CSU-Politikerin zu Kindern in Armut: „Können zur Tafel gehen“

by M1ssMut1g

6 comments
  1. Bisschen aus dem Kontext gerissen. Es ging darum das Eltern Geld sparen könnten wenn die Kinder weniger oder nichts essen. CSU-Kapitalismus: „Dann schickt die Plagen doch zur Tafel“

    Genial!

  2. Gleich zwei Klassiker auf einen, Neid gegen Sozialhilfeempfänger, zur Abwechslung auch mal Kinder und ein Redakteur der sich einen Artikel mit Twitter Reaktionen zusammenbastelt.

  3. Ich persönlich begreife Kinderarmut ja auch als dornige Chance und Hunger als Antrieb. Mit ihrer Aussage, Kinder aus armen Familien [“können doch zur Tafel gehen”](https://twitter.com/le0nenrique/status/1703378223122219492) schießt Dr. Andrea Behr, Würzburger CSU-Direktkandidatin für die Bayernwahl, den Vogel aber ab. Die ganze Veranstaltung [findet ihr hier](https://www.youtube.com/watch?v=wsDgiipuA0c&t=7s), der Totalunfall beginnt ab ca 1:30.

    Mittlerweile hat sich auch die Tafel Deutschland e.V. [dazu geäußert](https://twitter.com/Tafel_DE/status/1703675454870241769):
    > “Unverschämt. Ehrenamtliche Angebote, für vorübergehende Notsituationen gedacht, ersetzen nicht den Staat. Dass sich die Not bei so vielen Menschen verfestigt hat, ist auch Folge der Politik von @cducsubt. Statt etwas zu ändern, wird widerlich abfällig über Betroffene gesprochen”

    Während der Clip innerhalb eines Tages bei knapp 800k Aufrufen ist, bringt die Lokalzeitung Main-Post heute morgen ein unkritisches [Portrait von Andrea Behr](https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/wuerzburger-csu-direktkandidatin-andrea-behr-will-zusammenhalten-statt-spalten-und-klimapolitik-ohne-verbote-art-11239753) (das alle Direktkandidaten bekommen, es ist nur sehr schlechtes Timing). Ihre Aussagen zu Kinderarmut haben es da noch nicht reingeschafft, stattdessen versucht sie sich, als Freundin der schwullesbischen Szene zu inszenieren. Das klappt nur so semi:
    > “Eine “politische Botschaft” hat sie laut eigenen Worten im Juni durch das Mitlaufen beim Würzburger Christopher Street Day verbreitet. Ihre Zahnarztpraxis war sogar Sponsor. Dieses öffentliche Statement setzte Behr im Wahlkampfjahr zum ersten Mal, die schwul-lesbische Szene liege ihr aber “sehr am Herzen”. Sie berichtet von langen, persönlichen Kontakten. Aber auch davon, dass sie queere Begriffe wie “nichtbinäre Translesbe” als Bezeichnung für einen Mann ablehnt.”

    Auf dem Würzburger CSD wurde sie [explizit outgecalled](https://twitter.com/le0nenrique/status/1703705464557506707). Zwischen ihr und mir ist [es was persönliches.](https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/hat-andrea-behr-csu-wuerzburger-verbindungsmitglieder-dazu-aufgerufen-sich-gegen-kritiker-zu-wehren-art-10925724)

  4. WOW, wow, wow.

    Wenn das ein Bundespolitiker sagen würde.

    Das ist ein absolutes Nogo. Die hat doch einen schuss.

    Setzt der Staat, ihrer Meinung nach, etwa auf ein Soziales auffangnetz das nicht von ihm in irgendeiner Form bezuschusst oder verwaltet wird?

    Hört sich sehr nach einem Plan an der auf ein versagen des Sozialstaates hindeutet.

    EKELHAFT.

  5. Ich bin ja weniger darüber erstaunt, dass eine CSU-Politikerin eine solche Ansicht hat, als darüber, dass sie jene äußert.

    Selbst eine CSU-Politiker:in sollte doch wissen, dass man sich, zumindest als Lippenbekenntnis, immer für Kinder aussprechen muss.

    Auf der anderen Seite; Überholte und/oder Menschenfeindliche Ansichten sowie gezeigte Inkompetenz- Erfüllt alle Vorraussetzungen für eine CSU-Politikerin. Damit kann sie mindestens Verkehrsministerin werden.

  6. Wenn das Angebotene ausreichen würde, gäbe es keine Diskussion.

    ​

    Gibt es eine Diskussion? JA!!! Reicht das Angebotene? ANSCHEINEND NICHT DU OTTO VON DER CSU/CDU!!!1!

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