Jeder zweite Deutsche besitzt kaum etwas, das Vermögen konzentriert sich auf die obersten zehn Prozent.

by size11butnotinnikes

27 comments
  1. Wir müssen endlich die Bedingungen für die oberen 10% verbessern, damit es schneller runtertröpfelt!

  2. Und die SPD so: “Hohe Vermögen? Lass mal die Einkommenssteuer erhöhen”.

  3. Ich hab noch 3 volle Gläser Nutella im Schrank! Das würde ich keineswegs als “kaum etwas” abtun, obwohl ich damit nicht zu den obersten 10% gehöre…(oder vlt doch?).

  4. In Deutschland liegen ähnliche Eigentumsverhältnisse wie in der Schweiz und Österreich vor mit dem Unterschied, dass die Bürger in Deutschland beim Wohnungsbau in wesentlich größerem Umfang im Stich gelassen werden als in unseren Nachbarländern. Sowohl in der Schweiz wie auch in Österreich wird viel gebaut. In der Schweiz verzeichnen vor allem die mittelgroßen Gemeinden mit guter infrastruktureller Ausstattung ein sehr hohes Bevölkerungswachstum, was nur durch eine hohe Bauaktivität bei den Mehrfamilienhäusern möglich ist. Selbst in einer kleinen Gemeinde wie Dübendorf (23.500 Einwohner) sind in den letzten Jahren 4 Wohnhochhäuser mit mehr als 100m Höhe entstanden. (JaBee Tower und Three Point) Im mittelgeschossigen Segment entsteht in der Schweiz ebenfalls viel Wohnraum.

    In Deutschland lag in der Vergangenheit der soziale Vertrag vor, dass sich die Oberschicht und vermögende Klasse im Gegenzug für weitläufige Villenviertel wie in den Elbvororten für den sozialen Wohnungsbau und eine ausreichende Wohnraumversorgung in Deutschland einsetzt. Wenn dieser soziale Vertrag jedoch gekündigt wird, dann ist die Liberalisierung der Flächennutzungs- und Bebauungspläne in den deutschen Villenvierteln die langfristige Folge. Ein Teilgrund für den aktuellen Wohnungsmangel in Deutschland ist nämlich ein Verbot des mittel- oder hochgeschossigen Wohnungsbaus an S-Bahn-Stationen wie der S-Othmarschen oder der S-Hochkamp.

    Entweder reagiert die Oberschicht in Deutschland auf diese Schiefstände oder die Villenviertel werden über eine Liberalisierung der Flächennutzungs- und Bebauungspläne demokratisiert. Die meisten Eigentümer von Einfamilienhäusern an der S-Hochkamp können nämlich nicht mit potenziell 400 Mietern eines Wohnhochhauses um das gleiche Grundstück konkurrieren. Das Investitionsvolumen vieler Wohnhochhäuser liegt im 3-stelligen Millionenbereich. 5 – 15 Millionen Euro für den Kauf des Grundstücks der Villa sind im Gegenzug für ein hochgeschossiges Mehrfamilienhaus ein kleines Hindernis.

  5. Willkommen bei der wirtschaftlichen Stagnation. Erst einem breit gestützten Wachstum von 4-5% jährlich hat man solche “Runtertröpfel”-Effekte.

    Es gibt immer (ohne Ausnahme, in jedem wirtschaftlichen System das die Menschen je verwirklicht haben) eine fortlaufende Umverteilung von unten nach oben. Wenn die Wirtschaft boomt, wird “unten” mehr Wert geschaffen als nach “oben” verteilt wird. Wenn sie stagniert, wird der Wohlstand von “unten” nach “oben” gepumpt, ohne Ausgleich. Man kann natürlich auch durch staatliche Maßnahmen etwas Ausgleich schaffen aber es wird nie die Wirkung eines robusten Wirtschaftswachstums erreichen.

    Willkommen in der Post-Wachstums-Welt. Es wird nur noch schlimmer.

  6. Kurz eine Erinnerung an alle die meinen, dass es uns hier so schlecht geht. Mit 29k€ Jahresgehalt liegt man weltweit in den 1% der Topverdiener.

