
Spotify schließt kleine Künstler und White Noise von Einnahmen aus – Spotify will seine Lizenzzahlungen umstellen. Die großen Künstler bekommen mehr – auf Kosten anderer.
by MarkSackhaarberg

Spotify schließt kleine Künstler und White Noise von Einnahmen aus – Spotify will seine Lizenzzahlungen umstellen. Die großen Künstler bekommen mehr – auf Kosten anderer.
by MarkSackhaarberg
16 comments
Reverse Robin Hood.
Klingt für mich erstmal nach einer sinnvollen Umstellung. Ist vermutlich ein ziemlicher Aufwand jedem Otto auf Spotify seine paar Cent/Euro auszuzahlen 🤷♂️
Große Künstler werden durch das bestehende Modell ja eh schon bevorzugt. Keine Ahnung warum das jetzt noch weiter ausgebaut werden muss.
Abgesehen davon frage ich mich wie das jetzt funktionieren soll. Kleine Künstler sollen Spotify ihre Musik jetzt einfach umsonst zur Verfügung stellen?
Einerseits nachvollziehbar, andererseits waere schoener natuerlich pro Kuenstler ueber alle Tracks zu summieren. Wenn man dann unter 5ct insgesamt liegt, wird wohl keiner weinen.
Aber falls, koennte man ja ggf. irgendwelche Credits einfuehren. Das Ding ist aber, dass Implementierung von sowas in so einer Firma schon echt ganz schoen viel kostet.
Aber noch ist es glaube ich nicht endgueltig entschieden, daher muss man in 2024 mal gucken.
edit: Typos
> Künftig sollen nur noch Künstler bezahlt werden, die über das Jahr gerechnet eine bestimmte, nicht näher genannte Menge an Streams verzeichnen können. Wer unterhalb dieser Schwelle bleibt, wird nicht entlohnt. Laut den MBW-Quellen sollen dadurch etwa 0,5 Prozent der Streamshare-Ausgaben wegfallen, die dann auf die restlichen, größeren Künstler verteilt werden.
> Wie hart das die kleineren Künstler trifft, ist strittig: Dem Bericht zufolge wird ein einzelner Stream auf Spotify mit etwa 0,003 US-Dollar belohnt. Wer also unterhalb der von Spotify gesteckten Schwelle bleibt, hätte wohl ohnehin nur Cent-Beträge ausgezahlt bekommen. Weil für Spotify aber sehr viele von diesen Mini-Ausgaben anfallen, könnte die Maßnahme laut MBW 40 Millionen US-Dollar pro Jahr einsparen.
Klingt vernünftig, interessant wird noch wo genau die Schwelle liegen wird.
> White Noise
Ob da auch [Vomir](https://open.spotify.com/artist/34OgN0uwXGQtyHZvnmNSK4?si=t6SWqIkwTPGqZ5JWK0eJ8A) oder [The Cherry Point](https://open.spotify.com/artist/7uAlcKRFLIs5Ep4yqTznco?si=94inYUYvTh6pB0iOlaSXcA) von betroffen sind Ü
Dachte nicht, dass Spotify noch härter auf Indie-Musiker scheissen könnte.
Also ich hatte nie vor mit Spotify auch nur einen Cent wieder zu sehen, ist für mich einfach nett das Leuten zum Reinhören geben zu können.
Mit bandcamp hab ich über die Jahre eh schon viel mehr bekommen (obwohl alles for free ist), aber da weiß man eben auch nicht mehr, ob das Modell langfristig bleibt seit dem Verkauf.
Gleichzeitig kann ich das hier echt verstehen. Ich hatte vorher nur einmal von diesem White Noise Problem gelesen und wenn dann schon so “auf 31 Sekunden getrimmt” wird ist das halt einfach bullshit. Und mir und ähnlichen 0,003 Cent oder so auszuzahlen, ick wees ja nich… brauch ich nicht.
Große Künstler bekommen die Einnahmen von kleinen Künstlern?
Hat da jemand versehentlich die GEMA nachgebaut?
der markt regelt
also wie GEMA?
Deshalb bin ich kein Kunde von Spotify, sondern zahle direkt an Künstler bzw. kleine Labels.
Oder über faire(re) Dienste wie Bandcamp.
Ab zu SoundCloud
Bestätigt mich nur darin weiterhin den Dienst nicht zu nutzen.
Als jemand der fast nur unbekannte kleine Musiker hört und den Mainstream Müll ablehnt finde ich das mega unnötig.
Alternativen für Spotify bitte.
Ich verstehe einfach nicht, wieso man so einen Streaming-Dienst nicht so aufziehen kann, dass die Einnahmen an die individuell gehörten Künstler ausgezahlt werden. Jemand zahlt 10€ pro Monat und hört Künstler A, B und C, also erhalten Künstler A, B und C prozentual was von den 10 € anhand des entsprechenden Schlüssels, der auf den Abrufen des einzelnen Nutzers basiert, minus Gebühr für den Streamingdienst. Dann kriegt meinetwegen Künstler A 2 €, B 5 €, C 1,50 € und der Streamingdienst behält 1,50 €.
Warum zur Hölle muss ich mit meinen 10 € Beitrag fucking Taylor Swift bezahlen, die ich am liebsten gar nicht auf der Plattform hätte, nur damit andere die hören können, weil sie sonst aufgrund von Geldgier gar nicht dort wäre?
Lasst mein Geld einfach an die Künstler gehen, die ich selbst höre. Und wenn ich in einem Monat mal auf einer Party die Musik mache und da dann Taylor Swift gewünscht wird, dann kriegt sie ja auch was von meiner Kohle.
So könnte man übrigens als Streamingdienst auch kein Minus machen, weil man keine Mindestbeträge an die ach so tollen „großen“ Künstler zahlen muss. Man zahlt aus, was reinkommt und behält einen Prozentsatz selbst.
Zudem könnten auch kleinere Künstler davon leben. Wenn da 10.000 Leute diese Band monatlich zu 20% hören, bekommen die irgendwas um die 17.000 €/Monat minus eigene Kosten – da kann man ne kleinere bis mittlere Band sehr gut von finanzieren. Derzeit ist Streaming für neue Bands dagegen ein Minusgeschäft.
Einige Dienste starten dieses Modell bereits (Deezer beispielsweise). Leider nur anteilig, sodass irgendwas um die 10-20% direkt an die individuell gehörten Künstler gehen und der Rest wieder in den allgemeinen Topf, aus dem dann nach den jeweiligen Verträgen insbesondere an die „Großen“ verteilt wird.