
Boris Pistorius: “Wir müssen kriegstüchtig werden” | Boris Pistorius fordert einen „Mentalitätswechsel“ – und mehr Wehrhaftigkeit. Deutschland müsse sich an den Gedanken eines Krieges in Europa gewöhnen.
by Nero2303

Boris Pistorius: “Wir müssen kriegstüchtig werden” | Boris Pistorius fordert einen „Mentalitätswechsel“ – und mehr Wehrhaftigkeit. Deutschland müsse sich an den Gedanken eines Krieges in Europa gewöhnen.
by Nero2303
25 comments
Habe erst “kriegssüchtig” gelesen…
Jedweder Wehrwillen ist ja leider abhanden gekommen. Wird hart das wieder aufzubauen, wenn auch Überlebensnotwendig.
Jede form von militarismus und nationalismus ist aus der deutschen gesellschaft entkernt, das kann man finden wie man will, ist aber zunächst einmal so würde ich sagen. Es ist nicht rational für ein land zu sterben bzw. zu töten. Ohne einen gewissen grad an nationalismus wird sich an der wehrhaftigkeit nichts ändern. Wer greift denn zur waffe für deutschland wenn die beziehung der meisten menschen eher der zwischen arbeitnehmer und angestelltem gleicht als einem vaterland?
So wie das Interview lief, kann man Pistorius sicher keine Untätigkeit vorwerfen aber die BW ist wahrscheinlich so marode, dass eine Amtszeit lange nicht ausreichen wird.
Ich finde wenn man sieht mit welcher Effizienz Ukraine sein Land mit Hilfe vom Westen verteidigt wenn die Motivation die eigene Autonomie ist wäre eine Rückkehr zur Wehrpflicht sicher ein Schritt in die richtige Richtung. So wären zumindest mehr Leute in der Grundausbildung gewesen. Für den Fall der Fälle.
Ein Grund für die Abschaffung der Wehrpflicht 2011 war das man schlicht keine Massenarmee brauche. 2022-23 beweist das Gegenteil. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand wenn andere Großmächte über die Grenze treten. Also könnte unsere Truppe auch nur eine Großstadt geschweige denn die Grenzen verteidigen.
Eine USA als Partner hilft sicher, aber nicht wenn die selbst im Südchinesischen Meer gerade mit China zündeln. Der Bündnisfall geht in alle Richtungen und wir stehen jetzt schon ohne Hosen da.
Allein die Anschaffung von Kriegsgerät wird die Wehrhaftigkeit nicht herstellen können. Dazu braucht es auch tatsächlichen Wehrwillen und der lässt sich nur durch einen gesellschaftlichen kulturellen Wandel herbeiführen. Wir können den Ukrainern dankbar sein, dass der Wille um die eigene Freiheit zu kämpfen, dort stärker ausgeprägt ist als hierzulande.
Eine gewisse wehrhaftigkeit, einfach dem eigenen Leben zuliebe, ist eigentlich ja nötig und Sinnvoll. Nicht nur nach außen, sondern auch nach Innen, Stichwort wehrhafte Demokratie.
Im Gegesatz zu anderen Kommentatoren denke ich noch nicht einmal, dass dies auf Nationalismus beruhen muss, sondern auch einfach auf Demokratie als Ideologie. Es ist natürlich dann zu hinterfragen, wie stark die Bevölkerung zur Demokratie steht, und letztendlich wird davon auch die Wehrhaftigkeit anhängen…
Ich möchte mich aber nicht daran gewöhnen.
Er hat recht, dass Deutschland wehrhafter sein muss. Ein starkes, mit Hochtechnologie ausgerüstetes Militär, aber immer noch mit pazifistisch-humanitärer Kernidee.
Im Zentrum all unserer Diskussion im internationalen Bereich sollte immer Frieden und Diplomatie stehen. Jedoch, anstatt Scheindiplomatie zu betreiben, weil man sich in keine Konflikte verwickeln will, konsequentes handeln einführen. Entweder hält man sich dann komplett raus, oder man hilft den Verbündeten.
Nö.
Zu viele Menschen wollen es halt leider partout nicht wahrhaben, das es nunmal nach wie vor Kräfte auf der Welt gibt, die sich nur mit Waffengewalt bzw. der Androhung derselben von Vernichtungskriegen abhalten lassen.
Mir wärs auch lieber wenns das Militär nicht brauchen würde, die letzten paar Jahre haben jetzt aber halt nunmal eindringlich gezeigt, dass das bestenfalls naives Wunschdenken ist.
Demokratie muss wehrhaft sein, nach innen wie außen.
>Deutschland müsse sich an den Gedanken eines Krieges in Europa gewöhnen.
Nur zur Erinnerung: Wir haben bereits einen Krieg in Europa und ich denke man hat sich (leider) schon daran gewöhnt. Offensichtlich meint er mit “Europa” aber die EU oder europäische NATO-Staaten. Und solche Aussagen sehe ich sehr kritisch, weil es dafür derzeit kein realistisches Szenario gibt. Wer sich mit der EU anlegt, legt sich nicht nur mit 27 Mitgliedsstaaten sondern indirekt auch mit den USA an. Natürlich sollte man Sicherheit nie als Selbstverständlichkeit sehen, und deshalb ist es auch wichtig, militärisch aufzurüsten, aber es gibt keinen Grund den Teufel an die Wand zu malen und einen Weltkrieg heraufzubeschwören.
