Hausaufgaben sind in den Bundesländern sehr unterschiedlich geregelt. Wie sind eure Erfahrungen?

by DirkGentlys_DNA

27 comments
  1. Also BaWü ist hier jetzt nicht drauf, aber aus meiner Schulerfahrung finde ich die Idee, dass die für Hausaufgaben aufzuwendende Zeit irgendwie täglich dieselbe sein soll, lachhaft.

  2. Persönliche Erfahrung:

    – NRW: ein kontinuierliches absinken der verwendeten Zeit bis zum Wert. Nicht eingerechnet die Zeit im Bus zum abschreiben

  3. Drei Stunden bei sagen wir mal 36 WS ist doch bekloppt. Wird ja sportlich mit Nebenaktivitäten…

  4. Zeitweise weit über zwei Stunden mit lernen fand ich als Schüler in Bayern schon furchtbar. Im Winter blieb da nicht viel Zeit für Freizeit.

  5. frage mich wieso sowas per Gesetz/Verordnung geregelt werden sollte

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    generell nimmt die Schule immer mehr Zeit ein, egal ob durch Unterricht, AGs, Ganztag oder Hausaufgaben. Kinder haben immer weniger Zeit für Hobbies. da muss dringend etwas geändert werden

  6. Hausaufgaben waren ab einer gewisser Klasse sowieso ein freiwilliges Ding, und die wenigsten Lehrer sprachen sowas miteinander ab, also waren diese Regelungen wahrscheinlich nur selten irgendwie relevant

  7. Meine Tochter ist jetzt in der ersten Klasse in einer “hausaufgabenfreien Schule” in Hessen.

    Die Hausaufgaben machen die in der Schule in der “freien Lernzeit”, was auch gut klappt. Trotzdem setzt sie sich täglich über eine Stunde hin und macht Übungsaufgaben oder die dazugehörigen Lernapps.

  8. Ich persönlich halte das aus mehreren Gründen für absoluten Quatsch:

    * Zum einen sollte die Schule alles umfassend vor Ort vermitteln, gerade weil nicht jedes Kind zuhause die nötige Unterstützung bekommt. Ansonsten produziert man Ungleichheit, wenn bei dem einen Kind die – Achtung Klischee – Akademikereltern dann am Küchentisch mit sitzen und die Hausaufgaben begleiten während ein anderes Kind dann diese völlig alleine bestreiten muss.
    * Zudem weiß jeder, dass Aufgaben unterschiedlich lang dauern. Wer das Mathe-Thema verstanden hat, rechnet sich da fix durch, wer aber völlig auf dem Schlauch steht, der braucht dafür eine deutlich länger. Daher ist eine Zeitangabe wie “30 Minuten” völlig zweckfrei.
    * Wenn ich das richtig verstehe, sind das die Zahlen “pro Tag” und nicht “pro Fach” und das würde dann beinhalten, dass sich die verschiedenen Lehrer intensiv abstimmen, was natürlich schlicht und einfach nicht passiert.

  9. bei uns liegt es am Lehrer, der entscheidet das. Ich musste gar nichts machen, andere mussten Hausaufgaben für alle Fächer machen.

  10. Imo nur Bayern macht es hier richtig. Die Stunde Hausaufgaben mit den Schulneulingen hilft auch den Eltern dem Kind das regelmäßige Lernen beizubringen und sich mit dem Kind zu beschäftigen. in allen weiteren Jahren sollte anstelle von festgelegten Hausaufgaben die Zeit lieber für individuelles Lernen genutzt werden. 2 stunden Hausaufgaben für nen 11-Klässler ist absoluter Blödsinn.

  11. Ich bin da ein schlechtes Beispiel, habe tatsächlich ab der 5. Klasse kein einziges mal Hausaufgaben gemacht, bei bestimmten Lehrern hab ich morgens vor dem Unterricht schnell irgendwo abgeschrieben aber wirklich daheim eine Hausaufgabe habe ich nie gemacht.

    Meine Tochter ist jetzt 7 in RLP in der 1. Klasse und hat täglich so ca. 30 Min Hausaufgaben. Das ist auch ein Pensum das ich in diesem Alter für akzeptabel halte und vorallem sinnvoll, Buchstaben und Zahlen schreiben üben ist eben etwas das mit der Übung besser wird. Ich finde allerdings generell Hausaufgaben irgendwie schwachsinnig, es gibt einerseits die Kinder die da ganz locker kurz dran sitzen, weil sie es eh können und andererseits Schüler die es nicht können und einen Druck haben die Hausaufgaben trotzdem fertig zu bekommen. Idiotisch fand ich vorallem Mathe, da haben einige meiner Mitschüler damals absolut keinen Plan gehabt, wenn sie dann gesagt haben, dass sie ihre Hausaufgaben nicht haben weil sie es nicht verstanden haben, aber auch nicht erklären konnten was sie nicht verstehen – was oftmals eben wirklich der Fall war, gab es Ärger. Ich bin auch in einer Sozial- und Bildungsschwachen Gegend aufgewachsen, da konnten viele Eltern beim Bruchrechnen auch nicht helfen oder wollten nicht.

  12. Wenn ich 6-8 Stunden in der Schule sitze sollte das genug Zeit sein sich alles an Informationen und Fähigkeiten anzueignen die der Lehrplan an Dem Tag erfordert.Den Sinn von Hausaufgaben habe ich nie verstanden, besonders wenn sie dann auch noch über das Wochenende und die Ferien aufgegeben werden.

