Ärzte warnen: Kleinkinder nicht vegan ernähren

by BottleOfPizza

21 comments
  1. Vegane Ernährung ist halt eine spezielle Form der Ernährung, die man nicht “einfach mal so” machen sollte, sondern man muss sich schon damit auseinandersetzen, was die Vor- und Nachteile sind und worauf man ggfs achten sollte.

    Wie bei jeder anderen Ernährungsform auch.

  2. Alle Jahre wieder. Ich lebe nicht vegan. Aber diese implizite Annahme “nicht vegan = automatisch gesund” ist vollkommener Schwachsinn, was in diesem Artikel Mal wieder so dargestellt wird. Wenn man seinem Kind täglich Mett, Bruzzler und rotes Fleisch gibt, ist es nicht automatisch gesund. Bei jeder Ernährungsform muss man auf eine ausreichende Nährstoffzufuhr achten

  3. Die DGE sieht zwar ebenfalls Risiken, schreibt aber auch zu Schwangeren, Stillenden und Kleinkindern:

    >Eine gut geplante ausgewogene Lebensmittelauswahl sowie Supplementierung von Vitamin B12 und gegebenenfalls den oben genannten kritischen Nährstoffen, können zu einer ausreichenden Nährstoffversorgung und somit zu einer gesundheits­fördernden Ernährung beitragen.

    https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/faqs-vegane-ernaerung

  4. Irgendwoher muss man seine Antibiotika ja bekommen.

  5. >Für ein gutes Körperwachstum und eine gesunde Entwicklung aller Organe, besonders des Gehirns, brauche es viele Stoffe in ausreichender Menge

    Auf die Entwicklung des Gehirns hat Jodmangel den größten Einfluss und Jod wird oftmals im Salz hinzugefügt. Jedoch entscheiden sich viele Bürger in Deutschland ganz aktiv gegen Salz mit Jodzusatz, sondern eher für “natürliches jodfreies Meersalz” oder vergleichbare Produkte.

    >The data show that around 30 percent of the adults and 44 percent of the children and adolescents (in Germany) included in these studies have an iodine intake below the estimated average requirement and are therefore subject to a health risk of inadequate iodine status. […] The estimated daily iodine intake has thus fallen in children and adolescents by 13% since the baseline data were gathered (2003 to 2006). [[Quelle](https://www.bfr.bund.de/cm/349/iodine-intake-in-germany-on-the-decline-again-tips-for-a-good-iodine-intake.pdf)]

  6. Finde es geradezu faszinierend wie bei solchen Artikeln sofort Veganer auftauchen die einem erklären, dass das ja alles ganz anders wäre, man müsse ja nur Supplements nehmen, man müsse ja nur seine Ernährung planen usw.

    Da weisen Kinder Mangelerscheinungen auf, es gibt sogar Todesfälle, und manche wollen trotzdem der Realität vor ihren Augen nicht glauben. Veganismus ist keine sinnvolle Ernährungform. Man muss sich nicht jeden Tag Fleisch reinziehen, vielleicht kann man sogar ganz auf Fleisch verzichten, also vegetarisch leben. Aber seine Kinder vegan zu ernähren ist Kindeswohlgefährdung.

  7. Es ist natürlich möglich, auch Kleinkinder vegan zu ernähren. Aber das bedeutet halt ein Bisschen mehr Arbeit als bei Erwachsenen, eben weil eine Mangelernährung in dem Alter gravierendere Folgen hat.

    Es gibt Menschen, die vegan leben, denen ich das zutraue. Es gibt aber leider auch sehr viele, denen ich das eben nicht zutraue.

  8. Leider ziemlich schwacher Artikel. Da wird sich z.B. auf B12 eingeschossen:

    >wie beim wichtigen Vitamin B12 – gehe es nur mit Nahrungsergänzungsmitteln.

    Nicht thematisiert wird, dass B12 mittlerweile auch Tieren zugefüttert werden muss, weil das bei den heutigen Haltungsbedingungen (Stichwort Antibiotika) auch nicht mehr natürlich durch Mikroorganismen abgedeckt wird. Dass ein Großteil der Deutschen einen B12-Mangel hat oder supplementiert, wird natürlich auch nicht erwähnt. Was denn eine vegane Ernährung mit B12 Supplementation spricht fehlt ebenso.