Wir nehmen Dinge und vor allem unsere europäische Art zu leben als zu selbstverständlich hin. Es gibt genug Akteure in der Welt, denen das nicht passt. Im Zweifel sollten wir bereit sein, das zu verteidigen.
Allerdings kann ich jeden verstehen, der oder die keine Waffe anrühren möchte. Aber auch da gibt es Mittel und Wege, sich einzubringen.
Gegen welchen Feind denn? Also, ehrlich, wer glaubt dass Russland gegen die NATO einfach so über Polen hinwegpflügt und plötzlich in Brandenburg anklopft, der hat wahrscheinlich verdrängt, dass Russland seit fast zwei Jahren in der Ukraine festhängt.
Und die Argumente mit “wehrhafte Demokratie, Militär für innere Sicherheit”, der sollte sich Mal anschauen, welche Parteien gerade in den Umfragen die Mehrheit stellen und wie lupenrein deren Demokratieverständnis ist.
Ich muss mich an den Gedanken eines Krieges in Europa gewöhnen? Alles klar. Danke fürs Bescheid geben. Ich haue ab, bevor es los geht.
Für mich spricht derzeit vieles für die Einführung einer Zivilpflicht mit der Option, stattdessen zum Bund zu gehen, oder eine Wiedereinführung der Wehrpflicht mit einer niedrigschwelligen Alternative im Zivildienst. Ich bin fest davon überzeugt, dass davon die ganze Gesellschaft, auch die Dienstleistenden, profitieren würden.
Die Bundeswehr könnte wieder mehr zum Spiegel der Gesellschaft werden. Das Land wäre auf lange Zeit sicherer (Stichwort Reservisten). Den Krankenhäusern/Altersheimen mit Personalnotstand wäre geholfen. Und ich finde auch, dass so ein Dienst den jungen Leuten enorm viel bringen kann (war zumindest bei mir so).
LALALALALALALALALALAICHHÖRDICHNICHT
10 Millionen deutsche Soldaten sind im 20. Jahrhundert für nichts und wieder nichts gestorben. Danke, aber ohne mich. Selbst unter Putin zu leben ist besser als elendig im Schützengraben sterben.
Aufgestanden ist er, welcher lange schlief,
Aufgestanden unten aus Gewölben tief.
In der Dämmrung steht er, groß und unerkannt,
Und den Mond zerdrückt er in der schwarzen Hand.
In den Abendlärm der Städte fällt es weit,
Frost und Schatten einer fremden Dunkelheit,
Und der Märkte runder Wirbel stockt zu Eis.
Es wird still. Sie sehn sich um. Und keiner weiß.
Si vis pacem para bellum
Wer Frieden will, rüste für den Krieg. Das hat sich seit den alten Römern nicht geändert, wir haben es nur vergessen.
Es gibt Fanaten in dier Welt die sich nur mit Gewalt stoppen lassen und es ist naiv zu glauben das wir da eine Außnahme wären die nicht kämpfen müssten
Er hat (leider) recht
Bin gespannt wie die das anstellen wollen. Die ganzen Ausländer werden sicherlich nicht mitspielen bei der Sache. Die Leute die man normaler weise dafür gewinnen würde sind als “Rechtsradikale” nicht wirklich bereit sich für die Gesellschaft zu opfern. Wie wollen die mit Klimaklebern und anderen Sojaboys “kriegstüchtig” werden? Zum totlachen.
>Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos. War man je zu all dem frisch und munter? … Kriegsmüde hat man immer zu sein, das heißt nicht nachdem, sondern ehe man den Krieg begonnen hat.
— Karl Kraus
Fuck.
Der dritte Weltkrieg kommt, oder?
Sag mir wo die Pazifisten sind, wo sind sie geblieben…
Laut Pistorius ist die Bundeswehr bereits jetzt eine der stärksten Streitkräfte innerhalb der Nato in Europa
Ja noch vor Luxemburg, Lichtenstein, Estland Lettland und Litauen.
An einen Krieg in Europa möchte und werde ich mich nicht gewöhnen, aber klar ist, dass der bekannte Ausspruch “Si vis pacem para bellum.” nicht ganz von der Hand zu weisen ist: Wenn ein Land wie Deutschland auf der internationale Bühne es nicht schafft, glaubhaft zu machen, dass es für einen Krieg wohlgerüstet und tüchtig ist, wird es immer irgendjemanden geben der glaubt durch eine militärische Interaktion einen Vorteil zu ziehen.
Den Konflikt in der Ukraine gibt es nicht zuletzt, weil Putin sich nicht von der Schlagfähigkeit der ukrainischen Armee und der westlichen Bündnisstreue abgeschreckt sah und er denkt vermutlich bis heute, dass der Westen die Ukraine nicht dauerhaft unterstützen kann, sonst hätte er schon längst ein vernünftiges Waffenstillstandsgebot unterbreitet.
Genauso wichtig ist auch das “Wer Friede will, der rede vom Krieg.”. Wer sich vor dieser unangenehmen Thematik einfach herumdrücken will und weder die konkreten Schrecken noch die entscheidenen Faktoren moderner Kriegsführung, wie Kampfdrohnen oder ja es gibt Rüstungskonzerne die stellen Mordwaffen her und sind nur gut wenn man die entweder mit viel Geld stopft oder nach Saudi-Arabien verkaufen lässt, behandeln will, der zieht dann schnell den kürzeren.