Finde nur ich so eine Aussage unpassend?

by CobblerMaleficent431

23 comments
  1. > Die ugandische Organisation No White Saviors beschäftigt sich genau mit diesem Phänomen – und versucht dagegen anzugehen. Die Betrachtung des Videos löste bei den Aktivistinnen Entsetzen aus: »Die Kenianer selbst sollten die Helden dieser Geschichte sein. Aber ständig tauchen nur die Weißen im Video auf. Konnten die Leute vor Ort überhaupt mitreden?«, fragt Olivia Alaso, Mitgründerin von No White Saviors.

    Lol, dann macht’s halt selbst. Ach ne, Moment…

  2. Wer oder was ist ein „MrBeast“?

    Eine Zeichentrickfigur?

  3. Dieser Satz illustriert nur die Voreingenommenheit des Artikels. Es ist wirklich seltsam, dass es moralisch nicht so verwerflich ist, Autos in die Luft zu sprengen und Millionen von Dollar für unnütze Luxusgüter aus dem Fenster zu werfen, aber wenn man wirklich Menschen hilft, wird man zerrissen.

    Selbst wenn die Hilfe nicht ganz so ist, wie im Video behauptet, bringt es zumindest Aufmerksamkeit auf das Thema. Dass jetzt mit den typischen identitätspolitischen Schlagworten versucht wird, dieses Thema herunterzuziehen, wirkt auch wieder beliebig – das Mr. Beast Video für Blinde wurde ja genauso angefeindet.

    Schaut man sich die Statistiken an, wäre es für Mr. Beast profitabler, ein weiteres Video à la “Ich habe ein Hotel für 1 Million $ gemietet” oder “Ich habe 500.000 $ für einen Flug ausgegeben” zu machen.

  4. China beutet Afrika vorne und hinten aus, Spiegel: i sleep

    Weißer Dude (weil Hautfarbe anscheinend wieder relevant) hilft mit seinem Geld Menschen in Afrika und dreht dazu ein Video, Spiegel: WIE KANN ER NUR, DAS MÜSSEN WIR JETZT IN DEN DRECK ZIEHEN

  5. Ich finde die Kritik durchaus zutreffend. Er kann ja auch einfach Geld spenden und gut ist. Weiß nicht, warum Mr. Beast von so vielen Leuten als so toll angesehen wird. Der macht das nur für sich selber.

  6. Gerüchteweise soll es ja auch weiße Afrikaner:innen geben. Und sogar welche die reich sind (z.B. Elon Musk).

  7. Hinter diesem Diskurs steht eine maximal hirnrissige Menschenfeindlichkeit.

    MrBeast verhilft mit seiner eigenen Kohle tausenden Menschen zu gesundem Trinkwasser und sammelt dabei noch Unmengen an Spenden, weil die korrupten Eliten vor Ort sich einen Scheiß um all ihre Bürger unterhalb der dünnen Mittelschicht in den Metropolregionen kümmern.

    Irgendeine dahergelaufene Postkolonial-Uschi sowie lokale NGO-Schmarotzer bezichtigen ihn, ein “White savior” zu sein, der die Strukturen vor Ort bloß stellen und zeigen würde, dass die Regierungen es selbst nicht hinbekommen. Ja natürlich tun sie das nicht und wirtschaften nur für sich und ihre Amigos, sonst würden die Menschen dort allerorten nicht im Dreck leben. Meine Güte.

    Und dass der SPIEGEL dort Leute hinschickt um “vor Ort nach Antworten” zu suchen. Absolute Clown-Show. Schade, dass ich seit meinen Studententagen kein SPIEGEL-Abo mehr habe. Hätte es nun gerne gekündigt.

  8. Wo ist das Problem? Finde den gesamten Artikel eigentlich recht differenziert. Geht auf die positiven Aspekte ein, kritisiert aber auch die Inszenierung, und die verdient es auch kritisiert zu werden.

