Nachhaltig und Bio muss nicht zwingend korrelieren.
Baumwollnetze können gewaschen und wiederverwendet werden. Hab meine schon seit vielen Jahren.
Transport hat vergleichsweise wenig Klimaauswirkungen, wenn es um Lebensmittel geht. Besser Kartoffeln aus Ägypten und Zwiebeln aus Israel als Rindfleisch vom Hof nebenan, beispielsweise. Ist natürlich trotzdem dumm, wenn gerade sowas wie Kartoffeln und Zwiebeln nicht aus der Region kommen.
Kontraintuitiv, aber die Welt ist kompliziert: Wenn einem der CO2e-Ausstoß der Gesamtkette wichtig ist, sollte man überhaupt nichts Bio kaufen außer Obst, und vor allem keine Milch oder Eier.
Auch wenn diese Läden sich ökologisch bewusste Kunden als Nische suchen, unterstehen sie halt den Gesetzen des Marktes und leider sind da tatsächliche Klimaziele nicht ausreichend an die Preisbildung oder einheitliche Labelsysteme gebunden sodass der Wettbewerber gewinnt, der am besten den oberflächlichen Eindruck der Umweltfreundlichkeit bei guter Warenqualität und vertretbarem Preis erweckt. Und dann kriegen wir ganz viele Verpackungen mit grüner und brauner Farbe mit viel “Natur” und tollen Rechnungen von 17% weniger Emissionen im Vergleich zu irgendwas.
Der freie Markt kann ethische Grundsätze leider nur bedingt optimieren weil es oft lohnenswerter ist in Marketing zu investieren als tatsächlich Umstellungen vorzunehmen die keiner mitbekommt und Mitbewerber sich auch einfach durch kreative Behauptungen schön rechnen können.
Nicht dass es keine Fortschritte gäbe aber die kommen oft eher stotternd durch begleitenden Druck und öffentliche Aufmerksamkeit auf dreiste Behauptungen. Die Laufrichtung geht ganz stark Richtung Marketing mit einem leichten Drall zu tatsächlichen Fortschritten als Begleiteffekt.
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Nachhaltig und Bio muss nicht zwingend korrelieren.
Baumwollnetze können gewaschen und wiederverwendet werden. Hab meine schon seit vielen Jahren.
Transport hat vergleichsweise wenig Klimaauswirkungen, wenn es um Lebensmittel geht. Besser Kartoffeln aus Ägypten und Zwiebeln aus Israel als Rindfleisch vom Hof nebenan, beispielsweise. Ist natürlich trotzdem dumm, wenn gerade sowas wie Kartoffeln und Zwiebeln nicht aus der Region kommen.
Kontraintuitiv, aber die Welt ist kompliziert: Wenn einem der CO2e-Ausstoß der Gesamtkette wichtig ist, sollte man überhaupt nichts Bio kaufen außer Obst, und vor allem keine Milch oder Eier.
Quelle: https://ourworldindata.org/is-organic-agriculture-better-for-the-environment
Auch wenn diese Läden sich ökologisch bewusste Kunden als Nische suchen, unterstehen sie halt den Gesetzen des Marktes und leider sind da tatsächliche Klimaziele nicht ausreichend an die Preisbildung oder einheitliche Labelsysteme gebunden sodass der Wettbewerber gewinnt, der am besten den oberflächlichen Eindruck der Umweltfreundlichkeit bei guter Warenqualität und vertretbarem Preis erweckt. Und dann kriegen wir ganz viele Verpackungen mit grüner und brauner Farbe mit viel “Natur” und tollen Rechnungen von 17% weniger Emissionen im Vergleich zu irgendwas.
Der freie Markt kann ethische Grundsätze leider nur bedingt optimieren weil es oft lohnenswerter ist in Marketing zu investieren als tatsächlich Umstellungen vorzunehmen die keiner mitbekommt und Mitbewerber sich auch einfach durch kreative Behauptungen schön rechnen können.
Nicht dass es keine Fortschritte gäbe aber die kommen oft eher stotternd durch begleitenden Druck und öffentliche Aufmerksamkeit auf dreiste Behauptungen. Die Laufrichtung geht ganz stark Richtung Marketing mit einem leichten Drall zu tatsächlichen Fortschritten als Begleiteffekt.