    Insgesamt ist der Informationsgehalt ziemlich gering, das einzige Argument “auf B12 achten” muss für die reißerische Überschrift herhalten. Den Artikel hätte man auch zur besseren Aufklärung nutzen können und aktuelle Forschungsergebnisse einfließen lassen können. Aber gut die Facebook-Teiler hat man vermutlich erfolgreich abgegriffen.

  9. Gut, dass Ärzte in der Regel kaum bis keine Ahnung von Ernährung haben. Daher reicht mir die Headline schon aus, den Artikel nicht zu lesen.

  10. Zynisch gesehen: Darwin regelt. Das miese hier ist, dass die Kinder von es wirklich gutmeinenden (oder auch miltanten) Veganern keinen Einfluss auf ihr Schicksal haben.

    Ich meine, wenn man mal überlegt, dass der Mensch seit vielen tausenden Jahren halt das gegessen hat was da und verfügbar ist und der ganze Organismus/Stoffwechsel evolutionär darauf getrimmt ist… Man muss ja nicht unbedingt selbst darauf kommen, aber man kann es ja hoffentlich ernst nehmen wenn auf die Einseitigkeit der Ernährung hingewiesen wird – und die damit verbundenen Gefahren.

    Wobei ich da auch moralisch keinen Unterschied zu Eltern erkenne, die ihre Kinder mit hochverarbeiteten Convinience-Food und Industriezeug vollstopfen, respektive mit Süßigkeiten ruhigstellen. Wobei ich hier den Veganern vorwerfen könnte, dass sie häufig aus gebildeteren/wohlhabenderen Kreisen kommen und es eigentlich besser wissen könnten.

    Unterm Strich ist in meinen Augen aber die Einseitigkeit das Problem, egal aus welcher Richtung kommend.

  11. Ich höre öfters mal die These (meistens indirekt formuliert), dass Kinder, die viele tierische Produkte zu sich nehmen, größer sind als die, die es nicht tun. Meistens wird sowas festgestellt, wenn die Kinder wesentlich größer als ihre Eltern sind und man sagt das Phänomen auch den Japanern nach (weswegen sie kleiner als Südkoreaner und Chinesen sind).

    Wie valide sind diese Behauptungen? Ich würde nicht sagen, dass die Menschen in Japan sich ungesund und nährstoffarm ernähren.

  12. Ich bin geschokt.
    Einseitige Ernährung ist nicht gut?
    Woher hätte ich das ahnen sollen?

  13. Halte ich für Schwachsinn. Man muss halt darauf achten, welche Nährstoffe zugeführt werden. Ob diese jetzt tierischen Ursprungs sind oder nicht ist dem Körper letzendlich egal solange er kriegt was er braucht

  14. ich hab eine ehrliche frage: eine freundin von mir ist vegan und ihr kind auch. sie sagt dass sie ihr nahrungsergänzungsprodukte gibt wie B12 milch und so wo dann angeblich alles drin ist was der körper sonst nur von fleisch bekommt.

    stimmt das so? bin wirklich neugierig.

    EDIT: das kind ist 5

  15. Stimmt halt nicht. Aber lass noch paar Jahrzenhte antiveganen Müll verbreiten. Gewiss, es gibt sicher dumme Eltern, aber wenn man eine halbe Hirnzelle besitzt, iann man problemlos jeden Menschen, egal wie alt, vegan ernähren. Wer daran zweifelt, ist schlicht nicht informiert.

  16. Ein paar Suchergebnisse, sofern diese der Diskussion dienlich sind: [familie.de](https://www.familie.de/kleinkind/vegane-ernaehrung-von-kindern-richtig-oder-falsch/) verlinkt zu einer [Studie](https://vechi-youth-studie.de/) und zu deren veröffentlichten [Ergebnissen](https://www.dge.de/presse/meldungen/2020/vegan-vegetarisch-mischkost-nur-geringe-unterschiede/) (2020), die mit dem Abschnitt “*[…] Grundsätzlich kritisch sind Vitamin B2, Vitamin D, Jod und Calcium – Bei allen drei Ernährungsformen erwiesen sich […]*” enden.

  17. Im Prinzip ist also laut der Studie eigentlich das Essen von zu viele unverarbeitet Lebensmittel ungesund, weil man nicht genügend supplementäres Jod zu sich nimmt.

    Das Ergebnis wurde also mal wieder so als Halbwahrheit interpretiert, dass es zu politischen Leitmeinung des Mediums passt. Wundert mich nicht, dass sich der/die Autor/Autorin hinter einem Pseudonym versteckt. Solcher Populismus, der sich „Journalismus“ tarnt ist noch unser aller Untergang.

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