Das andere Bayern | Die Stadt München hat mehr als 1,5 Millionen Einwohner und ist für die CSU ein schwieriges Pflaster. Was das für die Landtagswahl bedeutet.

by GirasoleDE

3 comments
  1. Es ist fast so, als würden Leute, die in Städten wohnen, statistisch progressiver wählen als Leute auf dem Land. Ach warte, das ist so.

    Was das bedeutet: Die ~~Rechten~~ ~~Konservativen~~ Christsozialen hetzen gegen die Grünen. So weit, so vorhersehbar.

  2. Als jemand, der vom ländlichen Bayern kommt und seit 10 Jahren gern in München wohnt: Die Landeshauptstadt ist jetzt nicht gerade ein Sehnsuchtsort für die Menschen aus der Provinz. Das Klischeebild ist: abgehoben, protzig und weltfremd.

    Ich verstehe schon, warum ein Aiwanger als Wirtschaftsminister auf dem Land gut ankommt. Klar wirkte der auf Startupmessen hochgradig deplatziert und sorgte mit seinem Bajuwaren Englisch bei den Champagner Trinkern wohl eher für Gelächter, aber viele Nicht-Münchner finden dieses Schickeria Milieu ebenfalls ziemlich befremdlich.

    Recht bezeichnend war zum Beispiel, dass Aiwangers erste Maßnahme als Minister eine Initiative gegen das Wirtshaussterben war. Ist jetzt nicht gerade weitsichtige Standortpolitik, aber sogar für mich, der das Verkümmern vieler Ortschaften (und Stadtteile) in den letzten Jahren beobachtet hat, auch nicht unbedingt falsch. Aiwanger hat das an sich recht klug gemacht und das Ministerium für Kultur- und Symbolpolitik benutzt. Wo ein SPD Minister in einer ähnlichen Position vermutlich die wirtschaftlich gute Lage genutzt hätte, um mehr Kulturzentren zu fördern, haben die Freien Wähler der Landbevölkerung halt ein paar Maßerl spendiert.

    Dieser Fokus auf Bayern außerhalb Münchens und einiger Industriestandorte ist meiner Meinung nach die bessere Erklärung für die Beliebtheit der Freien Wähler, auch im Gegensatz zur CSU. Aiwangers Amtsvorgängerin hat schon ziemlich gut in die Münchner Blase hineingepasst, gerade durch das Geklüngel mit Schörghuber und co.

  3. Es gibt auch das andere Bayern im ländlichem Bayern. Naturschutz ist sehr tief in der bayerischen Seele verwurzelt, bei jedem Bauvorhaben gründen sich 10 Naturvereine im eine schimmlige Wiese zu erhalten. Auch das “Leben und Leben lassen”.

    Ich denke tatsächlich dass es an dem populistischen Gelaber der CSU (und FW) liegt, dass die Bayern so krass agitiert sind. Nicht unbedingt daran, dass sie prinzipiell keinen Bock auf (grüne und soz.dem.) Inhalte haben.

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