Die Studie scheint mir viel zu oberflächlich zu sein und wird vor allem Marketing sein. Einfach nur Stellenanzeigen ansehen und versuchen zu schätzen wie viele der Anforderungen die KI theoretisch erfüllen könnte überzeugt mich nicht.
Bisher habe ich keine große Angst das die KI mich überflüssig macht in der nahen Zukunft. Selbst wenn sie wesentlich besser Code schreiben können in der Zukunft als jetzt, der Job besteht nur zum Teil aus Code schreiben.
Wie gut eine generative AI eine Entwicklungsaufgabe lösen kann, hängt in erster
Line damit zusammen, wie gut und genau diese spezifiziert ist. Solange das so schlecht funktioniert wie heute, mache ich mir keine Sorgen um meinen Job. Freue mich eher darüber, dass man mit generativen AIs ein neues Werkzeug in der Toolbox hat um effizienter arbeiten zu können.
Würde mir als Redakteur bei der FAZ mehr Sorgen machen….
Ist wohl auch kein Problem, durch KI können dann einfach mehr Funktionen in kürzerer Zeit umgesetzt werden die Entwickler werden wohl genug zu tun haben.
Die Studie scheint überhaupt nicht zu unterscheiden zwischen GenAI Anwendungen bedienen, **mit** GenAI-Technologien entwickeln (langchain, huggingface etc oder schlicht Web APIs) und direkt Forschung und Entwicklung an neuen GenAI Technologien. Das macht den Vergleich ziemlich witzlos, weil die letzten beiden wohl ziemlich ausschließlich in Softwareentwickler-Anzeigen gefragt werden dürften.
SW-Entwickler hier: Wenn ich Code durch etwas nicht-deterministisches geniere, muss ich mindestens genau so viel Aufwand in den Test stecken. Alles andere ist Pfusch.
Boah sehe ich nicht. Zumindest aktuell nicht. Meine Firma ist voll im ChatGPT Game. Premium Abos für alle Leute die ist es wollen. Generell ist die einzige Regel keine personenbezogenen Daten in das Ding zu hauen. Business Logik? Bitte gerne, die Produktivitätssteigerung ist das ganze absolut wert. Ich sehe aktuell aber nicht wie wir jemanden entlassen sollten deshalb. Die Teile machen halt kein Engineering.
Viel größere Sorgen würde ich mir aktuell als einfacher Schreibtischtäter machen. Ich kenne aus dem Mittelstand von Kunden noch dutzende Menschen die nichts anderes machen als Mails zu schreiben oder E-Mails in irgendwelche ERP Systeme zu füttern. Solche Jobs sind heute schon defakto zu 95% automatisierbar.
Sei es jetzt der Maustreiber, Microsoft Edge, MS Office, ein Internet-Webbrowser Spiel, Webseiten oder sonst was…
Ich sage es jetzt mal so, ich weiß nicht ob ich es qualitativ merken würde, ob die Software ausschließlich von Softwareentwicklern geschrieben würde oder durch Softwareentwickler mit großer Unterstützung durch eine KI. Bei so einigem wäre vielleicht sogar eher letzteres besser.
Die Softwareentwicklung wird sich durch die KI mit Sicherheit verändern. Es wird wohl weniger Code selbst geschrieben, aber dafür rücken andere Aufgaben in den Vordergrund. Es wird noch dauern, bis eine KI alle Code-Bestandteile zu einem ganzen Projekt kombinieren kann. Zudem sollte der Code auch gewartet werden können und muss daher projektbezogen kommentiert werden. Theoretisch könnte mehr Zeit in Testing/Bugfixing und Dokumentation fließen. Ist aber wohl nur ein schöner Traum. Wir werden eher erleben, wie die Software-Qualität noch weiter abnimmt, weil sich manche Unternehmen zu sehr auf KIs verlassen und es Entwickler geben wird, die gar nicht mehr durchblicken, was die KI da eigentlich zusammenschustert.
Gute Software-Buden werden also weiterhin gute Entwickler brauchen, schlechte Software-Buden werden schlecht bleiben.
Die Schlagzeile find ich nen interessanten Schluss. GenAI kann 3,5% der Fähigkeiten eines Softwareentwicklers ausgezeichnet erfüllen, aber nahezu 40% der Fähigkeiten eines Buchhalters. Auch wenn die Gesamtprozentzahl beim Buchhalter geringfügig niedriger ist, finde ich das einen seltsamen Schluss den Softwareentwickler zur Schlagzeile zu machen
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Die Studie scheint mir viel zu oberflächlich zu sein und wird vor allem Marketing sein. Einfach nur Stellenanzeigen ansehen und versuchen zu schätzen wie viele der Anforderungen die KI theoretisch erfüllen könnte überzeugt mich nicht.
