Scholz: “Nicht akzeptabel, wenn Männer Frauen kaufen”

by Pfaffi13

39 comments
  1. Solange das alles auf wirklich freiwilliger Basis läuft ist das doch jedem seine Sache.

    Gibt es Zahlen wie viele das dann doch unter Zwang machen müssen?

  2. Scholz hat mir viel besser gefallen als er “…ja wo isser denn wieder, der kleine Kanzler…” gespielt und seinen Mund gehalten hat…

    Ja, Prostitution hat gewaltige Schattenseiten, die lasen sich aber nicht mit einem Verbot aus der Welt schaffen, auch nicht einem einseitigen.

  3. ​

    Denn alles was verboten ist, verschwindet auch!

    Es gibt kein Land auf dieser Erde in dem es keine Prostitution gibt. Was man bekämpfen muss ist Zwangsprostitution, und das mit aller Härte. Sexuelle Nötigung ist der wahre Gegner, nicht der Sex für Geld mit Konsens in rechtlicher, räumlicher und gesundheitlicher Sicherheit. Alles andere zwingt diese Frauen (und Männer und alles dazwischen) in die illegalität, in der diese viel verwundbarer gemacht werden.

    *”Ich finde es nicht akzeptabel, wenn Männer Frauen kaufen. Das ist etwas, was mich moralisch immer empört hat.” – Scholz*

    Und ich finde es moralisch empörend, wenn Politiker sich für Geld verkaufen und ihre Bevölkerung an Unternehmen verpimpen.

  4. Stimmt, wenn Menschen andere Menschen kaufen ist das tatsächlich nicht akzeptabel. Tatsächlich sogar höchst illegal.

    Allerdings wird bei der legalen Prostitution niemand gekauft. Hier wird für eine Dienstleistung bezahlt. Man hat dabei kein Eigentum an einem Menschen erhalten.
    Man muss sich also fragen was die falsche Argumentation bewirken soll. Wenn es nach der Definition gehen würde, würde jeder der sich die Haare schneiden lässt auch einen Menschen kaufen.

    Ziemlich ekelhaft mit solchen falschen Aussagen Stimmung zu machen und damit echten Menschenhandel zu verharmlosen.

  5. Wie kommt es eigentlich, dass alle Parteien mittlerweile eine ähnliche Profillosigkeit aufweisen und der Konkurrenz alles nachplappern?

  6. Ahh noch eine Debatte die von Moral statt von Rationalität geprägt ist. Man kann auch dir Ursachen angehen aber dafür müsste man sich ja ernsthaft damit auseinandersetzen. Gott bewahre.

  7. Der kleine Mann in Olaf Scholz Kopf:

    > “Oh nein, das BVerfG ist uns massiv in die Parade gefahren. Was haben wir denn noch im toxischen Giftschrank der dramatisierten gesellschaftlichen Debattensäue, die wir durchs Dorf treiben könnten, um von unserem politischen Versagen abzulenken? Massenüberwachung? Langweilig! Verschärfung des Waffengesetzes? Hatten wir letzte Woche schon. Ah, ich habs!”

    Olaf Scholz:

    > “Ich finde es nicht akzeptabel, wenn Männer Frauen kaufen. Das ist etwas, was mich moralisch immer empört hat.”

  8. Das ist dss Thema, dass Deutschland derzeit bewegt. Gut des wir endlich die dringenden Themen angehen.

  9. Also bleibt Prostitution legal, aber Männer können nur andere Männer ‘kaufen’ und Frauen haben natürlich freie Wahl

  10. Wenn in diesem Zuge auch Sugar Beziehungen unter Strafe gestellt werden von mir aus. Ansonsten geht der Freier eben eine Beziehung mit der (bisher gewerblichen) Dame ein und schenkt ihr zu Beginn der Beziehung einen 200 Euro Amazon Gutschein.

  11. So viel Framing, Polemik und Sexismus in einen so kurzen Satz zu packen, Respekt!

  12. >Ich finde es nicht akzeptabel, wenn Männer Frauen kaufen. Das ist etwas, was mich moralisch immer empört hat.

    Nachvollziehbare Aussage, aber dass mir ausgerechnet Brechmittel-Olaf was von Moral erzählen will ist an Heuchelei kaum zu überbieten.

