> Er verweist auf einen Passus in jenem nun geleakten Vertrag, wonach er dem Sponsor gegenüber “keine Verpflichtung” habe, was das Projekt angehe, also “den Inhalt und die Komposition des Buches”.
Jaja, scho recht. Ich bin mir sicher, dass der Kreml im Zweifelsfall andere Möglichkeiten hat, Absprachen durchzusetzen, als mittels eines Gerichts. Hab gehört Organophosphate riechen ganz besonders gut.
> Der Vorgang stellt Seipels Werk der vergangenen gut 15 Jahre, in denen er sich auf Russland fokussiert hat, und seine journalistische Glaubwürdigkeit enorm in Frage.
Hmm, also ich kenne ja sein Werk nicht, aber schon mit dem bisschen was darüber im Artikel steht stellt sich für mich sein Werk ganz von alleine in Frage, da brauche ich gar keine Aufdeckung von “Sponsorenverträgen”. Also z.B. sowas wie
> Der deutsche Journalist zeigt Putin als einen, der sich unermüdlich um sein großes Land kümmert.
Wer ein Buch mit dem Tenor schreibt ist entweder völlig verblödet, oder hat eine Agenda, oder wurde dafür bezahlt. (Gas-Gerd lässt grüßen!) Ersteres nehme ich mal nicht an, also war ja schon klar, dass es eines der beiden anderen sein muss (oder beides).
> Das derart “geförderte” Buch wiederum erschien tatsächlich im Jahr 2021, unter dem Titel: “Putins Macht. Warum Europa Russland braucht”. Bei seinem Hamburger Verlag “Hoffmann und Campe” wusste allerdings niemand davon, dass Seipel von einem Putin-Vertrauten mit Hunderttausenden Euro bedacht wurde. Das erklärt “Hoffmann und Campe” jedenfalls gegenüber ZDF und “Spiegel”. Ein handgeschriebener Vermerk in den geleakten Dokumenten weist zudem darauf hin, dass Seipel bereits 2013 einen ähnlichen Vertrag für sein erstes Buch über Präsident Putin unterschrieben hatte – was dieser auch nicht bestreitet.
> Seipel, der vor gut fünfzehn Jahren auch für das ZDF tätig war, hat das Bild von Wladimir Putin in Deutschland über Jahre geprägt, maßgeblich mit der ARD-Dokumentation “Ich, Putin” von 2012. Der deutsche Journalist zeigt Putin als einen, der sich unermüdlich um sein großes Land kümmert. Millionen Deutsche sehen den russischen Präsidenten mit den Augen von Seipel.
> Er bestreitet aber vehement, dass dadurch seine Unparteilichkeit beeinträchtigt worden sei. Er verweist auf einen Passus in jenem nun geleakten Vertrag, wonach er dem Sponsor gegenüber “keine Verpflichtung” habe, was das Projekt angehe, also “den Inhalt und die Komposition des Buches”.
> Mordaschow ließ eine ZDF-Anfrage zu dem Sachverhalt unbeantwortet, ebenso der russische Präsident Putin. Allerdings erklärt Seipel nicht, weshalb er seine Bezahlung nicht offengelegt hat. Selbst auf Nachfrage hatte er 2021 in einem “SWR”-Interview vehement bestritten, aus Russland jemals Geld bekommen zu haben.
Ahh, das gute alte “Ja klar habe ich das Bestechungsgeld kassiert, aber das war doch nie an irgendwelche Bedingungen geknüpft! Das hab ich einfach so bekommen!”, das schon in der Flick-Affäre niemand geglaubt hat.
Seipel, Krone-Schmalz und Wagenknecht: Auffallend übereinstimmende Statements zu Putins militärischen Absichten in politischen Talkshows im Februar 2022, die sich als falsch herausstellten.
Jetzt muss der Typ aufpassen im Park spazieren zu gehen oder an einem offenen Fenster zu stehen
Der Hubert Seipel?? Bei Jung und Naiv 2014 hat er kräftig gegen Putin geballert, und danach die Jahre auch großen Scharfsinn bewiesen, wenn es um Putins Schachzüge geht. Genau solche intelligenten Stimmen will Putin nicht mehr hören. Seipel hat imho sehr gut erkannt wie/wo/warum Putin was macht und wer da mit wem verbandelt ist.
