Die fünf ungelösten Fragen der Kernenergie

15 comments
  1. Wir haben auch viele die sich krankhaft ins anti vaxx verlaufen.

    Bzw, in welchen Ländern ist das “wir glauben lieber an homöopathie, astrologie, Gott, und was weiß ich alles ….” am stärksten ausgeprägt? Deutschland und Österreich?

    So ein Zufall

  2. Ich habe noch nie ein Thema gesehen wo 2 große Lager hier aufeinander treffen und so heiß diskutiert wird.

  3. Das einzig wahrliche Problem ist die Endlagerung. Und dahingehend habe ich Hoffnung, dass wir das Zeug bald in die Umlaufbahn bringen können und dann in die Sonne oder sonst wohin.

    In before wer schreibt “Damit baust du eine dreckige Bombe! Wenn beim Start was schief geht ist das ganze Gebiet verstrahlt!”: es gibt bereits Experimente mittels extrem schneller Rotation Fracht ins All zu schießen. Das wäre wohl sicherer als eine Rakete, und von oben aus kanns dann ruhig eine Wegwerf-Treibladung zur Sonne bringen. Alternative: Weltraum Lift

  4. > Die CO2-Frage: Neutral ist hier nichts
    >
    > Laut dem Weltklimarat (IPCC) ist eine Kilowattstunde Atomstrom somit für 3,7 bis 110 Gramm CO2 verantwortlich und liegt damit etwa auf dem Niveau von Windenergie.

    Oh nein, es ist… genauso so gut wie grüne Energien…?

    > Die Atommüllfrage: Fehlende Endlager

    CANDU und ähnliche Kraftwerke könnten einen Großteil des existierenden Atommülls als Brennstoff recyceln, schon seit 30 Jahren, wenn wir denn solche Kraftwerke auch bauen würden.

    > Die Zeitfrage: Bau dauert zu lange

    Ja, da können die Grünen echt stolz sein, dass sie in den letzten Jahrzehnten eine Energieform boykottiert haben, die – laut ihren eigenen Angaben – so gut ist wie Windkraft ist *und* gefährlichen Müll recyceln kann. Weniger Recycling und mehr Kohlekraft ist gut für Grünen-Coin!

    > Die Sicherheitsfrage: Relativ sicher bis zum GAU
    >
    > Tschernobyl und Fukushima mit ihren insgesamt* tausenden Toten

    Fußnoten bei sowas sind immer gut. Vor allem, wenn sie keine Quellen enthalten. [Bisher wurde nur ein Todesfall durch Fukushima bestätigt](https://en.wikipedia.org/wiki/Fukushima_Daiichi_nuclear_disaster_casualties), Windturbinen fordern jedes Jahr mehr Todesopfer durch Unfälle.

    > Unter dem Strich kostet eine Terawattstunde (TWh) Atomstrom (etwa der Jahresbedarf von 190.000 Europäern) rund 0,07 Menschenleben – Arbeitsunfälle in AKWs und Minen miteingerechnet. Kohle und Öl haben wegen der Luftverschmutzung 25 beziehungsweise 18 Menschenleben pro TWh auf dem Gewissen, erneuerbare Energien etwa 0,02 bis 0,04.

    Sprich: Noch immer deutlich besser als die Kohle- und Gaskraftwerke, die in den letzten 30 Jahren statt AWKs gebaut wurden, weil erneuerbare Energien nicht alles abdecken können.

    > Die Kostenfrage: Ohne Staatshilfen sind AKWs nicht konkurrenzfähig

    Wie viele Milliarden haben wir in den letzten Jahrzehnten an staatlichen Hilfen in erneuerbare Energien gesteckt? Mal abgesehen davon, dass viele Probleme bei den aktuellen AKW-Projekten daher kommen, dass niemand mehr Erfahrung darin hat, wie die Dinger gebaut werden müssen, und die gesamte Industrie neu angelernt werden muss während gleichzeitig neue Technologie getestet wird. Bei Massenfertigung sähe das anders aus.

    Zusammengefasst ein lächerlich schwacher Artikel. 3 Autoren und keiner davon kann gescheit argumentieren, was macht das Standard-Personal so beruflich?

  5. aus dem Artikel:

    ungelöste Frage 1: ist Kernkraft CO2 Neutral?
    ungelöste Antwort: Nein, pro kW/h wird genauso viel CO2 erzeugt wie bei Windkraft

    ungelöste Frage 2: Atommüll?
    Antwort: Es gibt kein Endlager in der EU, Anmerkung von mir: es wird auch nicht nach einem Endlager gesucht da der “Müll” aus den aktuellen Kraftwerken der Brennstoff für Kraftwerke der nächsten Generation ist zumal der EU auch das Endlager für radioaktive Kohleasche aus Deutschland fehlt (aufgrund des natürlichen Urangehalt dieser, gibt der Staub dieser mehr Strahlung ab als der Atommüll, in erster Linie weil dieser frei in die Umgebung gelangen darf)

    ungelöste Frage 3: Bauzeit?
    Antwort: es dauert zu lange neue AKWs zu bauen als das sie die Probleme die wir jetzt haben lösen könnten (weswegen vorhandene AKWs ab zu schalten und Kohle/Gas als Übergangslösung zu sehen ja besonders Klug ist)

    ungelöste Frage 4: Gefahr?
    Antwort: Vergleicht man Todesfälle pro MW/h, steht Atomkraft bei 0,7 (inklusive Langzeitfolgen, Minenunfälle usw), Kohle bei 25 und Erneuerbare bei 0,04 (Anmerkung von mir: und darum war es so wichtig 2020 in DE ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb zu nehmen)

    ungelöste Frage 5: Kosten?
    Antwort: ohne Förderungen sieht es eher mau aus und rechnen tut es sich nicht (Anmerkung von mir: genauso wie viele andere Kraftwerke oder Öffis, es gibt Dinge die man nicht mit “Gewinn” sinnvoll betreiben kann weswegen sowas nicht in Private Hände darf)

