Tarifkonflikt mit der GDL – Bei der Bahn drohen Streiks bis über Weihnachten

by Der-Schnelle-Ben

13 comments
  1. >Weselsky will keinen “Weihnachtsfrieden”

    >Um eine Wirkung zu entfalten, brauche es längere Arbeitskampfmaßnahmen, für die sich die GDL rechtlich absichern müsse. Eine Urabstimmung und damit der Wille der Mitglieder müssten den Prozessen “ein Stück weit” vorangestellt werden. **Derzeit erörtere die GDL, ob eine Urabstimmung schon vor dem ersten Verhandlungstermin am 9. November möglich ist.**

    >Die Weihnachtsfeiertage schließt Weselsky für einen Arbeitskampf nicht aus. Die Bahn habe der GDL mit den Verhandlungsterminen auch einen “Weihnachtsfrieden” vorgeschlagen, sagte Weselsky. “Das haben wir abgelehnt, weil wir die Entwicklung nicht kennen und weil wir nicht wissen, wie viel Verhandlungen wir bis dahin machen.” Für Fahrgäste geht die Ungewissheit auf der Schiene damit weiter.

  2. Geil. Ich will ja echt mein Auto aufgeben, aber entweder fährt die Bahn scheiße weil sie halt die Bahn ist oder gestreikt wird.

    Naja immerhin ist es so warm, dass Weihnachten bestimmt kein Schnee liegt und man mit dem Auto zur Verwandtschaft fahren kann… Yay?

    Edit: warum die downvotes? Stimmt halt leider.

  3. Richtig so. Wer nicht vernünftig bezahlt, muss dann auch mal edn Ärger abkriegen.

  4. Dann halt doch wieder 1200km mit dem Auto fahren. /r/tja

  5. So oft wie man da was von streikdrohung und zähen Verhandlung liest fragt man sich ob deren Tarifverträge mit 3 Monaten Laufzeit abgeschlossen werden.

    Hatten die nicht grade erst (aka weinger als 2 Jahre her) das ganze?

    Jetzt hatte ich ewig gewartet um endlich meine Rückreise im Dezember von Hamburg nach Frankfurt buchen zu können (gesamte restliche Reise steht seit April!) und wo der Winterfahrplan endlich Buchung nach dem 11.12. erlaubt sofort sowas.

    Kann ich quasi froh sein, daß ich nach all der Wartezeit ganz vergessen hatte dass der Winterfahrplan inzwischen da ist und daher die Rückfahrt noch nicht gebucht habe

    Lufthansa hätte mich bereits im April einen Flug von HAM-FRA bis tief in 2024 hinein buchen lassen

  6. Die Arbeitgeber freuts dass ihr alle so auf den Arbeitskampf schimpft. Was denkt ihr euch eigentlich? Schimpft auf die Politiker die eine Daseinsvorsorge privatisiert haben um gewinne zu machen.

  7. Ich wünschte, die Bahn/EVG/GDL/etc. würden ihre Tarife zusammen/zur selben Zeit aushandeln.

    Aktuell fühlt es sich an wie: Bahn fährt, Bahn kaputt, Umleitung, Bahnstreik, Bahnstrecken gesperrt wegen Renovierung, Bahn verspätet, Bahn fährt, (Ferien-)Bahnfahrplan, Bahnverspätung wegen Polizei/Arzteinsatz, vielleicht Bahnstreik?, Baumaßnahmen, Ersatzbus, Bahn fährt.

    Und dann fliegt ein Vogel in den Sicherungskasten.

  8. Wie kann es eigentlich sein dass im Schienenverkehr 3(?) Gewerkschaften zugange sind, die allesamt die Macht haben die Bahn quasi lahm zu legen?

    Ernstgemeinte Frage…Ist das historisch bedingt oder einfach nur dämlich? Zu all den Problemen wie Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit (permanente Ausfälle) und schlechten Verbindungen (25 Minuten mit dem Auto zur Arbeit oder 90 Minuten mit der Bahn), ist das doch eigentlich das vermeidbarste Problem. (Müsste man meinen)

  9. Hier die Kernforderungen der GDL (“Fünf für Fünf”) noch einmal zusammengefasst:

    > Bei einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten fordert die GDL:

    > 1. Eine allgemeine Entgelterhöhung von 555 Euro, eine entsprechend deutliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und eine Erhöhung aller Zulagen um 25 Prozent;

    > 2. Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden für Schichtarbeiter ohne anteilige Entgeltabsenkung, wobei der Arbeitnehmer die Arbeitszeit freiwillig erhöhen kann (Entgelt wird zeitanteilig angehoben);

    > 3. eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro, gleichermaßen für Voll- und Teilzeitarbeitnehmer;

    > 4. Fünf Prozent Arbeitgeberanteil zur betrieblichen Altersvorsorge und

    > 5. Einführung einer „Fünf-Schichten-Woche“ für Arbeitnehmer im Schichtdienst (nach spätestens fünf Schichten oder 120 Stunden muss der nächste Ruhetag mit mindestens 48 Stunden folgen).

    https://www.gdl.de/aktuelles/news/fuenf-fuer-fuenf/

    (Man beachte zum Vergleich, dass auch die EVG bei ihren Verhandlungen ursprünglich eine Laufzeit von max. 1 Jahr gefordert hatte und das Ergebnis der Schlichtung bei einer Laufzeit von etwas über 2 Jahren deutlich hinter den Forderungen zurückgeblieben ist.)

  10. Einer der wenigen Menschen aus der Union, die ich Aufrichtig respektiere.

  11. Alternativer Titel: Wieso das eigene Auto in Deutschland alternativlos ist.

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