– [Wikipedia-Artikel](https://de.wikipedia.org/wiki/Putsch_in_Chile_1973)

– [50 Jahre Putsch in Chile: Der andere 11. September. Ein aktuelles, sehr ausführliches taz-Feature zum Putsch und den Folgen](https://taz.de/50-Jahre-Putsch-in-Chile/!5957118/)

Es ist interessant, wie sich dieses einschneidende Ereignis auch in meine persönliche Familiengeschichte eingebrannt hat. Der Großvater meiner Frau war zum Zeitpunkt des Putsches Lokalpolitiker in der PS, wurde kurz nach Allendes Tod verhaftet, gefoltert und als einer der wenigen mit diesem Schicksal wieder freigelassen, laut eigener Aussage dank seiner “goldenen Zunge”, bevor er schließlich nach Ecuador flüchtete und dort die Familie gründete, in die ich mich zwei Generationen später einheiratete.

Dass der gute Mann inzwischen schwer dement ist und nur noch hin und wieder Momente aus seiner politischen Karriere aufblitzen – kürzlich erst eine leider vollkommen wirre politische Rede darüber wie “die Schlingel” das Land zugrunde richten und irgendwas mit Feminismus, am Essenstisch – ist leider ein Zeugnis davon, wie die kollektive Erinnerung langsam verblasst, während das Land weiterhin tief gespalten ist.

Aber wie Victor Jara kurz vor seiner öffentlichen Hinrichtung mit gebrochenen Fingern noch sang: [Venceremos](https://youtu.be/uGazscDbUkI?si=ofgB0EF3QbqIWiUF)!

Viva Chile.

by McWaffeleisen

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