult zum Demokratiekult.
>>
>>*afd-nordhausen.de/2020/04/02/3-4-april-1945-gedanken-zu-den-luftangriffen-auf-nordhausen/*
>
>Und der Verweis auf den angeblichen „#Schuldkult“ fehlt natürlich auch nicht. #Prophet|s Geschichtsbild unterscheidet sich offenkundig in nichts von dem Höckes: Klassischer rechtsextremer Geschichtsrevisionismus.
3 comments
> Der parteilose CDU-Bewerber Andreas Trump erreichte 11,2 Prozent. Die Bewerber von Grünen und FDP, Carsten Meyer und Stefan Marx erreichten 1,4 bzw. 3,0 Prozent
Das klingt ja wie ein schlechter Witz, “treten ein AfD-Mann, Trump und Marx zur Wahl an…”
Es ist vor allem traurig mit anzusehen wie die AfD sich die Wahlsiege in den **Kreisstädten** holt. In Sonneberg wurde der Wahlsieg in der Landtagswahl errungen. In Nordhausen ist es voraussichtlich die Oberbürgermeisterwahl. Rückblickend betrachtet zeichnet sich ab, dass gerade bei den Kreisstädten im ländlichen Raum mehr passieren muss.
Landkreise und Kreisstädte mit ähnlichem Profil wie Nordhausen existieren auch in Westdeutschland, z.B. die Stadt Holzminden oder die Stadt Osterode am Harz. Historisch bedingt liegt in den niedersächsischen Städten und den zugehörigen Landkreisen ein anderes Wahlverhalten vor. Wenn die Perspektivlosigkeit im Landkreis Holzminden oder im Landkreis Osterode am Harzt steigt und gegebenenfalls manche Förderprogramme des Landes Niedersachsen gekürzt werden, dann kann sich das Wahlverhalten sehr schnell ändern.
Gerade bei den Entwicklungen in Sonneberg und jetzt in Nordhausen ist die Stabilisierung der Kreisstädte in der Bundesrepublik besonders wichtig. Hier werden ganz aktiv und zunehmend erfolgreich politische Machtzentren von der AfD erobert. Ansonsten muss in manchen Fällen eine Verwaltungsreform angestrebt werden, damit zumindest die Kreisstadt im Landkreis ein funktionierender zentraler Ort ist.
>Heute ist OB-Wahl in #Nordhausen. Chancen werden dem Kandidaten der rechtsextremen #AfD zugerechnet. Hoffen wir, dass in der Stadt, in der sich 1943-45 mit dem #KZ #MittelbauDora eines der grauenhaftesten KZs befand, die Mehrheit demokratisch wählt u. die AfD rechts liegen lässt.
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>Unter den früheren Oberbürgermeister:innen Schröter (CDU) u. Rinke (SPD) hat Nordhausen enge Kontakte zu den KZ-Überlebenden und ihren Angehörigen aufgebaut. Mit der Wahl eines OBs, dessen Parteichef B. Höcke ist, wäre ihr Vertrauen der Stadt gegenüber zerstört.
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>2020 offenbarte OB-Kandidat Prophet sein geschichtsrevisionist. Weltbild: Die Rettung Hunderter KZ-Häftlinge in #Nordhausen durch US-Soldaten im April 1945 wird umgedeutet zur Jagd der Amerikaner nach deutschen „Technologien des Tötens“, um „ihre Stellung in der Welt zu sichern“.
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>>Von Moral war bei den Siegern ebenso wenig zu spüren wie bei den Nationalsozialisten, welche Europa mit einem furchtbaren Krieg überzogen. (…)
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>>Tage später zeigte sich dann auch in Nordhausen das wahre Gesicht der Befreier, als diese das unzerstörte Konzentrationslager Mittelbau-Dora mit der unterirdischen Rüstungsproduktion übernahmen und sich das holten, was sie scheinbar Antrieb: Vorsprung durch Inbesitznahme von Technologien des Tötens, um die eigene Stellung in der Welt zu sichern. (…)
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>>Wir fordern nach 75 Jahren den Wandel vom Schuldkult zum Demokratiekult.
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>>*afd-nordhausen.de/2020/04/02/3-4-april-1945-gedanken-zu-den-luftangriffen-auf-nordhausen/*
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>Und der Verweis auf den angeblichen „#Schuldkult“ fehlt natürlich auch nicht. #Prophet|s Geschichtsbild unterscheidet sich offenkundig in nichts von dem Höckes: Klassischer rechtsextremer Geschichtsrevisionismus.
https://nitter.net/JensChristianW1/status/1700815687449498097