>Laut Anklage soll er den Wagen erst auf den Bürgersteig gelenkt haben, wo er zwei Männer angefahren und schwer verletzt habe. Er habe das Auto auf sich zurasen sehen, sagt Stefan P., 47, im Gericht. Es habe ihn erfasst und über die Motorhaube geschleudert. Aus Reflex habe er seinen Begleiter auf die Seite geschubst.
>Dann habe Melvin S. erneut beschleunigt, trägt Staatsanwalt Lorenz Frahm vor, um auf weitere Menschen zuzuhalten, die rund 30 Meter entfernt gestanden hätten. Melvin S. habe billigend in Kauf genommen, dass sie »durch die Kollision tödlich verletzt werden könnten«. Eine 24-jährige Demonstrantin habe sich nicht mehr retten können und beim Aufprall auf den VW Amarok ebenfalls schwere Verletzungen erlitten. Stefan P. beschreibt den Schlag, als das Auto die Frau traf. »Das vergisst man nicht.« Bis heute ist der Erzieher arbeitsunfähig.
…
>Eine Analyse des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) in Berlin im Mai 2023 legt eine zunehmende Gewaltbereitschaft bei Funktionären der AfD nahe. Insbesondere Kommunalpolitiker der Partei griffen demnach verstärkt politische Gegner an, teilweise mit Waffengewalt.
…
>Offenbar um ein vermeintliches Selbstverteidigungsszenario glaubhafter zu machen, bat Melvin S. seinen Freund Finn P., gegen den vermummten Linken, der ihn angeblich angegriffen habe, Strafanzeige zu erstatten: »Weil das alles in ein ganz anderes Licht rückt«, wie er in einer Chatnachricht schrieb. In welches denn, will Nebenklagevertreter Alexander Hoffmann im Prozess wissen. Finn P. rutscht im Zeugenstand hin und her. Dass es nicht so aussehe, dass Melvin S. »aus Lust und Laune über den Bürgersteig fuhr und es ein Terroranschlag war«.
…
>In einer WhatsApp, die er nach der Strafanzeige bei der Polizei an Melvin S. schickte, schreibt P. jedoch: »Ob du jetzt bewusst auf die zufahren wolltest, die umballern wolltest, die erschrecken wolltest, dazu habe ich keine Angaben gemacht.« Julian R. schrieb seinem Kumpel Melvin S.: »Weißt du, eigentlich bist du sogar ein Held.«
…
>Jan Kürschner, rechtspolitischer Sprecher der Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag, ist skeptisch, dass der Prozess das leisten kann. Er ist als Beobachter dabei und will dafür sorgen, dass der Innen- und Rechtsausschuss des Landtages rekonstruiert, warum nach dem Vorfall die Tat nicht an ein für Tötungsdelikte zuständiges Kommissariat zur Bearbeitung gegeben und gegenüber der Öffentlichkeit nicht als rechtsextremistischer Anschlag eingeordnet wurde.
Tatsächlich hatte die Polizei in einer Pressemitteilung erklärt, »im Rahmen eines Verkehrsunfalls« sei »eine Person der linken Szene schwer verletzt« worden.
Mal wieder ein weiterer Mordanschlag eines Mitlglieds einer Neonazipartei und die Polizei verharmlost..
Immer diese kriminellen Aus-…. ach ne.
> Tatsächlich hatte die Polizei in einer Pressemitteilung erklärt, »im Rahmen eines Verkehrsunfalls« sei »eine Person der linken Szene schwer verletzt« worden.
Kann jemand eine Webseite machen auf der ähnliche Fälle gelistet werden, bei denen die Polizei einfach mal richtig gehandelt hat? Ich brauch was Positives. Kann ja nicht lange dauern, allzu viele Fälle werden es wohl kaum sein.
Aber klar, die “Klimakleber” sind das Problem. So sehr, dass die Leute sogar aussteigen und diese angreifen. Jetzt das.
Und die ganzen Idioten labern tatsächlich davon, dass man hier nichts mehr sagen dürfe und dass “Die Grüüüüüneeeen!!!111” Deutschland in den Untergang treiben wollen.
Es ist so ekelhaft, dass sowas in Deutschland möglich ist.
Glasklarer Nazi-Terroranschlag durch ein AfD-Mitglied.
Wieder überall Hakenkreuze und NSDAP-Scheisse im Handy gefunden. “Bürgerwehrfahrten im VW-Amarok”, Selfies in Springerstiefeln und “Reichsbrause”, gezielt dorthin gefahren, da es dort “Zecken” gab, Falschaussagen vor Gericht, sagt nach dem Gericht zu einem Freund, dass er das “wiederholen will aber dann richtig eskalieren”…
​
Ganz klar eine rechtextremistischer Terroranschlag und so sollte dieser Fall auch behandelt werden.
Es wird Zeit für ein fucking Parteiverbot.
TIL das es “versuchten Mord” rechtlich anscheinend garnicht gibt. Interessant.
Alternative fürs Denken mal wieder am Start.
Zivilgesellschaft mal wieder am bröckeln
Im Rahmen des NSU Prozesses wurden geheimdienstliche Mittel gegen die Opfergruppen eingesetzt, bei Nazi-Terroristen nimmt man das Wort Terror hingegen nicht einmal in den Mund. Dass seinesgleichen statt Härte auch noch Regierungsverantwortung übergeben bekommt zeigt den Untergang jeder Bemühung, aus der Geschichte zu lernen.
