Bundesregierung legt Auswertung LGBTI-feindlicher Gewalt nach Staatsangehörigkeit der Verdächtigen vor

by shariewayne

8 comments
  1. Die Statistik zeigt mal wieder, dass das ganze ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, was sich schwer auf eine Gruppe reduzieren lässt, und an dem gesamtgesellschaftlich gearbeitet werden muss.

  2. Die Union weiß wie man Eigentore schießt. Die Union muss nur zur Konkurrenz von der AFD gucken, und die hauptriebfeder zu finden.

  3. [Originaldokument](https://dserver.bundestag.de/btd/20/085/2008511.pdf)

    Hier die Frage (von der wir alle wissen das es der Kern der Anfrage war)

    >Wie viele der Tatverdächtigen von Hassverbrechen aufgrund geschlechtsbezogener Diversität in den Jahren von 2012 bis 2022 a) waren Ausländer, b) befanden sich in einem laufenden Asylverfahren, c) waren abgelehnte Asylbewerber, die ausreisepflichtig oder im Besitz einer Duldung waren

    und Antwort

    >Eine automatisierte trennscharfe Auswertung politisch motivierter Straftaten ist im Wortlaut der Frage auf Basis der zentralen PMK-Fallzahlendatei des BKA nicht möglich.
    >
    >Hilfsweise wird die Anzahl der deutschen bzw. nichtdeutschen Tatverdächtigen sowie der Tatverdächtigen mit Status „Asylbewerber/Flüchtling“ dargestellt: Für das Tatzeitjahr 2022 sind im Unterthemenfeld „Geschlechtsbezogene Diversität“ 228 von 274 Tatverdächtige mit deutscher Staatsangehörigkeit hinterlegt (= 46 Nichtdeutsche, davon 14 mit Status „Asylbewerber/Flüchtling“), für das Jahr 2021 sind im Unterthemenfeld „Geschlecht/Sexuelle Identität“ 153 von 186 Tatverdächtige mit deutscher Staatsangehörigkeit (= 33 Nichtdeutsche, davon neun mit Status „Asylbewerber/Flüchtling“), für das Jahr 2020 wurden 67 von 91 Tatverdächtigen mit deutscher Staatsangehörigkeit gespeichert (= 24 Nichtdeutsche, davon zwölf mit Status „Asylbewerber/Flüchtling“).
    >
    >Für die Tatzeitjahre 2012 bis 2019 erfolgte die Erfassung von Straftaten im Themenzusammenhang „geschlechtsbezogene Diversität“ im Oberthemenfeld „Hasskriminalität“ bzw. sachverhaltsabhängig ggf. im Unterthemenfeld „Sexuelle Orientierung“. Eine trennscharfe automatisierte Darstellung der Teilmenge der Straftaten im Themenzusammenhang „geschlechtsbezogene Diversität“ ist nicht möglich.

  4. Schön, dass wir dank Einbürgerung hier nicht mehr gescheit differenzieren können.

  5. Drei Überlegungen dazu:

    Es gibt 14%* Ausländer in Deutschland, die aber für etwa 20% der Hassverbrechen verantwortlich sind.

    Zweitens, bei deutschen Verdächtigen hätte man wohl auch die Kulturkreise in denen sie leben unterscheiden müssen, was natürlich einiges an Problemen mit sich zieht.

    Und drittens, die Überlegung wie viele der Hassverbrechen überhaupt angezeigt werden, bietet auch ein potential für etwaige Unschärfen.

    Aber ja, grundsätzlich scheint es ein grundsätzliches Problem zu sein, dass aus irgendeinem Grund auch Menschen besser als andere fühlen und dies als Begründung nehmen um Straftaten gegen sie zu begehen. Ich dachte wir wären weiter, aber scheinbar braucht der Mensch ein Opfer und bei vielen sind’s die Gruppe der LGBT.

  6. Das Problem an der modernen Aufmerksamkeitsökonomie ist leider, dass Meldungen wie diese, konkrete Zahlen und spätere Richtigstellungen leider kaum Beachtung finden.

    Ich denke die vage Vermutung bzw. das Narrativ, dass diese Straftaten angeblich mehrheitlich von Ausländern begangen würden, wird sich trotzdem festsetzen.

Leave a Reply