Why Aldi Is America’s Fastest Growing Grocery Store | The Wall Street Journal



by 0711Markus

10 comments
  1. Aldi ist schon viele Jahre in den USA und dort auch erfolgreich, scheint sich aber jetzt gerade richtig auszubreiten. Ich war mal in einem Aldi in NYC; der sah dem deutschen Ursprung sehr ähnlich. Typische Größe (also verglichen mit andern US-Supermärkten geradezu winzig), viele Eigenmarken die wahrscheinlich umgelabelte Großmarken sind, große Packungen, gute Preise. Schnelle Kassierer, einfache Präsentationen der Waren im Lieferkarton, alles wie in D. Das Konzept geht nach einigem Anlauf wohl auch in den US auf.

    Übrigens gibt es in NYC keinen Walmart, [die sind dort unwilkommen.](https://www.thestreet.com/investing/stocks/walmart-is-still-being-shut-out-of-one-of-the-world-s-biggest-cities-but-oddly-target-isn-t-14051569)

    Walmart hat es auch mal in D probiert; so um die Jahrtausendwende hatten die ein paar Läden hier. Da war nix anders als in anderen Supermärkten auch, der Fußboden sah kaputt aus, die Preise waren die gleichen wie überall sonst. Nur hatten sie da diese 10-Foot-Rule oder wie das heißt, da wo ein Mitarbeiter einen Kunden ansprechen muss, wenn der im näher als 3 Meter kommt oder so.
    Amis finden das toll, die Deutschen sind in großem Bogen um die Mitarbeiter gelaufen. Kurz darauf haben sie wieder aufgegeben.

  2. weil sie billiger sind als die anderen und es vor allem in einigen anderen europäischen Länder nicht so einen brutalen Preisdruck gibt wie bei uns. Dementsprechend können Aldi und Lidl dort zügig wachsen

  3. Aldi betreibt sogar dort Läden, wo sich andere Supermärkte gar nicht hintrauen, z.B. in den Elwood Park von Baltimore. Harris Teeter liegt in Baltimore beispielsweise eher in abgelegenen Gewerbegebieten, welche sich nur mit dem Auto erreichen lassen. Aldi ist hingegen mitten in einer dicht besiedelten Nachbarschaft von Baltimore präsent und für alle Bürger zugänglich.

    Ähnliches gilt auch in Philadelphia. Der Aldi in der “3101 W Girard Av” liegt in einer strukturschwachen Nachbarschaft. [So sieht beispielsweise die “N Myrtlewood St” in fußläufiger Distanz zum Aldi aus.](https://www.google.com/maps/place/ALDI/@39.9756723,-75.1843259,3a,75y,10.22h,89.63t/data=!3m6!1e1!3m4!1sfbh73C77N3b2bU0uYOuKqw!2e0!7i16384!8i8192!4m7!3m6!1s0x89c6c7bb03091981:0x7c1d84e3108ed13e!8m2!3d39.9760595!4d-75.1868677!10e5!16s%2Fg%2F11bw47hl2r?entry=ttu)

    Ein Teilgrund für Aldis Erfolg ist, dass sich der deutsche Discounter in Nachbarschaften ansiedelt, welche von anderen Supermarktketten und Teilen der amerikanischen Gesellschaft aufgegeben wurden. Dementsprechend agiert Aldi in strukturschwachen Nachbarschaften weitestgehend konkurrenzlos.

  4. Vor allem: Schnelles (!) Kassenpersonal, kein “How are you”-Smalltalk und ich kann meinen Einkauf selber einpacken.

  5. milde interessant: “Aldi” in den USA ist Aldi Süd, Trader Joe’s (die ebenfalls mehrfach im Beitrag erwähnt werden) gehört zu Aldi Nord.

  6. Hoffentlich traut sich Aldi irgendwann auch nach Japan, ob es sich lohnen würde, weiß ich aber nicht.

  7. Komisch dass die Aldi (Süd) mit Trader Joe’s vergleichen, wo doch Trader Joe’s zu Aldi Nord gehört.

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