  13. Ich glaube, gen Ende meiner Schulzeit vor 10-15 Jahren wurde da was dran gerüttelt. Dann war das ab und an mal Thema bei den Lehrern und die haben sich auch so gut wie immer auch drücken lassen. Wie die Grenze bei den Hausaufgaben war, weiß ich auch nicht mehr. Ich meine, 2h, das war aber auch fast immer sehr großzügig und wenn man sich wirklich dransetzte und konzentriert war (was wohl eher das Problem bei Jugendlichen ist, sich nach der Schule nochmal ~1h hinzusetzen, zumindest war et bei mir so), war das auch in >90% der Fälle in 45min wech.

    Ich gehörte zur Fraktion des Nicht-Wirklich-Machens. Unterrichtsstoff und die gestellte Aufgabe kurz anschauen, verstehen was da gefragt ist und dann eine Lösungsskizze machen oder einfach am Text unterstreichen und kommentieren. Das wurde zumindest direkt auch nie bemängelt – ein Runterlesen der Lösung hatten wir seltenst. Nach dem ersten wurde grob gesagt nur ergänzt und da war sowas ohnehin produktiver, als seinen eigenen 2-Seiten-Schrieb vorzulesen, wo die Hälfte gleich ist. Aber auch von Fach zu Fach unterschiedlich. In der Oberstufe gabs eh genug Freistunden, um das zwischendurch in der Schule zu machen.

    Mehr in Erinnerung sind mir die 3 Klausuren/Woche.

  14. Uff bin ich froh, dass unser Kind an einer Schule ist, wo es maximal zum Wochenende das auf bekommt, was unter der Woche nicht geschafft wurde

  15. Ich bekomm immer das kotzen wenn ich die Unterschiede Dank dem Föderalismus sehe.

  16. War in Bayern auf dem Gymnasium

    Ich weiß nicht, ob das eine Sache der Schule war oder gesetzlich so ist, aber wenn bei uns der Unterricht bis in den Nachmittag ging, dann galt pro Unterrichtsstunde darf ne Viertelstunde Hausi aufgegeben werden. Klingt wenig, aber auf dem Land muss man auch noch Heimweg mit einplanen. Ich hab “nur” in der Nachbarstadt mit halbwegs guter Busanbindung gewohnt und nicht in nem Bauernkaft im Nirgendwo und selbst da hab ich manchmal ne Stunde Heimweg gehabt.

    Andererseits hab ich so ab der 7. eh kaum bis keine Hausi mehr gemacht. Wenn ich motiviert war, hab ich die abgeschrieben während sie korrigiert wurde, in manchen Fächern wars den Lehrern aber auch egal. Noten haben gepasst, also warum unnötig zur Hausi zwingen?

  17. Meine Erfahrungen dazu sind das ich die zum einen meistens nicht gemacht habe oder schnell morgens gemacht bzw. bei irgendwem anders abgeschrieben habe.

    Abgesehen davon muss man allerdings sagen das es auch keinerlei Absprache zwischen den Lehrern gegeben hat so das an Tagen an denen man ne Doppelstunde von mehrere Hauptfächern hatte auch mal viel zu viel Hausaufgaben aufgegeben wurden während es andere Tage gab an denen fast nichts zu machen war.

  18. Schleswig-Holstein ist nicht in der Liste weil wir hier keine Hausaufgaben machen. 🫡 Richtiges Ehrenbundesland.

  19. Oberstufe NRW vor knapp 20 Jahren, LK waren 15-30 Mins täglich an Hausaufgaben, die GK eher so 10 Mins je. Summiert kam da schon Mal 2h pro Tag raus, zusätzlich zum Lesen der Lektüren, und dem Büffeln von sonstigem Kram für die kommenden Klausuren.

    Das angebliche Nichtinteresse der Lehrer in der Oberstufe kann ich für meine Schule damals halt nicht bestätigen. Hausaufgaben wurden konsequent eingesammelt und am nächsten Tag benotet zurückgegeben. Die faulen Lehrer sind herumgegangen und haben “nur schnell” kontrolliert, aber auch da fiel sofort Minderleistung auf.

  20. Wüsste gerne wie das in Sachsen ist. Die sind ja bei den Pisastudien noch über Bayern.

  21. Also vor 10 Jahren kam das mit nrw ca hin, würd ich sagen

    Allerdings bin ich das paradebeispiel für “schlechte Noten, da nie Hausaufgaben. ” 😀

  22. NRW passt so schon, allerdings ab Klasse 10 gab es kaum noch Hausaufgaben oder diese wurden gar nicht erst gemacht weil nicht mehr kontrolliert wurde

  23. Super. Junge Kinder durch das Elend quälen, obwohl es kaum wissenschaftliche Evidenz gibt, dass Hausaufgaben für den Lernerfolg etwas bringen. Zudem ist die Möglichkeit, Hausaufgaben gut zu erledigen, extrem von den häuslichen Gegebenheiten abhängig – genug Platz und Ruhe, genug Mittel, genug Zeit haben nunmal nicht alle Kinder.

  24. Hab abi in NDS gemacht. 2 Std Hausaufgaben pro Monat ist näher an der Realität.

  25. Meine Schulzeit ist gottlob lange vorbei, aber setzt so eine Tabelle nicht voraus, dass sich Lehrer untereinander abstimmen wieviel Zeit die Schüler diese Woche z. B. für Mathe, Deutsch, Englisch und Physik aufwenden sollen?

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