8 comments
> Er verweist auf einen Passus in jenem nun geleakten Vertrag, wonach er dem Sponsor gegenüber “keine Verpflichtung” habe, was das Projekt angehe, also “den Inhalt und die Komposition des Buches”.
Jaja, scho recht. Ich bin mir sicher, dass der Kreml im Zweifelsfall andere Möglichkeiten hat, Absprachen durchzusetzen, als mittels eines Gerichts. Hab gehört Organophosphate riechen ganz besonders gut.
> Der Vorgang stellt Seipels Werk der vergangenen gut 15 Jahre, in denen er sich auf Russland fokussiert hat, und seine journalistische Glaubwürdigkeit enorm in Frage.
Hmm, also ich kenne ja sein Werk nicht, aber schon mit dem bisschen was darüber im Artikel steht stellt sich für mich sein Werk ganz von alleine in Frage, da brauche ich gar keine Aufdeckung von “Sponsorenverträgen”. Also z.B. sowas wie
> Der deutsche Journalist zeigt Putin als einen, der sich unermüdlich um sein großes Land kümmert.
Wer ein Buch mit dem Tenor schreibt ist entweder völlig verblödet, oder hat eine Agenda, oder wurde dafür bezahlt. (Gas-Gerd lässt grüßen!) Ersteres nehme ich mal nicht an, also war ja schon klar, dass es eines der beiden anderen sein muss (oder beides).
> Das derart “geförderte” Buch wiederum erschien tatsächlich im Jahr 2021, unter dem Titel: “Putins Macht. Warum Europa Russland braucht”. Bei seinem Hamburger Verlag “Hoffmann und Campe” wusste allerdings niemand davon, dass Seipel von einem Putin-Vertrauten mit Hunderttausenden Euro bedacht wurde. Das erklärt “Hoffmann und Campe” jedenfalls gegenüber ZDF und “Spiegel”. Ein handgeschriebener Vermerk in den geleakten Dokumenten weist zudem darauf hin, dass Seipel bereits 2013 einen ähnlichen Vertrag für sein erstes Buch über Präsident Putin unterschrieben hatte – was dieser auch nicht bestreitet.
> Seipel, der vor gut fünfzehn Jahren auch für das ZDF tätig war, hat das Bild von Wladimir Putin in Deutschland über Jahre geprägt, maßgeblich mit der ARD-Dokumentation “Ich, Putin” von 2012. Der deutsche Journalist zeigt Putin als einen, der sich unermüdlich um sein großes Land kümmert. Millionen Deutsche sehen den russischen Präsidenten mit den Augen von Seipel.
> Er bestreitet aber vehement, dass dadurch seine Unparteilichkeit beeinträchtigt worden sei. Er verweist auf einen Passus in jenem nun geleakten Vertrag, wonach er dem Sponsor gegenüber “keine Verpflichtung” habe, was das Projekt angehe, also “den Inhalt und die Komposition des Buches”.
> Mordaschow ließ eine ZDF-Anfrage zu dem Sachverhalt unbeantwortet, ebenso der russische Präsident Putin. Allerdings erklärt Seipel nicht, weshalb er seine Bezahlung nicht offengelegt hat. Selbst auf Nachfrage hatte er 2021 in einem “SWR”-Interview vehement bestritten, aus Russland jemals Geld bekommen zu haben.
Ahh, das gute alte “Ja klar habe ich das Bestechungsgeld kassiert, aber das war doch nie an irgendwelche Bedingungen geknüpft! Das hab ich einfach so bekommen!”, das schon in der Flick-Affäre niemand geglaubt hat.
Seipel, Krone-Schmalz und Wagenknecht: Auffallend übereinstimmende Statements zu Putins militärischen Absichten in politischen Talkshows im Februar 2022, die sich als falsch herausstellten.
Jetzt muss der Typ aufpassen im Park spazieren zu gehen oder an einem offenen Fenster zu stehen
Der Hubert Seipel?? Bei Jung und Naiv 2014 hat er kräftig gegen Putin geballert, und danach die Jahre auch großen Scharfsinn bewiesen, wenn es um Putins Schachzüge geht. Genau solche intelligenten Stimmen will Putin nicht mehr hören. Seipel hat imho sehr gut erkannt wie/wo/warum Putin was macht und wer da mit wem verbandelt ist.
Wirklich überraschend.
Wagenknecht Zypern Briefkastenfirma
(Für den Algorithmus)
Tja…
https://www.youtube.com/watch?v=KiyL46nnato&t=1038s