Hallo. Ich lebe am Niederrhein und bei mir im Garten hat sich die grüne Reiswanze bereits im letzten Jahr bemerkbar gemacht und die Population ist dieses Jahr förmlich explodiert. Diese Scheißviecher greifen meine überdachten Tomaten und meine Chilis im Gewächshaus an (anscheinend spüren sie keine Schärfe, denn auch meine Habaneros und Carolina Reapers bleiben nicht verschont).

Nun will ich mich auf den Kampf im nächsten Jahr vorbereiten, insbesondere im Gewächshaus will ich diese nicht mehr antreffen müssen. Meine Lüftungsöffnungen plane ich mit Fliegengittern zu verschließen. Dadurch würden aber auch keine Bienen mehr zur Bestäubung ins Gewächshaus kommen. Das kann ich jedoch selbst übernehmen.

Meine radikalste Idee bisher ist, dass ich vor dem Winter mir den Gasbrenner nehme und die Beete und sonstige mögliche Schlupflöcher (die Nuten der Aluprofile) des Gewächshauses einmal komplett abgehe. Dadurch würden aber auch die Eier anderer unschuldiger Insekten zerstört, was ich aber nicht möchte und deswegen davon absehe.

Für diejenigen, die sich über diese invasive Art informieren möchten gelangt man über die Seite des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft zu einem Infoblatt über diese Drecksviecher.

https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaft-erleben/garten-und-balkon/duengung-und-pflanzenschutz/neue-schaedlinge-im-garten

https://ltz.landwirtschaft-bw.de/pb/site/pbs-bw-mlr/get/documents_E813291904/MLR.LEL/PB5Documents/ltz_ka/Service/Schriftenreihen/Hinweise%20zur%20Pflanzengesundheit/Gr%C3%BCne%20Reiswanze_DL/Pflanzengesundheit_Gr%C3%BCne%20Reiswanze.pdf

In diesem Dokument geht man auch auf natürliche Gegenspieler ein, deren Potenzial untersucht wird.

“Weltweit sind verschiedene natürliche Feinde der Grünen Reiswanze bekannt, darunter parasitoide Hymenopteren (Schlupfwespen) aus der Gattung Trissolcus und parasitische Raupenfliegen (Tachiniden). Eiparasitoide der Art Trissolcus
basalis und Raupenfliegen der Gattung Trichopoda werden am häufigsten nachgewiesen. Letztere haben sich aus Freilassungen in Italien natürlich bis in den Rheingraben ausgebreitet. Das Po-
tenzial dieser natürlichen Gegenspieler wird derzeit untersucht.”

Nachdem ich heute den tollen Beitrag von _Spreewald_ mit der Gottesanbeterin gesehen habe, habe ich mir gedacht, dass ich die einerseits auch im Garten haben will und mich andererseits gefragt, ob die Gottesanbeterin auch diese Drecksviecher verspeisen würde.

Beides in die Suchmaschine eingegeben und siehe da: sogar Bilder davon, wie die Gottesanbeterin eines dieser Viecher verspeist. Bin so frei, eines hier einzufügen, um diesen schönen Anblick mit euch zu teilen (hier übrigens der Link zu mehr Bildern:
https://www.meinbezirk.at/baden/c-lokales/die-gruene-reiswanze-fuehlt-sich-immer-wohler_a4942525#gallery=null).

Diesen göttlichen Anblick möchte ich im nächsten Jahr im Garten genießen. Schön dabei zusehen, wie diese Drecksviecher bei lebendigem Leib verspeist werden.

Dazu habe ich mir vorgenommen, mir im Frühjahr mindestens eine Gottesanbeterin zu kaufen und im Gewächshaus anzusiedeln. Das ist meine Strategie für das nächste Jahr.

by ezumrzumazuml

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