Zeiten ändern sich: Microsoft hilft bei Linux-Installation

by i-have-no-mouth

9 comments
  1. Diese Stutenbissigkeit von Seiten Microsoft habe ich nie wirklich verstanden. Linux und Windows funktionieren sehr gut zusammen, und ergänzen sich.

  2. > If Microsoft ever does applications for Linux it means I’ve won.
    – Linus Torvalds

    Gut, das ist schon vor längerer Zeit passiert, aber dass die sogar bei ner Linuxinstallation helfen, hätter sich wohl nicht erträumt.

  3. WSL ist einfach super. Damit kann ich die haushoch überlegenen such- und Filterkommandos von Linux ohne irgendwelche Aufwand direkt auf meinem Windows-System (das deutlich bessere Programmvielfalt bietet) nutzen.

  4. Die sollten mal dafür sorgen dass deren Installer Linux-Betriebssysteme erkennt und automatisch in deren Bootmanager aufnimmt, damit man nach einer Windows-Installation nicht umständlich ins Linux booten muss und den Bootloader neu schreiben muss.

  5. Ich hätte gerne ein LSW – Linux Subsystem for Windows.

    Gibt einfach ein paar Programme die man nicht mit Wine zum laufen bekommt – Office zum Beispiel. Und Wine ist auch ist nur halbwegs kompatibel.

    Ich vermisse zb Notepad++ oder Irfanview doch zu sehr (Die Version in Wine braucht bei mir 1-3 Sekunden zum Starten, viel zu lange für einen produktiven Arbeitsalltag. Und viele Feature wie drag&drop gehen nur eingeschränkt).

  6. Find ich gut, auch wenn ich nicht verstehe warum sie das tun. Die ganzen Spekulationen unter den Beiträgen bei Heise und Golem kann ich nur schwer nachvollziehen.

    Aber ich kann berichten, dass mein Arbeitsplatz seit Windows XP kein Windows mehr gesehen hat. Nach Kubuntu ist es heute OpenSUSE LEAP (mit KDE Desktop), mit dem ich aber sowas von zufrieden bin.

    Für Internet, Mail, Office und viele Alltags-, Admin- und Entwickler-Jobs ist Linux zu 100% ein guter Ersatz. Libreoffice ist das Unternehmens-Dokumentenformat. Mail und Kalender sind mit Thunderbird prima gelöst (IMAP). Alles easy per Google-Konto mit dem Handy synchronisiert. Ich hab meinen Rechner locker 30 Tage ungebootet am laufen, nutze den täglich 8 Stunden, und das ohne dass er irgendwie langsamer wird. Es ist ein 4-Kern Intel i5-7600K mit genug RAM und SSD und der läuft noch immer pfeilschnell.

    Anydesk und Teamviewer sind nativ am laufen. Remote-meetings sind mit [whereby.com](https://whereby.com) Plattformunabhängig und einwandfrei organisiert. Webcam (Microsofr LifeCam HD-3000) und Headset (Onboard-Soundkarte) laufen ohne jeden Fehler. Ich brauch wirklich kein Teams oder Zoom.

    Ich nutze VirtualBox für eine Windows-VM, auf der ich Software laufen lasse die sich bisher unter Linux nicht substituieren lies (Bildbearbeitung/Layouting und HBCI-Bankingsoftware). Da ich das nicht täglich mache, sind die VM’s eine prima Lösung. Das gleiche gilt für eine VM auf der ich Programme für Windows compiliere oder anpasse, weil es dazu eben Windows braucht wenn ich das Programm für Windows liefern möchte.

    Von Update-Zwang, eingebauter Spionage, Anti-Virus-Software, vorinstalliertem unnützen Kram und vielem anderen bin ich seit Jahren befreit. Dazu kann ich meine bestehende Hardware wie einen Fujitsu Durchzugsscanner weiter nutzen. Der funktioniert mit Linux “out of the box” ohne weiteres zutun (SANE). Für Windows 7 und höher sind keine Treiber mehr zu bekommen oder funktionsfähig. Eigentlich wäre der Scanner desswegen Elektroschrott. So nutze ich den alle paar Wochen mit Freude.

    Auch meine zwei in die Jahre gekommenen Laptops laufen mit Xubuntu und SSD flink wie am ersten Tag. Perfekt als Musikplayer, mobiles Office (Libreoffice) und als treuer Begleiter im Urlaub. Mit Windows wäre die Hardware längst aussortiert… Und ein neuer Business-Laptop von TUXEDO läuft mit Linux perfekt, zuverlässig und komfortabel.

    Nur wenn jemand Adobe-Produkte oder spezielle Software (CAD, Musik, Konstruktion etc) braucht, kommt er eben um Windows nicht umhin. Und die Gamer sind mit Windows sowieso besser bedient.

    TLDR: Wenn man mit Standard-Aufgaben klarkommt ist Linux ein super Betriebssystem. Einarbeitung muß sein. Auch eine Umgewöhnung ist sicher nötig und unvermeidbar (Konsole). Aber wer das erste halbe Jahr geschafft hat, will nie mehr zurück 😉

  7. Man muss schon ganz ehrlich sagen, von Ballmers ‘GNU is a cancer’ hat sich Microsoft in der letzten Dekade oder so schon sehr verbessert.

    Das fing quasi damit an, dass sie den .NET kernel open source gemacht haben, und seitdem doch viele Erfolgsprojekte gehabt haben wie z.B. VSCode, der der de-facto Entwicklungseditor geworden ist, und WSL2, die eine Linux-VM in der Standard-Windows-Installation laufen laesst.

    Ich denke, wenn sie das nicht gemacht haetten, waeren sie ueber kurz oder lang auch in die relative Bedeutungslosigkeit verschwunden, nachdem sie den kompletten Mobilmarkt verschlafen hatten.

    Inzwischen wuerde ich fast Apple als ‘more evil’ ansehen. Der Safari ist der neue Internet Explorer.

  8. Ach deshalb hab ich jetzt nen Linux Eintrag im Explorer. Hab mich schon gewundert. 😀

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