Mehr Bäcker-Nachwuchs durch andere Arbeitszeiten?

by BloederFuchs

11 comments
  1. Kommentare à la “die Jugend will heutzutage bis 12 ausschlafen und weiß schon gar nicht mehr, was frühes Aufstehen ist” ist drei, zwei, eins…

  2. Sind wir mal ehrlich, viele Bäckereien nutzen eh nur noch Industrieware, da muss man nicht wirklich viel vorbereiten und wenn doch kann man das wie die eine Bäckerei auch am Vortag machen und dann sind so Öffnungszeiten wie von prôt auch mehr als Ausreichend, quasi die Brötchen oder das Brot dann fertig wenn die Leute ihre Pausen machen (wäre ja u.a. wichtig für die, die hier die Rush-Hour anmerken.)

    Die Innungssammlung scheint auch so vom Schlag zu sein: “War früher auch schon so, die sollen sich heute mal nicht so anstellen”, wenn man auf Vorschläge eines gut laufenden Unternehmens mit tatsächlich realistischer “Kritik” am Berufsbild einfach so niederschmettert.

    Um ehrlich zu sein, dann müssen halt noch mehr Bäckereien sterben.

    Vielleicht aber auch nur vielleicht wäre es aber auch generell besser und einfacher eben die Öffnungszeiten zu verschieben oder wenn man schon so früh aufmacht und dann quasi die Nacht arbeitet, auch den Laden früh zu schließen, muss dann ja nicht von 6 bis 18 Uhr auf haben, mit zwei Schichten. 6 bis 12 tut es auch und wenn die vorbereiteten Brötchen, Brot und Co. leer sind, dann sind sie halt leer.

    Work-Life-Balance ist auch im Bäckerhandwerk möglich, die sieht dann vielleicht anders aus wie im Büro Job, aber existiert trotzdem.

  3. Lt. Google verdient ein Bäcker rund 2000€ brutto.
    Ob es vielleicht daran liegen könnte, dass frühes Aufstehen so unattraktiv ist?

    /s

  4. Der Artikel gibt die Antwort ja bereits selbst.

    > Im dritten Ausbildungsjahr bekomme ein Azubi gerade mal 1.000 Euro netto im Monat, da sei die Motivation gering, mitten in der Nacht aufzustehen.

  5. Bei uns hat so ein Bäcker aufgemacht nach selbem Prinzip, Öffnungszeiten 11-18:30 Di-Fr, Samstags 9:30-13:00, sehr gutes Brot, junges Team.

  6. Ich weiß ja nicht, wie das bei den Bäckern abläuft, ob die nur einmal morgens ihre Filialen beliefern, oder auch noch einmal später am Tag. Jene zweite Belieferung sorgt auch schon dafür, dass die Arbeitszeiten weiter in den Tag hinein verlegt werden können und die Kunden erhalten somit auch noch später am Tag mehr “frische” Ware, als wenn diese schon seit morgens im Regal liegt (Win-Win).

    Aber egal ob die Vorbereiten-und-Kühlen-Methode und/oder die Zweite-Lieferung-Methode: Beide sorgen für Extra-Kosten, und das (fast) nur für “bequemere” Arbeitszeiten! Es kann halt nicht jeder Job ein 8-16er sein. Und umgekehrt mag der ein oder andere vllt. Arbeitszeiten, bei denen man die Freizeit tagsüber, wenn es hell ist, hat, was eigentlich das beste Argument ist.

  7. “Leider verhält sich die Gesellschaft nicht so zu meinem Vorteil wie ich das gerne hätte” von allen möglichen Unternehmern ist auch so ein Genre an sich.

  8. Da es heutzutage adäquate Backware in den meisten Supermärkten gibt, erstaunt mich sowieso, dass es noch so viele Bäckereien gibt.

    Klar schmeckt es bei einem guten Bäcker besser, aber ist halt dann irgendwo ein Luxusprodukt und ein Marktsegment, was mit weniger Bäckereien vielleicht auch schon gut bedient wäre.

  9. Hier haben sie erst eine neue Bäckereifiliale gebaut, Top Lage, gutes Einzugsgebiet. Aber es gibt kein Personal. Der Standort ist nie geöffnet worden. Stattdessen haben nun zwei weitere Standorte “vorübergehend” geschlossen und überall hängen Plakate mit Personalgesuchen. Komisch, dass die in einer Studentenstadt kein Personal finden, welches morgens früh arbeiten will für wenig Geld…

  10. Ich war mal Aushilfe beim Aufbackbäcker und schon das war die Hölle. Morgens viertel vor 4 die Teiglinge in Empfang nehmen, richtig übel. Ab und zu hab ich auch einfach verschlafen.

    Nachts arbeiten ist generell nicht so das Problem für mich, aber dann lieber 21:00 bis 6 Uhr morgens. Mit dem frühen Aufstehen bein Bäcker hat man halt überhaupt keine normale Freizeit mehr.

  11. Ich mir wünschen nach meiner eigenen Arbeit um 17 oder 18 Uhr überhaupt noch Brot zu bekommen. Soll ich das in der Mittagspause kaufen oder wie?

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