Lindners Spar-Dogma zerschellt an der Realität – wer hätte es gedacht?
Wir sind in einer Krise, die Schuldenbremse muss erneut ausgesetzt werden. Es braucht ein massives Konjunkturpaket, und Sondervermögen für Bildungspolitik, öffentliche Infrastruktur sowie ein staatliches Wohnungsbau-Programm. Alles flankiert von Bürokratieabbau, um auch die Privatwirtschaft in Gang zu kriegen.
Ich dachte Wirtschaftsexperten aus jeder politischen Ecke wären eigentlich dagegen und pochen eher auf Reformen und Erneuerbare Energien-Ausbau.
Äh das sagt er gefühlt doch schon die ganze Zeit?
Weiß nicht ob man die EZB bekämpfen sollte, wenn ihr Job noch nicht erledigt ist. Inflation hat eine eigene Dynamik und schadet wirklich jedem. Ob ein Konjunkturprogramm hingegen allen nützt ist eine andere Frage und kommt sehr stark auf die konkreten Förderungen an. So ein Müll wie Abwrackprämie können die sich gerne sparen.
Bitte lasst uns weiterhin aktiv gegen die EZB arbeiten. Das wird sicherlich helfen… /s
Ohne eine ordentliche Rezession und paar Schmerzen wird es nie besser. Wenn wir die Wirtschaft immer weiter ankurbeln und die Leute den überteuerten scheiß kaufen, wird es immer schlimmer. Den Leuten soll das Geld ausgehen. Nicht-rentable Zombie-Firmen sollen pleite gehen. Es muss aussortiert werden, damit die Wirtschaft letzten Endes gestärkt aus der Krise hervor gehen kann.
Im Endeffekt lernt der Staat vll mal mit Geld umzugehen und Firmen überlegen sich, was sie wirklich brauchen und werden auch effizienter.
Das geht alles völlig an der Realität vorbei.
Die 2 Jahre Pandemie haben uns (neben allen anderen Krisen) als Finale einer deutlich komplexeren Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2009, in den Ruin getrieben.
Das Geld lag 10 Jahre sooooo locker und es wurde immer mehr in den Kreislauf gepumpt. Das konnte nur schief gehen.
Es lohnt sich immer ein Blick auf die Rohstoffe. Die Preise sind trotz Zinserhöhung stabil. Das ist völlig anormal. Banken pumpen sich mit Gold voll und sitzen demnächst dazu noch auf billig einkassierten Immobilien. Das stärkt die geforderte Eigenkapitalerhöhung der Finanzwirtschaft… es geht alles in eine Richtung.
Dazu geopolitisch und religiös orientierte Kriegsschauplätze, die den wirtschaftlichen Niedergang der westlich-kapitalistischen verhindern sollen.
Und an den konjunkturpaketen verdienen die Banken. Wie die KfW, die für einen Studentenkredit fast 10% Zinsen nimmt….
Willkommen in der neuen Welt!
Ja Deutschland braucht ein echtes Konjunkturpaket, dabei ist es egal ob es aus dem Wirtschaftsministerium kommt oder aus dem Finanzministerium.
Das Deutsche Spar-Dogma wird halt mit der Realität konfrontiert. Ja es war gut eine Zeit lang mehr zu sparen bzw. eine Schwarze Null zu verfolgen, aber nicht in einem Zeitraum wo man in einem Wirtschaftlichen, Energietechnischen und Bevölkerungstechnischem Wandel ist und das halt nicht nur in Deutschland sondern quasi Global. Man könnte auch sagen die Globalisierung läuft langsam aus (zumindest so wie wir sie bisher kannten).
Ein massives Konjunkturpaket im Idealfall angelegt über ~5-10 Jahre in einem Volumen was gerne auch bis an die Billion gehen darf. Diese Summe klingt erstmal unfassbar hoch, wäre aber pro Jahr “nur” 100 Milliarden, dafür um die Bildungspolitik zu sanieren, die öffentliche Infrastruktur zu erhalten & modernisieren sowie auszubauen (besonders die Schiene), Umschichtung der Rentenversicherung, Integrations- & Migrationsförderung und vor allem eben ein Wohnungsbau-Programm wo entweder der Bund oder die Länder im Auftrag des Bundes dahinter stehen.
Wenn die Länder und Kommunen es z.B. beim Wohnungsbau nicht hinbekommen sollte der Bund eben überstimmen dürfen, weg von Siedlungen aus freistehenden EFHs hin zu 4-6 Stöckigen MFHs / Wohnungsgebäuden im Idealfall mit Grünflächen im Innenhof / um die Gebäude oder auf den Gebäudedächern. Dazu muss vom Bund mal ein Riegel gegen alle möglichen Behinderungen gegen Neubauprojekte vorgeschoben werden.
Ja einiges davon kann man auch mit einer Lockerung der Regulierungen deutlich beschleunigen, dennoch sind es alles Bereiche die am besten gestern anstelle von Morgen angepackt werden hätten müssen.
Am Ende kann ein Konjunkturpaket ja auch nur recht wenig Geld sein und dafür einfach nur ein enormer Abbau an Bürokratie und Regularien sowie Reformen und noch stärkerer Ausbau von Erneuerbaren.
Es muss also wenn richtig gedacht nicht mal viel Geld sein, auch wenn das natürlich früher oder später auch nötig sein wird, wenn man sich unsere Infrastruktur anschaut.
