IfW Kiel entlässt Verhaltensökonomen: Flieg oder du fliegst

by -_x

6 comments
  1. Top Typ! Und lest ruhig mal mehr als nur die Überschrift, lohnt sich.

    > In Grimaldas Versuch, auf eigene Faust aufs Fliegen zu verzichten, zeigt sich ein Dilemma der Klimakrise. Denn so sehr Klimaschutz auch als individuelle Konsumentscheidung geframt wird: oft sind es die physischen, sozialen und ökonomischen Infrastrukturen, die bestimmen, wie klimafreundlich wir wirklich leben können.

    (…)

    > Sein Protest scheint einen Nerv zu treffen.

    > Denn mit ihm rüttelt Grimalda an einem der Grundpfeiler der Arbeitsgesellschaft: In den Büros des Arbeitgebers anwesend zu sein ist so wichtig, dass die mehreren Tonnen CO2, die ein Interkontinentalflug verursacht, dagegen kaum ins Gewicht fallen. Unternehmer:innen, Ma­na­ge­r:in­nen und Ban­ke­r:in­nen folgen dieser Arbeitslogik genauso wie Wissenschaftler:innen, Jour­na­lis­t:in­nen und NGOs. Grimalda stellt sie nun infrage.

  2. > Ein Sprecher des Instituts verweist jedoch darauf, dass man Mitarbeiter grundsätzlich bei klimaschonenden Reisen unterstütze.

    Außer halt, wenn man das nicht tut. Ein klarer Fall für 👁👄👁

  3. Scheint man ja, wie an der der früheren Unterstützung Grimaldas müßiger Reisepräferenzen zu sehen, großzügig toleriert zu haben, nur dass diesmal eine massive Verzögerung zeiteffizienteres Reisen erforderte:

    >Ursprünglich sollte er schon am 10. September zurück in Kiel sein. Doch Erpressungsversuche von macheteschwingenden Banditen und Ablehnung und Skepsis gegenüber seinem Vorhaben in einigen Dörfern zögerten seine Abreise immer wieder hinaus.

    Wenn er keine weisungsbefugten Vorgesetzten will, kann er sich ja selbstständig machen, oder bei dem aktuell so öffentlichkeitswirksam solidaritätsbekundenden, akademischen Oberbau andernorts anklopfen, der die Aufrichtigkeit seiner Solidarität im Falle künftiger Anordnungsverweigerungen gerne selbst auf den Prüfstand stellen darf.

  4. Wer Ressourcen schonen will, kann nicht hunderte Personenstunden vergeuden, um jemandes Sicherheit in diversen Dschungeln und Krisengebieten zu sichern, wenn es stattdessen ein Flugzeug gibt. Er hätte auch gar nicht reisen müssen. Man kann auch fliegen und dann für 100-200€ pro Tonne CO2 aus der Luft trennen, das ist sicher auch effizienter als so eine PR-Aktion.

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