    Lösung: Energieerzeugung darf nicht Privat sein um einigen wenigen Gewinn zu bescheren während die Allgemeinheit die Kosten trägt
    Ginge es nur darum Menschenleben zu schützen, würde man nicht den Kohleausstieg verschieben oder blockieren sondern würde man das abschalten selbiger als deutlich wichtiger sehen als den Atomausstieg, stattdessen nimmt man neue Kohlekraftwerke in Betrieb

    Während Frankreich auf gutem Weg ist die Klimaziele zu erreichen und inzwischen auch Maßnahmen erlässt um den Verkehr zurück zu drehen, geht man in DE davon aus das man es nicht schaffen wird, klopft sich für den Atomausstieg selbst auf die Schulter und lobbyiert bei der EU dafür das Gas als CO2 neutrale Alternative aufgenommen wird (ernsthaft, man läuft gegen Atomkraft als “Grüne” Energie sturm und gleichzeitig sorgt man dafür das Gas als solche aufgenommen wird)

  6. Der Artikel is extrem schwach. Argumentativ gibt der echt nix her. Und dafür hats drei Autoren gebraucht? (zu deren Verteidigung: Das waren ein Politikwissenschaftler, ein Soziologe und eine Wirtschaftswissenschaftlerin)

    >Laut dem Weltklimarat (IPCC) ist eine Kilowattstunde Atomstrom somit für 3,7 bis 110 Gramm CO2 verantwortlich und liegt damit etwa auf dem Niveau von Windenergie.

    Danach muss man eher ein Atomkraftbefürworter sein.

    Wir sollten unseren Standpunkt zu Atomkraft überdenken wenn wir ned mal richtige Argumente dagegen finden.

  7. Ich kann schon verstehen dass man eine Technologie aus den 40ern, getrieben vom Wunsch nach spaltbarem Material für die Bombenproduktion nicht der Stein der Weisen ist.

    Aber es gibt auch andere, modernere Möglichkeiten Kernenergie zu nutzen. Wo viele der Probleme aus Fukushima, Tchernobyl und Three Mile so nicht auftreten können.

    Find schad dass das in Ö und D eine Glaubensfrage wgeworden ist

  8. Hab mal gelesen, dass es bisher mehr Tote durch Kohle gab (man sollte nicht vergessen, dass der Abbau gefährlich und schlecht für die Lunge ist) als durch Kernenergie.

    Meiner Meinung sollten alle bisherigen Atomkraftwerke gewartet werden und einen Großteil der Grundlast abdecken.
    Auch wenn der Strom sauteuer ist.

    Zudem sollte man die die erneuerbaren endlich mal ordentlich ausbauen und ggf. die Infrastruktur verbessern.

    Wenn wir Kohle/Gas verwenden, dann tun wir das in dem Wissen, dass wir mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen Millionen Menschen ins Messer laufen lassen.

  9. Ich finde es geil, dass wir keine Ahnung haben, wie wir die Klimakrise lösen (diese trifft uns bereits heute), aber uns Gedanken machen wie man Dinge länger als die Menschheit lagern kann.
    Lasst uns mal schauen, dass wir die nächsten 150 Jahre überstehen und uns dann Gedanken über die potentielle Verstrahlung von Aliens, Terminatoren oder sonstigen Post-Apokalypse Menschen machen. Dankö.

  10. Bevor es keine Lösung für die Lagerung der benutzten Brennstäbe gibt sollte man keine neuen Atomkraftwerke bauen dürfen

  11. Zwei der drei Verfasser des Artikels sind halt extremst unseriös.

    Luise Ungerböck ist die Verfasserin der ganzen unfreiwillig humoristischen Hetzschriften gegen die ÖBB.

    Klaus Taschwer ist eigentlich Soziologe, aber versucht sicht als “Wissenschaftsjournalist” beim Standard, indem er Preprints möglichst reisserisch interpretiert und das ganze in den Konjunktiv setzt, weil er sich bewusst ist, dass er damit maßlos übertreibt.

    Den Standard kann man mittlerweile nur noch für die Innenpolitik lesen. Der Rest ist Boulevard für Akademiker.

  12. Kann mir bitte 1 Mensch erklären, warum wir bei Atommüll 1.000.000 Jahre in die Zukunft denken, aber bei CO2 es nichtmal schaffen bis 2050 zu denken?

  13. Ich empfehle dazu auf Youtube TerraX Lesch Videos zu dem Thema anzuschauen um zu verstehen warum AKWs absoluter Schwachsinn sind. Die Zukunft sind Erneuerbare.

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