Gastronomie hat in Coronapandemie rund 100.000 Beschäftigte verloren

by Unlucky_Gap_4430

18 comments
  1. Frankreich und Luxemburg haben das gleiche Problem. Und Eigentümer sind “sich nicht bewusst warum keiner mehr in der Gastronomie arbeiten will”.

  2. “Gastronomie hat in Coronapandemie rund 100.000 Beschäftigte endgültig weggeekelt.”

  3. Weiß jemand die Aufschlüsselung Stadt/Land? Zumindest in den hippen Innenstadtbezirken kommt mir vor, es gab noch nie so ein großes Essensangebot auf so engem Raum. Aber könnte mich auch täuschen.

  4. Wenn es nur etwas gäbe, das Angestellten das Arbeiten schmackhaft machen würde. Vielleicht etwas, das sie hinterher gegen Waren und Dienstleistungen tauschen könnten…

    Genau, wir klatschen ab sofort einmal pro Woche für alle Angestellten der Gastronomie.
    Und wir brauchen mehr Politiker, die sich über die schlechte Arbeitsmoral der jungen Leute aufregen

    Das sollte das Problem doch lösen, oder?

  5. Zum Teil war da auch die Politik schuld. Es gab keine Perspektive für alle die nicht arbeiten durften und wenn man Menschen zum wechseln aus der Branche zwingt, braucht es natürlich mehr um wieder zurück zu wechseln. Für die meisten braucht es sogar sehr viel, um ihre Arbeit zu wechseln. Auch wenn diese Menschen in schlechter bezahlte Jobs gewechselt sind, kommt wieder neuer Stress ins Leben beim Arbeitswechsel und natürlich sind viele auch in bessere Jobs gewechselt.

    Die Fehler kann man jetzt nicht mehr korrigieren, neue Arbeitskräfte anwerben wird nicht günstig, Restaurant und Kneipen werden teuerer und für viele fällt damit ein wichtiger Teil Lebensfreue weg.

  6. Wie oft ich in den letzten Monaten von Familie/Verwandten gehört habe “ja aber wo sind denn die ganzen Leute hin??!?!?!”.

    Mit Mindestlohn lockst du eben heutzutage niemanden mehr an, der andere Optionen hat. Wenn deswegen Familiebetriebe schließen müssen ist es zwar schade aber ich denke, dass die dann schon länger nicht mehr gut liefen und sich rentiert haben.

  7. Und das merkt man wirklich bei fast jedem Restaurantbesuch. Die Mitarbeiter dort sind meist nur Aushilfskräfte (Studenten/Minijobber etc.) weshalb auch bei vielen ehemaligen Top-Restaurants meiner Stadt der Service wirklich stark nachgelassen hat.

    Kein Vorwurf an die Aushilfskräfte oder Minijobber die das als Nebenjob betreiben! Ich finde es Wahnsinn dass von denen verlangt wird einen kompletten Freitagabend teilweise alleine im Service zu schmeißen. Aber wo soll denn der gute Service auch herkommen wenn es keine “gelernte” Kraft mehr im Service gibt, die so etwas vorlebt.

  8. Komisch das weniger Menschen bock haben für Mindestlohn 14 Stunden Schichten zu schieben bis mitten in der Nacht und am Wochenende, WORAN LIEGT DAS?

  9. Wie wäre es den Gesetzen des Marktes zu folgen und einfach mal höhere Löhne zu zahlen? Vielleicht auch nur ein irrer Gedanke.

  10. Arbeite aktuell auch nebenbei in der Gastro als Servicekraft. Und ganz ehrlich – es ist auch einfach undankbar. Anstrengende, körperliche Arbeit ohne geregelte Pausen – das liegt einfach in der Natur der Branche. Bei über 30 Grad im Sommer in praller Sonne über die Terrasse hechten. Selbstverständliche Sonn- und Feiertagsarbeit und freche Gäste. Bei uns im Restaurant finden oft Veranstaltungen statt und gerade dort wird man von den Gästen oft wie ein billiger Arbeitssklave behandelt. Ich wurde schon belästigt, mit Geld beworfen und beleidigt.

    Es gibt extremen Personalmangel und man macht oft Arbeiten mit, die gar nicht im Vertrag stehen, weil sie einfach gemacht werden müssen, aber halt keiner da ist.

    Das Gehalt? Mindestlohn oder 13€/h, ohne wirkliche Aufstiegschancen oder Perspektiven. Keine Feiertags oder Sonntagszuschläge. Klar, man bekommt Trinkgeld, aber das wiegt die Nachteile nur schwer auf.

    Meine größte Motivation für die Schule ist, nicht auf ewig in der Gastro vergammeln zu müssen. Verstehe echt jeden, der sich umorientiert hat.

  11. Immer wieder spannend wie hart das Lohngefälle in der Gastro eigentlich war. Glückwunsch an alle die den Absprung geschafft haben!

  12. Selbstbedienung einführen, Arbeitskräfte einsparen

  13. Tja, wären die Gäste halt nur bereit vernünftige Preise für die gebotenen Dienstleistungen auch zu zahlen und dann auch noch in der Lage Wertschätzung für die erhaltene Dienstleistung zu zeigen. Und nein, ich meine damit nicht das Trinkgeld. Wenn ich mir hier aber das Gejammere über die Dönerpreise anhöre, wundert mich nix mehr.

  14. Habe selbst in der Gastronomie von 2013-2016 gearbeitet. 1800 brutto, teilweise ein wenig Trinkgeld, drei Schichten System, unbezahlte Wochenenden und Feiertage arbeiten, kein Boni, wöchentlicher Dienstplan und ein Jahr im Voraus schon Urlaub verplanen.

    Ja ne danke zu dem ganzen Mist

  15. Und jetzt will die Gastro weiter den Ermäßigten Steuersatz von 7% den wir Steuerzahlende ausgleichen dürfen. Während Grundnahrungsmittel im Supermarkt wie z.B. Hafermilch mit 19% zu buche schlägt.

  16. Wenn ein Restaurant nicht für die eigenen Angestellten ein bisschen attraktiv ist, dann hat es eben kein tragfähiges Geschäftsmodell mehr. Dann gibt es eben paar Restaurants weniger. Hoffentlich geht es zu besserer Qualität (und teurer), aber vermutlich landen wir bei billig und Masse.

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