Wird das Deutschlandticket teurer?

by M4mb0

16 comments
  1. > Ein wesentlicher Grund des höheren Finanzierungsbedarfs ist aus Sicht der Verkehrsbetriebe die zunehmende Zahl von Fahrgästen, die von anderen Tickets auf das Pauschalticket im Nah- und Regionalverkehr umsteigen. Dem Verband zufolge führt dies dazu, dass die Einnahmen aus bisherigen Abos und dem Verkauf von Einzelfahrscheinen oder Monatskarten sinken.
    > […]
    > Die Option zur monatlichen Kündbarkeit werde intensiver als erwartet genutzt.

    Wer hätte das bloß ahnen können?

  2. Mit dem Arsch vorran in eine gute Sache zu stolpern und panisch versuchen sich langsam rauszuwinden ist glaue ich auch das archetypische Verhalten.

  3. Man muss aber auch ganz ehrlich sagen, dass die Idee eines monatlich kündbaren Abos für eine höhere Planungssicherheit ziemlicher Schwachsinn ist. Das ist ein typischer Kompromiss gewesen. Es dürfte kein wesentlichen Unterschied machen, wenn das aber nur quartalsweise kündbar wäre und gäbe den Verkehrsgesellschaften mehr Planbarkeit, weil es da nämlich wirklich nicht lohnt sich für eine einmalige Fahrt ein Abo einzugehen und sofort zu kündigen.

  4. Lasst uns doch wenigstens das Ticket erschwinglich, ist ja nicht mal sonderlich billig.

    Für mich rechnet es sich zwar nicht, aber jedem, der Öffi fahren muss, sei es gegönnt.

  5. Natürlich kommt weniger Geld an Einnahmen an, das ist doch einer der wesentlichen Punkte – dass das Ganze eben tw. wesentlich günstiger ist als die Abzockpreise für Monatskarten bei manchen Tarifverbänden. Wenn etwas weniger kostet gibts weniger Einnahmen? Ja heiligs Blechle, damit konnte ja niemand rechnen.

    49€ ist schon jetzt arg an der Grenze wo man den Preis noch sozial nennen kann, also dass alle Bevölkerungsschichten daran teilnehmen können/könnten. Den Preis zu erhöhen wäre mE maximal dumm. Wenn es ein paar Milliarden mehr kostet, so what! Ist halt ein soziales Projekt von riesiger Reichweite.

  6. Ich wundere mich, dass die sich über die Nutzung der monatlichen Kündbarkeit so wundern. 49 Euro ist einfach zu teuer, als dass das Leute, die selten fahren, einfach kaufen, um die Flexibilität zu haben. Also kauft man es sich für die Monate, bei denen man annimmt, dass man sie nutzen wird und verzichtet ansonsten wieder.

  7. Als gezwungener Autofahrer (weil es keine ÖPNV Verbindungen aufm Dorf gibt), befürworte ich das Deutschlandticket und zahle dafür gerne Steuergelder. Lieber zahle ich dafür Steuern als für die Elbphilharmonie oder die nächste Bankenrettung oder z.b. Förderungen einer Landesregierung um eine Tesla Fabrik nach Brandenburg in ein Gebiet ohne ausreichend Arbeitskräfte und ohne ausreichend Grundwasser zu locken.
    Und meinetwegen zahle auch auch Autobahnmaut, solange die nicht für die Autobahn benutzt wird sondern für den Neubau von Gleisen und Güterbahnhöfen.

  8. Ich würde das Ticket bei einer Erhöhung auf 59€ direkt kündigen.

    Schon 49€ ist bei mir am Limit, da ich es außerhalb Berlins kaum nutze.

  9. Gibt es z.Z. eigentlich noch Anbieter bei dennen man das Ticket anteilsmäßig bezahlt und bis zum ende des Monats Kündigen kann?

  10. Als Tipp für die Leute im VRR-Gebiet (Teil von NRW): schaut euch mal das eezy-Ticket an. Geht über die VRR-App, statt Tickets macht ihr einen Check-In bei Fahrtantritt. Die Tickets sind in Summe günstiger und die Kosten sind bei 49€ pro Monat gedeckelt. Heißt, in Summe zahlt ihr nie mehr als das Deutschlandticket, zumindest wenn ihr nur vorhabt, innerhalb von NRW zu fahren. Für mich ist das gerade attraktiver als das Deutschlandticket

  11. Bei 59 muss ich langsam schon wieder überlegen, das Standard Ticket meines Verkehrsbundes zu kaufen. Es ist nicht deutschlandweit, klar. Aber es bietet Übertragbarkeit, Mitnahmemöglichkeiten von ich glaube bis 4 Personen am Wochenende, Fahrradmitnahme. Damit wäre das Konzept dann auch schon wieder halb begraben. Glückwunsch.

  12. Ich denke mal, dass das Ticket auf die vor Corona üblichen 90€ für “lokal” nutzbare Abos hochschießen wird.

    Diese errechneten “Verluste” der Bahnunternehmen halte ich aber für mehr als “geschönt” um das zu ermöglichen. Geschönt im Sinne von “Jeder D-Land Ticket Besitzer kostet uns 5000€ im Jahr weil die ja jetzt alle jeden Tag durch ganz Deutschland fahren.”

    Denn wenn man sich die Anzahl der gekauften Tickets ansieht und auch beachtet, dass es für Sondergruppen (Schüler etc.) vorher eh schon günstigere Tickets gab die jetzt einfach nur mehr Reichweite gekriegt haben ist es eher fragwürdig, dass hier wirklich so ein riesiges finanzloch entsteht.

    Frag mich sowieso warum man diese Tickets nicht auf 3 Gruppen unterteilt. D-Land für vielpendler. B-Land für Leute die das Bundesland selten verlassen und Stadtticket für Leute die eh nur Lokal durch die Gegend müssen.

    D-Land kann dann 90€ kosten.

    B-Land 29-49€

    Stadt 9€.

    Finanzieren tun wir das ganze mit den überzogenen Löhnen der Bahnchefs. Da bleibt dann auch noch Geld für die Instandsetzung der Maroden Strecken.

  13. “Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) prognostiziert für 2024 einen Zuschussbedarf von über einer Milliarde Euro mehr – also dann insgesamt 4,09 Milliarden. Das geht aus einem VDV-Papier hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.”

    “Die Etats der öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Deutschlandradio werden in diesem Jahr erstmals zusammengerechnet mehr als 10 Milliarden Euro betragen. Das hat das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) aus den Haushaltsplänen der Sender für 2023 errechnet.”

    Rundfunkbeitrag in der Hälfte teilen und je eine Hälfte (5 Milliarden Euro) weiter in die Rundfunkanstalten pumpen und dort etwas den Apparat schlanker machen und die andere Hälfte in den ÖPNV stecken.

    Die Mitarbeiter, die dann beim Rundfunk nicht mehr benötigt werden, können dann direkt beim ÖPNV angelernt werden.

    Edit: Euro-Beiträge aktualisiert.

  14. sorry für stammtisch, aber wenn ich höre wie viel geld ins ausland geht krieg ich bei solchen meldungen sofort puls.

  15. Einfach linear extrapolieren.

    2022: 9€

    2023: 49€

    2024: 89€

    2025: 129€

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