  9. Schlussendlich werden immer diese geshamt, die was tun. Weil wer was tut kann kritisiert werden.

    Alle die schön still auf ihrem Geld sitzen, werden natürlich nicht kritisiert.

  10. Für MrBeast ist das sicherlich kein Herzensprojekt und er will halt Woche für Woche pompös inszenierte Videos mit viel Asche dahinter raushauen. Hat sein Beitrag daher einen gewissen Beigeschmack? Sicherlich. Allerdings hat es bei derartigen Hilfsaktionen den weitaus größeren Beigeschmack, wenn insbesondere deutsche Medien sich primär um diese B-Note mockieren und den nichtsdestotrotz wohltätigen Aspekt beinahe schon vernachlässigen.

    China betreibt Entwicklungshilfe mit beinharten geopolitischen Interessen und das mit Erfolg. Da würde ich mir mal mehr wünschen zu in dem Kontext kleinen Fischen wie MrBeast.

  11. Dieser Artikel wurde Ihnen von einem (weißen) Journalisten zur Verfügung gestellt.

    Merkste hoffentlich selbst Spiegel lol

  12. >”Wer so viel Geld hat, der teilt natürlich gern – vor allem, wenn diese Gemeinnützigkeit auch noch eine Menge Klicks für den eigenen YouTube-Kanal bringt.”

    Eben nicht! Als ob jeder Reiche gerne teilen würde.. Ich denke mal nur kurz an Elon Musk, der groß angekündigt hat sein Vermögen zu spenden wenn ihm jemand eine Lösung für die Nahrungsknappheit der Welt erklären kann. Woraufhin er jeden Vorschlag ignoriert hat.

    Und als ob Youtube nicht direkt seinen Reichtum bedingt und es eben der Grund ist weshalb er das überhaupt machen kann. Da hat sich jemand wirklich die einfachsten und naivsten Takes herausgesucht.

  13. Ja, ist unpassend.

    Diese Schlussfolgerung sollte der Leser selber ziehen. Show, don’t tell.

    Sprich: Stell seine Beteiligung objektiv dar. Mach einfach deutlich, wer die Brunen baut, was MrBeasts Rolle ist, was er tatsächlich getan hat, wie das Video gedreht wurde.

    Und wenn sich dann der leser das denkt, was der Autor da so explizit geschrieben hat, ist das Sache des Lesers.

    Aber so plump finde ich es unpassend. Das wirft auch kein gutes Licht auf die Neutralität der berichterstattung.

    Und im übrigen ist es genauso ok, diese Schlussfolgerung bei dem Sachverhalt nicht zu ziehen. Denn das kann man durchaus auch anders sehen.

  14. Weiß nicht ob ich dazu “unpassend” gesagt hätte, aber es löst sicherlich fremdscham und unbehagen aus, dass die größten selbsternannten Antirassisten sich der Ironie ihrer eigenen Obsession mit Hautfarbe scheinbar gar nicht bewusst sind.

  15. “**I** built 100 wells in Africa”

    So heißt das Video.

    Ich denke darum geht es hier auch. Dass eben er selbst am Ende nicht viel gemacht hat, aber es so darstellt – schon im Titel. Und dass es natürlich in gewisser Weise auch eine koloniale Note hat, wenn Westler nach Afrika kommen, um sich als große Macher darzustellen, es am Ende aber natürlich nur um die Klicks von zuhause geht und die Schaufel schnell fällt, wenn die Kamera aus ist. Es heißt ja eben auch nicht “We built…” oder “I had 100 wells built”.

  16. Man sollte sich schämen, in Afrika investieren zu wollen… /s

  17. Wenn also MrBeast und Team ein Video drehen um seine Philanthropie zu finanzieren „fliegen Weiße nach Afrika“ aber wenn die vom Spiegel (bestimmt auch Weiße) dahinfliegen ist das „Journalismus“…

  18. naja wenn ich mir mit ner baufirma ein haus baue und die baustelle besuche ist das irgendwie das gleiche

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