  13. Also gibt es demnächst überall Teestuben, bei denen teurer Tee gekauft wird und sich die Damen “anderweitig” privat bedanken?

  14. Cum-Ex Scholz war ja auch irgendwie ein Fall von Prostitution.

  15. Stellt das nicht viele Ehen, speziell mit konservativem Setup aka Mann Alleinverdiener, Frau finanziell abhängig, in Frage?

    Man muss was gegen Zwangsprostitution und anderen Verbrechen immer was tun, aber dass sich der Staat dazu aufschwingt zu kontrollieren aus welchen dummen Gründen erwachsene Menschen schlechten Sex mit anderen haben und besonders aufmerksam werden, wenn Frauen Sex haben, finde ich immer sehr zweifelhaft. Absichtlich ad absurdum geführt haben weder Taliban noch die Mullahs mit dem Ansatz ein konzeptionelles Problem, sie lösen es halt mit der Moralpolizei.

  16. “Angeklagter, haben sie Frau X für sexuelle Handlungen bezahlt?”
    “Herr Richter, daran kann ich mich nicht erinnern.”

  17. Super Idee. Wenn Prostitution verboten wird, dann wird es ja auf gar keinen Fall mehr unkontrollierte Prostitution auf dem dem Schwarzmarkt geben. Verbote haben ja fast immer schon so toll Probleme gelöst. /s

  18. Männer kaufen nicht Frauen.
    Sie kaufen ihre Dienstleistungen.
    Solange das im Einverständnis beider Parteien geschieht, ist das völlig in Ordnung.
    Es ist jedoch nicht in Ordnung, wenn Politiker (und Feministen) den Bürgern die Selbstbestimmung über ihre Körper absprechen.
    Denn mit einem Verbot der Prostitution, sollte auch ein Verbot von Piercings und Tattoos einhergehen, die im Grunde ja nur eine Form der Selbstverstümmelung darstellen.

    Für die Befürworter des Nordischen Models:
    Es funktioniert nicht. Dieses Geschäft hat sich in private Wohnungen verlagert.

    Es gilt die Kriminalität zu bekämpfen, nicht einfach den ganzen Laden abzufackeln.

  19. Männer kaufen nicht Frauen, sondern eine Dienstleistung – soweit ich weiß mit uneingeschränktem Rücktrittsrecht zugunsten der Dienstleisterin. Wenn die kriminellen Strukturen das Problem sind, sollte dort der Abbruchhammer angesetzt werden – im Klartext weniger nutzlose Verbote, mehr Bullen!

  20. Billiger Populismus.

    Zum Ersten: Die Prostitution wird nicht verschwinden, nur weil sie verboten wird. Es wird weiterhin getrieben, nur illegal, mit mehr Nötigung, weniger Sicherheit und ohne dass der Staat dafür Geld einnimmt.

    Zum Zweiten: Ich kann mir vorstellen, dass es erwachsene Menschen gibt (nicht unbedingt nur Frauen), die das einfach machen wollen, ohne dass sie von den bösen Männern (oder wen auch immer) dazu gezwungen werden. Warum sollte das für sie verboten sein?

  21. >Prostitution sei schlimm und oft mit Missbrauch, Gewalt und kriminellen Strukturen verbunden.

    Nennt mir eine Ware oder Dienstleistung, bei deren Verbot sich dies verbessert statt sich zu verschlimmern.

  22. Neuseeland hat die Prostitution in einer Art Gewerkschaft.
    Und bekämpft die schwarze Sex Arbeit. Mit guten Erfolg.

  23. Wenn man mal die Aussage ganz nüchtern betrachtet und man ignoriert einfach alles was da schon falsch dran ist:

    Um dem Problem ernsthaft zu begegnen fehlt’s doch dann eh wieder am Personal. Man braucht keine 5 Minuten um im Internet Angebote zu finden die einfach 100 pro Zwangsprostituion sind. Von Angeboten die anderweitig gegen Vorschriften (die es ja schon gibt) verstoßen reden wir erstmal garnicht.

  24. Ich habe die große Befürchtung für den Turbogang in die Zukunft darf die SPD CDU und FDP nichts mehr zu melden haben.

