Die Linke: Janine Wissler will Schulnoten und Hausaufgaben abschaffen | Große Klassen, Lehrermangel, marode Schulen: Das deutsche Bildungssystem steckt in der Misere. Die Linkspartei drängt nun auf eine gravierende Reform samt 100-Milliarden-Sondervermögen

by antelatis

10 comments
  1. Die dummen Ideen verlassen das sinkende Schiff, oder wie?

  2. Weil die überschrift so reißerisch ist hier alle Eckpunkte:

    1. Eine »Schule für alle« und gemeinsames Lernen von der 1. bis zur 10. Klasse soll sozialer Ungleichheit vorbeugen. Die bisherigen Schultypen wie Gymnasium und Hauptschule möchte die Linke abschaffen.
    2. Noten, Sitzenbleiben und Hausaufgaben sollen wegfallen, um ein »Lernen ohne Druck und Angst« möglich zu machen. Kinder und Jugendliche wollten die Welt verstehen, statt nur für Tests zu büffeln, heißt es im Papier.
    3. Ein bundeseinheitliches Bildungsrahmengesetz soll die Bildungshoheit der Länder aufheben und die Bildungspolitik so bundesweit gleichwertiger gestalten. Bislang ist in Deutschland jedes Bundesland für seine Lehrinhalte zuständig, der Bund darf nicht hereinreden.
    4. Um Lehrerinnen und Lehrer zu entlasten, sollen externe Mitarbeitende Verwaltung, Bürokratie und IT im Schulwesen übernehmen.
    5. Lehrerinnen und Lehrer sollen unabhängig von der Schulform gleich bezahlt werden.

  3. Ein paar Punkte klingen sehr sinnvoll, der in der Überschrift macht das ganze aber wieder zu einer Schnappsidee. Noten und Hausaufgaben sind wichtig, man kann sich um den Umfang der Hausaufgaben sicher streiten, aber komplett Noten und Hausaufgaben abschaffen wird keine Probleme unseres Schulsystems beheben, im Gegenteil.

    IT und Verwaltung nicht mehr Lehrern anzulasten ist sinnvoll, kostet halt etwas Geld. Die Aufteilung in Schultypen herauszuzögern ist auch eine Idee die vielversprechend ist, aber eine riesige Umstellung die nicht einfach mal so schnell geht und die gut geplant sein sollte. Bin auch nicht überzeugt das man das bit zur 10. Klasse machen sollte.

  4. Typische Linkspartei. Eigentlich gute Forderungen wie ein Bildungssondervermögen durch wahnwitzige abstruße Forderungen komplett lächerlich zu machen.
    Ich hab viele Sachen erst durch Hausaufgaben verstanden und Tests erst ab der 11 Klasse?! Ja viel Spaß beim Abi sag ich nur.

    Man kann gerne drüber sprechen ob Noten von Klasse 1-3 sinnvoll sind, aber bis Klasse 10?

    Lächerlich.

  5. Ohne Noten, (kontrollierte) Hausaufgaben und die Möglichkeit des Sitzenbleibens hätten ich und einige andere aus meiner Klasse zeitweise überhaupt nichts für die Schule gemacht.

    Lernen ohne Druck klingt gut, aber es funktioniert nur wenn einem der Wert von Bildung bewusst ist. Und den realisieren viele erst gegen Ende oder nach der Schule.

  6. Erachte Hausaufgaben als ziemlich sinnvoll, vor allem da man nicht wie in anderen Ländern den ganzen Tag in der Schule hockt

  7. Wenn du einfach keinen Bock mehr auf parlamentarische Arbeit hast…

  8. Was genau bringt es Kindern, wenn sie in der Schule in Watte gepackt werden und dann im „echten Leben“ mit völlig anderen Maßstäben klarkommen müssen? Niemand kann mir erzählen, dass Kinder, die nie Noten bekommen haben, nie Druck erlebt haben und nie Frust gehabt haben, nach der Schule plötzlich damit umgehen können. All diese Dinge gehören zum Leben dazu und wenn man davor beschützt wird stört einen das in der eigenen Entwicklung. Das Papier klingt wie der Wunsch einer übermotivierten Mutter für ihren kleinen Martin, der ja der liebste Junge auf der Welt ist, und die sich wünscht, dass dieser nie erwachsen wird.

  9. Hört sich doch gut an. Hausaufgaben macht eh niemand. Noten sind bis zur Oberstufe auch egal. Es sollte versucht werden, die interne Motivation der Kinder zu steigern ohne sie über Druck künstlich zu erzeugen.

    Ich denke können sich das nicht vorstellen, aber ähnliche Schulformen gab es immer wieder und waren auch immer erfolgreich.

Leave a Reply