Die Automesse IAA dürfte für Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) ein harter Aufschlag in der Realität gewesen sein. Eigentlich wollte er Dutzende Partnerländer hinter einer E-Fuels-Initiative versammeln – mitmachen wollten dann aber nur drei.
E-Fuels spielen auf IAA keine Rolle
Entsprechende Verbindungen gibt es bereits nach Marokko, das sich wirtschaftliche Vorteile als potenzielles Hersteller-Land verspricht. Immerhin können hier solarbetriebene Produktionsanlagen auf viele Sonnenstunden vertrauen. Mit im Boot ist auch Japan, das sich mit seiner starken Autoindustrie wohl auch noch Optionen offenhalten will. Die IAA sollte daher genutzt werden, um auch noch eine ganze Reihe europäischer Partner ins Boot zu holen. Wie der Tagesspiegel berichtet, bekam die Initiative aber “wenig Unterstützung”. Einzig Tschechien ist noch als weiterer Unterzeichner hinzugekommen, alle anderen winkten ab.
Dies spiegelt letztlich auch die Automobilindustrie selbst wieder, wie sie sich auf der Messe präsentierte. Auf dieser wurde ein Elektro-Modell nach dem anderen vorgestellt. Quasi alle etablierten Hersteller haben inzwischen eine klare Strategie, wie sie binnen der kommenden gut zehn Jahre die Produktpalette auf ein komplett elektrisches Portfolio umstellen wollen. E-Fuels spielten an den Ständen der IAA hingegen keine Rolle.
Keine Unterzeichner
Wissing selbst hatte noch von einem sehr erfolgreichen Verlauf der ersten internationalen E-Fuels-Konferenz gesprochen. Die vorbereitete “E-Fuels-Erklärung” wollte am Ende dann aber kaum noch jemand unterschreiben. “Daher habe das BMDV (Bundesministerium für Digitales und Verkehr) entschieden, die Bemühungen um eine Abschlusserklärung einzustellen”, hieß es.
Warum genau die anderen erhofften Partner letztlich nicht mitziehen wollten, wurde im Detail nicht bekannt. Es dürfte aber daran liegen, dass von Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft immer wieder vorgerechnet wird, dass man schon froh sein kann, mit den produzierbaren Mengen jene Verkehrsbereiche anzutreiben, in denen eine Elektrifizierung nicht möglich ist – also den Flugverkehr und die Handelsschifffahrt. Im Automobilbereich dürften dann nur noch kleinere Mengen zu Preisen ankommen, mit denen halbwegs wohlhabende Oldtimer-Freunde gelegentlich ihre antiken Schätze ausführen können.
Ach mach nicht sowas. Fast so, wie man es bereits seit über einem halben Jahr immer wieder betont hat, nur um vom Wissing ignoriert zu werden.
E-Fuels sind auch einfach mal 20 jahre zu spät. Wenn man damals damit angefangen hätte, hätte man jetzt vielleicht die Infrastruktur und Produktionsmöglichkeiten darauf umzusteigen. Aber es ist lachhaft E-Fuels jetzt noch als Lösung in Betracht zu ziehen.
Er muss halt zumindest versuchen den Scheiß an den Mann zu bringen, wie soll er sonst seine Prämie kassieren?
Das ist das Problem, wenn Porsche halt nur die Meinung der Regierung eines Landes beeinflusst. Muss man sich schon mal mal ganz objektiv fragen, warum das offensichtlich nur Deutschland für ne clevere Idee hält…
Kann das sein, dass die FDP in ihrer Verkehrspolitik sehr peinlich ist, in Europa? Erst, hat Wissing MIT SEINER SCHEIẞ 5% PARTEI das Verbrenner aus für die GANZE SCHEIẞ EU blockiert. Dann kommen die jetzt mit E-FUELS um die Ecke. WENN ICH DAS WORT E-FUELS IM KONTEXT AUTO SCHON HÖRE WÜRDE ICH AM LIEBTEN MAL GANZ GENAU VOM HERRN DR. JUR. WISSEN WOLLEN, WIE ER SICH DIE SACHE PHYSIKALISCH SO VORSTELLT.
Nein, das Thema macht mich nicht sauer. Ich finde das voll nachvollziehbar.
