
Frauenstreik in Island: »Wenn hier das Frauen-Paradies ist, habe ich Angst, wie der Rest der Welt aussieht« | Island gilt als Musterland für Gleichberechtigung. Nun haben mehr als die Hälfte der Frauen die Arbeit niedergelegt. Die Organisatorin Drífa Snædal erklärt, was sie wollen.
by Europeaball
10 comments
Einfach die Hälfe der gesamten weiblichen Bevölkerung streikt und legt die Arbeit nieder, wie unglaublich based ist das bitte…
“Es sollte eine Kommission geben, die verschiedene Branchen im Blick hat und dafür sorgt, dass Kindergärtnerinnen oder Lehrerinnen nicht schlechter bezahlt werden als Busfahrer oder Polizisten. Momentan setzen wir ein Pilotprojekt dafür auf.”
Warum werden diese Leute eigentlich nie nach der Logik gefragt die hinter ihren Gedanken steckt? Ich mein der Satz ist einfach nur dumm da er 4 Berufe vergleicht die quasi alle Unterschiedliche Ausbildungsniveaus haben. Selbst wenn man das Gender-Pay gap argument unterstützt mach dieser Satz keinen Sinn.
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Mit fault das Hirn von „Angebot und Nachfrage“ – Klugscheißerei. Wer das sagt, hat keine Ahnung vom Arbeitsmarkt oder „dem Markt“ allgemein! Hört auf Headlines wiederzugeben. Das ist ja nicht mal Mittelstufen-Niveau!
Das ist eine Theorie, die selbst derjenige, der sie aufgeschrieben hat (Smith), in der Realität für utopisch hält!
Ich finds großartig.
Sonst hört man hier allenthalben das blinder Glaube an “den Markt” schlecht sei, das dieser in sehr vielen Situationen versagt und schlechte bis schreckliche Ergebnisse vorbringt etc.
Und hier:
– “Angebot und Nachfrage”
– “Ja, aber ”
– **”ANGEBOT UND NACHFRAGE”**
Mit Sicherheit wird diese Aktion dazu führen, dass Betriebe mehr an Frauen interessiert sind. Das treibt dann durch Wettbewerb die Gehälter hoch.
Absolut melodramatisch.
>Es sollte eine Kommission geben, die verschiedene Branchen im Blick hat und dafür sorgt, dass Kindergärtnerinnen oder Lehrerinnen nicht schlechter bezahlt werden als Busfahrer oder Polizisten.
In letzter Konsequenz müsste man also alle Berufe Islands nach einem Einheitslohn bezahlen, d.h. alle bekommen dasselbe. Anders sind ihre Forderungen nicht umsetzbar und man hätte immer irgendwo ein Ungleichgewicht.
Diese Extremisten werden es eh nicht checken. Am besten einfach ignorieren
Unfassbar, was für reaktionäre Impulse das hier in den Kommentaren erzeugt.
Also erstmal finde ich es echt verdammt stark so viele Leute auf die Straße zu bekommen, Hut ab.
Leider sind die Begründungen der Organisatorin teilweise wieder etwas abstrus bzw. Populärwissenschaftlich.
Und obwohl wir inzwischen besser ausgebildet sind als Männer **und ein Equal-Pay-Gesetz haben, das Firmen vorschreibt, bei gleicher Tätigkeit und Position auch das gleiche Gehalt zahlen zu müssen**
Also liegt es schonmal nicht an einer tatsächlichen schlechterBEZAHLUNG für gleiche Arbeit.
>verdienen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer. Das geht nur, weil Berufe mit hoher Frauenquote bis heute systematisch schlechter entlohnt werden.
Oder Arbeitszeit, Beschäftigungsumfang, Position, Ausfallzeiten usw. Ja, Branche und Bildungsstand spielen auch eine Rolle, sind aber nicht das einzige Kriterium.
>Männer ohne Ausbildung gehen in die Fischerei oder die Aluminiumindustrie und verdienen dennoch gut. Frauen können das nicht.
Warum?