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>Laut Anklage soll er den Wagen erst auf den Bürgersteig gelenkt haben, wo er zwei Männer angefahren und schwer verletzt habe. Er habe das Auto auf sich zurasen sehen, sagt Stefan P., 47, im Gericht. Es habe ihn erfasst und über die Motorhaube geschleudert. Aus Reflex habe er seinen Begleiter auf die Seite geschubst.
>Dann habe Melvin S. erneut beschleunigt, trägt Staatsanwalt Lorenz Frahm vor, um auf weitere Menschen zuzuhalten, die rund 30 Meter entfernt gestanden hätten. Melvin S. habe billigend in Kauf genommen, dass sie »durch die Kollision tödlich verletzt werden könnten«. Eine 24-jährige Demonstrantin habe sich nicht mehr retten können und beim Aufprall auf den VW Amarok ebenfalls schwere Verletzungen erlitten. Stefan P. beschreibt den Schlag, als das Auto die Frau traf. »Das vergisst man nicht.« Bis heute ist der Erzieher arbeitsunfähig.
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>Eine Analyse des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) in Berlin im Mai 2023 legt eine zunehmende Gewaltbereitschaft bei Funktionären der AfD nahe. Insbesondere Kommunalpolitiker der Partei griffen demnach verstärkt politische Gegner an, teilweise mit Waffengewalt.
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>Offenbar um ein vermeintliches Selbstverteidigungsszenario glaubhafter zu machen, bat Melvin S. seinen Freund Finn P., gegen den vermummten Linken, der ihn angeblich angegriffen habe, Strafanzeige zu erstatten: »Weil das alles in ein ganz anderes Licht rückt«, wie er in einer Chatnachricht schrieb. In welches denn, will Nebenklagevertreter Alexander Hoffmann im Prozess wissen. Finn P. rutscht im Zeugenstand hin und her. Dass es nicht so aussehe, dass Melvin S. »aus Lust und Laune über den Bürgersteig fuhr und es ein Terroranschlag war«.
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>In einer WhatsApp, die er nach der Strafanzeige bei der Polizei an Melvin S. schickte, schreibt P. jedoch: »Ob du jetzt bewusst auf die zufahren wolltest, die umballern wolltest, die erschrecken wolltest, dazu habe ich keine Angaben gemacht.« Julian R. schrieb seinem Kumpel Melvin S.: »Weißt du, eigentlich bist du sogar ein Held.«
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>Jan Kürschner, rechtspolitischer Sprecher der Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag, ist skeptisch, dass der Prozess das leisten kann. Er ist als Beobachter dabei und will dafür sorgen, dass der Innen- und Rechtsausschuss des Landtages rekonstruiert, warum nach dem Vorfall die Tat nicht an ein für Tötungsdelikte zuständiges Kommissariat zur Bearbeitung gegeben und gegenüber der Öffentlichkeit nicht als rechtsextremistischer Anschlag eingeordnet wurde.
Tatsächlich hatte die Polizei in einer Pressemitteilung erklärt, »im Rahmen eines Verkehrsunfalls« sei »eine Person der linken Szene schwer verletzt« worden.
Mal wieder ein weiterer Mordanschlag eines Mitlglieds einer Neonazipartei und die Polizei verharmlost..
Immer diese kriminellen Aus-…. ach ne.
> Tatsächlich hatte die Polizei in einer Pressemitteilung erklärt, »im Rahmen eines Verkehrsunfalls« sei »eine Person der linken Szene schwer verletzt« worden.
Kann jemand eine Webseite machen auf der ähnliche Fälle gelistet werden, bei denen die Polizei einfach mal richtig gehandelt hat? Ich brauch was Positives. Kann ja nicht lange dauern, allzu viele Fälle werden es wohl kaum sein.
Aber klar, die “Klimakleber” sind das Problem. So sehr, dass die Leute sogar aussteigen und diese angreifen. Jetzt das.
Und die ganzen Idioten labern tatsächlich davon, dass man hier nichts mehr sagen dürfe und dass “Die Grüüüüüneeeen!!!111” Deutschland in den Untergang treiben wollen.
Es ist so ekelhaft, dass sowas in Deutschland möglich ist.
Glasklarer Nazi-Terroranschlag durch ein AfD-Mitglied.
Wieder überall Hakenkreuze und NSDAP-Scheisse im Handy gefunden. “Bürgerwehrfahrten im VW-Amarok”, Selfies in Springerstiefeln und “Reichsbrause”, gezielt dorthin gefahren, da es dort “Zecken” gab, Falschaussagen vor Gericht, sagt nach dem Gericht zu einem Freund, dass er das “wiederholen will aber dann richtig eskalieren”…
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Ganz klar eine rechtextremistischer Terroranschlag und so sollte dieser Fall auch behandelt werden.
Es wird Zeit für ein fucking Parteiverbot.
TIL das es “versuchten Mord” rechtlich anscheinend garnicht gibt. Interessant.
Alternative fürs Denken mal wieder am Start.
Zivilgesellschaft mal wieder am bröckeln
Im Rahmen des NSU Prozesses wurden geheimdienstliche Mittel gegen die Opfergruppen eingesetzt, bei Nazi-Terroristen nimmt man das Wort Terror hingegen nicht einmal in den Mund. Dass seinesgleichen statt Härte auch noch Regierungsverantwortung übergeben bekommt zeigt den Untergang jeder Bemühung, aus der Geschichte zu lernen.