  25. > Bundesfrauenministerin Lisa Paus (Grüne) hatte vor einer Woche erklärt, dass die Bundesregierung keine Änderungen am Prostituiertenschutzgesetz plane. Dabei verwies sie auf eine Evaluation, die bis 2025 laufe. Das Gesetz trat zum 1. Juli 2017 in Kraft. Es sollte die rechtliche Situation von Prostituierten stärken.

    Hoffentlich behalten wir das im Frauenministerium bei.

  26. Kaufen? Besitzt man die Frauen dann? So wie Sklaven? Ich dachte immer, dass das eher so Miete auf Zeit ist… war ich wohl falsch informiert

  27. Hallo Olaf. Daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Galigrü hicmar

  28. Bei dem Thema kommt mir immer ein Spruch, den einer zu dem Thema im Internet gesagt hat (original auf englisch):

    Wenn du denkst, dass eine Prostituierte ihren Körper verkauft, aber ein Minenarbeiter nicht, hast du ein verzerrtes Weltbild

  29. Ich finde das ist ein sehr schwieriges Thema. Es gibt sicherlich viele Sexworker*innen, die völlig frei willig und selbstreflektiert Sex mit ihnen als Dienstleistung anbieten. Wenn sich dabei beide Parteien der Dienstleistung wohlfühlen, warum sollte es illegal sein?

    Und jetzt die andere Seite: Viele Prostituierte werden weder dazu gezwungen, noch dazu genötigt das zu tun. Und trotzdem bieten sie Sex aus einer persönlichen Notsituation und aus finanzieller Unfreiheit heraus an und haben wahrscheinlich häufig mit ungewollten Übergriffen oder Gewalt zu tun. Sind (schätzungsweise) häufig nicht in Deutschland geboren und haben kaum eine andere Perspektive auf ein gutes Leben.
    Dann glaube ich ohne genaue Daten dazu zu haben, dass sich Sexarbeit in bestimmten Fällen sehr negativ auf die psychische Verfassung der Prostituierten auswirken kann.

    Beide Seiten haben eine Wahrheit an sich und dieses Problem lässt sich nicht über Nacht lösen.

    Edit: Ich frage mich ob es ähnlich wie beim Drogenkonsum sein könnte, dass durch Legalisierung und Aufklärung Missbrauch sogar verhindert werden kann. Weiß da jemand was zu?

  30. >Man müsse alles dafür tun, sie zurückzudrängen. Es müsse diskutiert werden, wie gegen Sexkauf vorzugehen sei, so Scholz.

    Wie wäre es wenn man mal was tut. Dafür mit tausenden Polizisten Großrazzien gegen arabische Clans durchzuführen und am Ende 10KG nicht versteuerten Shishatabak zu finden ist ja anscheinend Personal da. Für eine Razzia in einem Bordell einer Bikergang in dem nur Damen aus dem tiefsten Osten arbeiten komischerweise nicht. Will vielleicht gar niemand das Problem Zwangsprostitution angehen?

  31. Kumpel von mir macht Schichtarbeit im Werk. Er opfert seine geistige und körperliche Gesundheit um jede Woche 40-50 Stunden ein menschlicher Roboter zu sein.

    Anderer Kumpel war zwei mal in Afghanisten als Soldat, obwohl sie ihm beim rekrutieren gesagt haben, er müsse nicht. Eine seiner Hauptaufgaben dort war die Erfassung von Selbstmorden.

    Kannte mal einen, der arbeitete beim Massen-Schlachter. Hat sich mal die halbe Hand abgehackt und ist dann aber damit am nächsten Tag in Handschuh zur Arbeit, weil wer krank macht wird entlassen.

    Freundin von mir war Callgirl. Hätte sie nicht sein müssen, fand sie aber in Ordnung. Hat sich ihr Studium finanziert mit 2-4 Stunden Arbeit die Woche.

    Es gibt grässliche Aspekte der Prostitution und dem damit oft verbundenen Menschenhandel. Aber den ganzen Beruf unter “körperverkauf, unmoralisch, kein beruf” zu bezeichnen während das land voller menschen ist, die buchstäblich ihre körper dem bruttosozialprodukt opfern, ist hirnrissig.

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