Ist die EZB machtlos gegen die hartnäckig hohe Inflation?

by Visdra

7 comments
  1. Droht uns eigentlich eine Stagflation?
    Dagegen wäre dann in der Tat wenig machbar…

  2. So ziemlich, immerhin ist das keine “übliche” Inflation wie man sie von jeher gewohnt war. In vielerlei Hinsicht ist es sogar hart schädlich, gerade jetzt als Investitionsbremse auf den Plan zu treten. Die Transformation kostet halt viel Geld, und das muss jetzt ohne großartige Hemmungen benutzt werden, bis wir dem Ziel nahe kommen.

  3. Vor drei Jahre „Ist die EZB machtlos gegen die hartnäckig niedrige Inflation?“

  4. Jaja die Inflation ist nur “transitory” also vorübergehend… Danke Frau LaGarde für diese kompetente Beurteilung 2021/2022.

  5. Erst mit billigem Geld anfixen, ach was – eher vollpumpen, dann noch über Corona einen drauf legen und dann blöd dreinschauen wenn man nicht einfach so weiter machen kann.

    Aber zur Verteidigung, die EZB hat halt nur nen Hammer. Energiepreis Schocks, Lieferengpässe, de-Globalisierung,.. etc kann die halt nur lösen, in dem die mal mit dem Hammer draufhaut. Denn bei uns lief sicherlich nicht die Wirtschaft und Löhne heiß.

  6. Ja die EZB ist machtlos weil die Inflation nicht primär von einer zu laxen monetären Politik abhängt, das sehen wir auch in anderen Staaten.

    Wenn wir uns die jüngeren Studien zur jetzigen Inflation anschauen sind die primären Gründe:

    1. Engpässe bei den Lieferketten, da die eigentlich Optimierung dieser während Corona zum Stocken kam (wegen niedrigerer Nachfrage) und das ganze sich erst über lange Zeit wieder reinlaufen und optimieren muss.

    2. Konzerne die den ersten Punkt als Ausrede nehmen um Preise über den Verlust hinweg noch viel weiter anzuheben.

    Das sind beides keine Dinge sind die man mit monetärer Politik lösen könnte, das sollte offensichtlich sein.

    Was die EZB machen kann (und machen wird genauso wie die Zentralbank in den USA) ist mithilfe der Zinsen den Arbeitsmarkt ein bisschen klen zu hacken, das ist jetzt schon eine offene Forderung der Reichenverbände (Arbeitgeber wie sie sich nennen in ihrer Großzügigkeit), und Sinnbildlich steht hierfür [dieses Video](https://twitter.com/kenklippenstein/status/1701658625280704599). Nach Corona und der Erholung der Wirtschaft gibt es für Unternehmen zu viel Konkurrenz am Arbeitsmarkt, das bedeutet Arbeiter:innen könnten jetzt stärkere Forderungen nach Lohnentwicklung oder Gewerkschaften etc. klar machen. Das ist natürlich unerwollt und die Zentralbanken werden hier ihr besten tun um der Elite unserer Länder das Leben wieder einfacher zu machen, nichts hilft so sehr gegen Forderungen nach fairerer Bezahlung wie ein paar Prozent mehr Arbeitslosigkeit und Existenzangst.

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