Bisher habe ich keine große Angst das die KI mich überflüssig macht in der nahen Zukunft. Selbst wenn sie wesentlich besser Code schreiben können in der Zukunft als jetzt, der Job besteht nur zum Teil aus Code schreiben.
Wie gut eine generative AI eine Entwicklungsaufgabe lösen kann, hängt in erster
Line damit zusammen, wie gut und genau diese spezifiziert ist. Solange das so schlecht funktioniert wie heute, mache ich mir keine Sorgen um meinen Job. Freue mich eher darüber, dass man mit generativen AIs ein neues Werkzeug in der Toolbox hat um effizienter arbeiten zu können.
Würde mir als Redakteur bei der FAZ mehr Sorgen machen….
Ist wohl auch kein Problem, durch KI können dann einfach mehr Funktionen in kürzerer Zeit umgesetzt werden die Entwickler werden wohl genug zu tun haben.
Die Studie scheint überhaupt nicht zu unterscheiden zwischen GenAI Anwendungen bedienen, **mit** GenAI-Technologien entwickeln (langchain, huggingface etc oder schlicht Web APIs) und direkt Forschung und Entwicklung an neuen GenAI Technologien. Das macht den Vergleich ziemlich witzlos, weil die letzten beiden wohl ziemlich ausschließlich in Softwareentwickler-Anzeigen gefragt werden dürften.
SW-Entwickler hier: Wenn ich Code durch etwas nicht-deterministisches geniere, muss ich mindestens genau so viel Aufwand in den Test stecken. Alles andere ist Pfusch.
Boah sehe ich nicht. Zumindest aktuell nicht. Meine Firma ist voll im ChatGPT Game. Premium Abos für alle Leute die ist es wollen. Generell ist die einzige Regel keine personenbezogenen Daten in das Ding zu hauen. Business Logik? Bitte gerne, die Produktivitätssteigerung ist das ganze absolut wert. Ich sehe aktuell aber nicht wie wir jemanden entlassen sollten deshalb. Die Teile machen halt kein Engineering.
Viel größere Sorgen würde ich mir aktuell als einfacher Schreibtischtäter machen. Ich kenne aus dem Mittelstand von Kunden noch dutzende Menschen die nichts anderes machen als Mails zu schreiben oder E-Mails in irgendwelche ERP Systeme zu füttern. Solche Jobs sind heute schon defakto zu 95% automatisierbar.
Sei es jetzt der Maustreiber, Microsoft Edge, MS Office, ein Internet-Webbrowser Spiel, Webseiten oder sonst was…
Ich sage es jetzt mal so, ich weiß nicht ob ich es qualitativ merken würde, ob die Software ausschließlich von Softwareentwicklern geschrieben würde oder durch Softwareentwickler mit großer Unterstützung durch eine KI. Bei so einigem wäre vielleicht sogar eher letzteres besser.
Die Softwareentwicklung wird sich durch die KI mit Sicherheit verändern. Es wird wohl weniger Code selbst geschrieben, aber dafür rücken andere Aufgaben in den Vordergrund. Es wird noch dauern, bis eine KI alle Code-Bestandteile zu einem ganzen Projekt kombinieren kann. Zudem sollte der Code auch gewartet werden können und muss daher projektbezogen kommentiert werden. Theoretisch könnte mehr Zeit in Testing/Bugfixing und Dokumentation fließen. Ist aber wohl nur ein schöner Traum. Wir werden eher erleben, wie die Software-Qualität noch weiter abnimmt, weil sich manche Unternehmen zu sehr auf KIs verlassen und es Entwickler geben wird, die gar nicht mehr durchblicken, was die KI da eigentlich zusammenschustert.
Gute Software-Buden werden also weiterhin gute Entwickler brauchen, schlechte Software-Buden werden schlecht bleiben.
Die Schlagzeile find ich nen interessanten Schluss. GenAI kann 3,5% der Fähigkeiten eines Softwareentwicklers ausgezeichnet erfüllen, aber nahezu 40% der Fähigkeiten eines Buchhalters. Auch wenn die Gesamtprozentzahl beim Buchhalter geringfügig niedriger ist, finde ich das einen seltsamen Schluss den Softwareentwickler zur Schlagzeile zu machen