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Die Automesse IAA dürfte für Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) ein harter Aufschlag in der Realität gewesen sein. Eigentlich wollte er Dutzende Partnerländer hinter einer E-Fuels-Initiative versammeln – mitmachen wollten dann aber nur drei.
E-Fuels spielen auf IAA keine Rolle
Entsprechende Verbindungen gibt es bereits nach Marokko, das sich wirtschaftliche Vorteile als potenzielles Hersteller-Land verspricht. Immerhin können hier solarbetriebene Produktionsanlagen auf viele Sonnenstunden vertrauen. Mit im Boot ist auch Japan, das sich mit seiner starken Autoindustrie wohl auch noch Optionen offenhalten will. Die IAA sollte daher genutzt werden, um auch noch eine ganze Reihe europäischer Partner ins Boot zu holen. Wie der Tagesspiegel berichtet, bekam die Initiative aber “wenig Unterstützung”. Einzig Tschechien ist noch als weiterer Unterzeichner hinzugekommen, alle anderen winkten ab.
Dies spiegelt letztlich auch die Automobilindustrie selbst wieder, wie sie sich auf der Messe präsentierte. Auf dieser wurde ein Elektro-Modell nach dem anderen vorgestellt. Quasi alle etablierten Hersteller haben inzwischen eine klare Strategie, wie sie binnen der kommenden gut zehn Jahre die Produktpalette auf ein komplett elektrisches Portfolio umstellen wollen. E-Fuels spielten an den Ständen der IAA hingegen keine Rolle.
Keine Unterzeichner
Wissing selbst hatte noch von einem sehr erfolgreichen Verlauf der ersten internationalen E-Fuels-Konferenz gesprochen. Die vorbereitete “E-Fuels-Erklärung” wollte am Ende dann aber kaum noch jemand unterschreiben. “Daher habe das BMDV (Bundesministerium für Digitales und Verkehr) entschieden, die Bemühungen um eine Abschlusserklärung einzustellen”, hieß es.
Warum genau die anderen erhofften Partner letztlich nicht mitziehen wollten, wurde im Detail nicht bekannt. Es dürfte aber daran liegen, dass von Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft immer wieder vorgerechnet wird, dass man schon froh sein kann, mit den produzierbaren Mengen jene Verkehrsbereiche anzutreiben, in denen eine Elektrifizierung nicht möglich ist – also den Flugverkehr und die Handelsschifffahrt. Im Automobilbereich dürften dann nur noch kleinere Mengen zu Preisen ankommen, mit denen halbwegs wohlhabende Oldtimer-Freunde gelegentlich ihre antiken Schätze ausführen können.
Ach mach nicht sowas. Fast so, wie man es bereits seit über einem halben Jahr immer wieder betont hat, nur um vom Wissing ignoriert zu werden.
E-Fuels sind auch einfach mal 20 jahre zu spät. Wenn man damals damit angefangen hätte, hätte man jetzt vielleicht die Infrastruktur und Produktionsmöglichkeiten darauf umzusteigen. Aber es ist lachhaft E-Fuels jetzt noch als Lösung in Betracht zu ziehen.
Er muss halt zumindest versuchen den Scheiß an den Mann zu bringen, wie soll er sonst seine Prämie kassieren?
Das ist das Problem, wenn Porsche halt nur die Meinung der Regierung eines Landes beeinflusst. Muss man sich schon mal mal ganz objektiv fragen, warum das offensichtlich nur Deutschland für ne clevere Idee hält…
Kann das sein, dass die FDP in ihrer Verkehrspolitik sehr peinlich ist, in Europa? Erst, hat Wissing MIT SEINER SCHEIẞ 5% PARTEI das Verbrenner aus für die GANZE SCHEIẞ EU blockiert. Dann kommen die jetzt mit E-FUELS um die Ecke. WENN ICH DAS WORT E-FUELS IM KONTEXT AUTO SCHON HÖRE WÜRDE ICH AM LIEBTEN MAL GANZ GENAU VOM HERRN DR. JUR. WISSEN WOLLEN, WIE ER SICH DIE SACHE PHYSIKALISCH SO VORSTELLT.
Nein, das Thema macht mich nicht sauer. Ich finde das voll nachvollziehbar.