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Lindners Spar-Dogma zerschellt an der Realität – wer hätte es gedacht?
Wir sind in einer Krise, die Schuldenbremse muss erneut ausgesetzt werden. Es braucht ein massives Konjunkturpaket, und Sondervermögen für Bildungspolitik, öffentliche Infrastruktur sowie ein staatliches Wohnungsbau-Programm. Alles flankiert von Bürokratieabbau, um auch die Privatwirtschaft in Gang zu kriegen.
Ich dachte Wirtschaftsexperten aus jeder politischen Ecke wären eigentlich dagegen und pochen eher auf Reformen und Erneuerbare Energien-Ausbau.
Äh das sagt er gefühlt doch schon die ganze Zeit?
Weiß nicht ob man die EZB bekämpfen sollte, wenn ihr Job noch nicht erledigt ist. Inflation hat eine eigene Dynamik und schadet wirklich jedem. Ob ein Konjunkturprogramm hingegen allen nützt ist eine andere Frage und kommt sehr stark auf die konkreten Förderungen an. So ein Müll wie Abwrackprämie können die sich gerne sparen.
Bitte lasst uns weiterhin aktiv gegen die EZB arbeiten. Das wird sicherlich helfen… /s
Ohne eine ordentliche Rezession und paar Schmerzen wird es nie besser. Wenn wir die Wirtschaft immer weiter ankurbeln und die Leute den überteuerten scheiß kaufen, wird es immer schlimmer. Den Leuten soll das Geld ausgehen. Nicht-rentable Zombie-Firmen sollen pleite gehen. Es muss aussortiert werden, damit die Wirtschaft letzten Endes gestärkt aus der Krise hervor gehen kann.
Im Endeffekt lernt der Staat vll mal mit Geld umzugehen und Firmen überlegen sich, was sie wirklich brauchen und werden auch effizienter.
Das geht alles völlig an der Realität vorbei.
Die 2 Jahre Pandemie haben uns (neben allen anderen Krisen) als Finale einer deutlich komplexeren Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2009, in den Ruin getrieben.
Das Geld lag 10 Jahre sooooo locker und es wurde immer mehr in den Kreislauf gepumpt. Das konnte nur schief gehen.
Es lohnt sich immer ein Blick auf die Rohstoffe. Die Preise sind trotz Zinserhöhung stabil. Das ist völlig anormal. Banken pumpen sich mit Gold voll und sitzen demnächst dazu noch auf billig einkassierten Immobilien. Das stärkt die geforderte Eigenkapitalerhöhung der Finanzwirtschaft… es geht alles in eine Richtung.
Dazu geopolitisch und religiös orientierte Kriegsschauplätze, die den wirtschaftlichen Niedergang der westlich-kapitalistischen verhindern sollen.
Und an den konjunkturpaketen verdienen die Banken. Wie die KfW, die für einen Studentenkredit fast 10% Zinsen nimmt….
Willkommen in der neuen Welt!
Ja Deutschland braucht ein echtes Konjunkturpaket, dabei ist es egal ob es aus dem Wirtschaftsministerium kommt oder aus dem Finanzministerium.
Das Deutsche Spar-Dogma wird halt mit der Realität konfrontiert. Ja es war gut eine Zeit lang mehr zu sparen bzw. eine Schwarze Null zu verfolgen, aber nicht in einem Zeitraum wo man in einem Wirtschaftlichen, Energietechnischen und Bevölkerungstechnischem Wandel ist und das halt nicht nur in Deutschland sondern quasi Global. Man könnte auch sagen die Globalisierung läuft langsam aus (zumindest so wie wir sie bisher kannten).
Ein massives Konjunkturpaket im Idealfall angelegt über ~5-10 Jahre in einem Volumen was gerne auch bis an die Billion gehen darf. Diese Summe klingt erstmal unfassbar hoch, wäre aber pro Jahr “nur” 100 Milliarden, dafür um die Bildungspolitik zu sanieren, die öffentliche Infrastruktur zu erhalten & modernisieren sowie auszubauen (besonders die Schiene), Umschichtung der Rentenversicherung, Integrations- & Migrationsförderung und vor allem eben ein Wohnungsbau-Programm wo entweder der Bund oder die Länder im Auftrag des Bundes dahinter stehen.
Wenn die Länder und Kommunen es z.B. beim Wohnungsbau nicht hinbekommen sollte der Bund eben überstimmen dürfen, weg von Siedlungen aus freistehenden EFHs hin zu 4-6 Stöckigen MFHs / Wohnungsgebäuden im Idealfall mit Grünflächen im Innenhof / um die Gebäude oder auf den Gebäudedächern. Dazu muss vom Bund mal ein Riegel gegen alle möglichen Behinderungen gegen Neubauprojekte vorgeschoben werden.
Ja einiges davon kann man auch mit einer Lockerung der Regulierungen deutlich beschleunigen, dennoch sind es alles Bereiche die am besten gestern anstelle von Morgen angepackt werden hätten müssen.
Am Ende kann ein Konjunkturpaket ja auch nur recht wenig Geld sein und dafür einfach nur ein enormer Abbau an Bürokratie und Regularien sowie Reformen und noch stärkerer Ausbau von Erneuerbaren.
Es muss also wenn richtig gedacht nicht mal viel Geld sein, auch wenn das natürlich früher oder später auch nötig sein wird, wenn man sich unsere Infrastruktur anschaut.