  7. Ok, die trickle down economy hat versagt. Können wir endlich bitte mit der piñata economy anfangen?

  8. Tja, das ist eben das ergebnis von inzwischen knapp fast 50 Jahren Neoliberalismus und Kapitalismus fetischisierung.

    Jeder der halt Union/FDP wählt ist genau dafür verantwortlich und verschlimmert das Problem nur.

    Edit: Downvotes von Kapitalismus simps dafür das man die Wahrheit benennt lol

  9. Bin selber in den top 7%, aber traurig wieviele Jobs unglaublich schlecht bezahlen.

  10. Wie soll man auch Vermögen anhäufen, wenn die Abgaben so hoch sind? Es ist ja nicht mit den Steuern aufs Gehalt getan. Mit nahezu jedem Einkauf gibt man noch einmal 19% obendrauf an den Staat, dann gibts noch immer die Sektsteuer, es gibt Abgaben auf Benzin und und und.

    Weiß jemand zufällig, wie viel Prozent wir tatsächlich abgeben bzw. wie wenig wir wirklich von unserem Gehalt für uns selbst haben?

  11. Einer der Gründe warum ich denke, dass auswandern der logischste Schluss ist. Deutschland geht komplett den Bach runter und sticht nurnoch heraus mit grottiger Infrastruktur, weit verbreiterer absoluter Armut und dem korruptesten Kanzler der deutsche Geschichte. Die Wirtschaft liegt auch komplett im sterben.

  12. Normal wenn ich mit einem durchschnittlichen Gehalt schon 40% Abgaben hab und Miete, Nebenkosten etc. on top kommen

  13. Einfach alle Milliardäre abschieben, dann wird die Ungleichheit besser.

  14. Kann ich bestätigen, spiele manchmal sogar mit dem Gedanken mir River Cola zu kaufen 🙁

  15. *Schaut Mietkosten und -nebenkosten*

    *Schaut auf Bruttoverdienst und dann auf Nettoverdienst*

    ​

    Hmmmm, wo wandert das ganze Geld nur hin?

  16. Sehr simpel, keine Freibeträge für Erben oder Schenkungen. Keine Spekulation mit Bauland (heftige steuern drauf). Deutlich mehr Bauland ausweisen um die Bodenwerte mal wieder zu relativieren.
    Zinsgünstige Kredite für Menschen die in den kommenden 50 Jahren keine Schenkungen/Erben erhalten. Zinsvergünstigungen für Familien mit Kindern. Anrecht auf 100% Homeoffice.

    Wie es nicht geht: Noch mehr Einkommenssteuern, da werden Leute wie ich mit 110k Brutto irgendwann sagen, jetzt lass ichs halt und reduzier auf 80% Vaterstaat will ja nicht das ich mir Vermögen aufbaue um einem Boomer für 500k ein Reihenhaus im 80er Jahre zustand abzukaufen.

  17. Naja was erwartet man, wenn die meisten nicht mit ihrem Geld umgehen können sondern sich immer etwas “gönnen” müssen?

    Teures Auto auf Kredit aber am Ende des Monats kein Geld mehr fürs Essen haben

  18. Wir, 35/33, haben eine ETW für 250.000 und Aktien im Wert von 600.000. Sind wir in den Top 10%? Vielleicht. Ist unser Leben dadurch leichter/besser/einfacher? Nein, stehen genau so um 6 Uhr auf wie alle andern, machen Überstunden, ärgern uns über steigende Steuern und Kosten, haben Krankheiten.

    Vermögen ist nicht alles.

  19. Ja wie soll man denn auch Vermögen aufbauen als Arbeitnehmer?

    * 1/3 Steuern & Sozialabgaben
    * 1/3 Miete & Nebenkosten
    * 1/3 zur freien Verfügung, aber bitte noch zusätzlich für die Rente sparen

    Die einzigen die in diesem Land reich werden sind Menschen die als solche geboren werden.

    Eigentlich nicht anders als im Mittelalter (allerdings mit besseren Frauenrechten)

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