Bei der momentanen Entwicklung der AAA “Spiele” ist einfach jedes Spiel was nicht komplett unspielbar ist ein Indie Spiel.
Joa die selbe Organisation hat auch XTQZZZ für den besten eSport Coach nominiert. Der war aber gar nicht ein Coach in diesem Jahr. Sollte alles über die Qualität des Auswahlverfahrens sagen.
Die Frage ist halt was wir als Indi Spiel verstehen. Für mich ist das eher eine Aussage über das Spiel und nicht über den Entwickler. Baldurs Gate 3 ist für mich einfach kein Indi Spiel, auch wenn die Definition pro forma erfüllt ist. Sowas wie Celeste oder Creeper world sind für mich Indi Spiele: Fokus auf ein gutes innovatives Gameplay, statt AAA Grafik. Eher kleinerer Umfang und preislich günstiger als große AAA Spiele. Selbst Disco Elysium finde ich schon zu groß und professionell um wirklich Indi zu sein.
Für mich hat die Aussage dass ein Spiel ohne externe Geldgeber entwickelt wurde keinen Mehrwert. Ich möchte wissen was mich bei dem Spiel erwartet.
Das kleine Indiestudio, das laut Wikipedia 2021 2,4 Milliarden Dollar an Umsatz gemacht hat.
Irgendwas mit Games, Awards & Highly beängstigend
Indie ist für mich eher ein Mindset, das Spiel ist das Baby der Entwicklerinnen. Man reagiert zügig auf Bug reports, es wird mit der community auf discord diskutiert, Regelmäßige patches und offene Kommunikation, man stellt die Leute nicht vor vollendete Tatsachen, sondern bezieht die Spieler mit ein.
In das Schema passt Larian meines Erachtens nach definitiv!
Indie ist, wenn Pixel.
Dredge, Subnautica oder Path of Exile sind für mich (hervorragende!) Indie games.
Erinnert mich daran wie Triple AAA Entwickler geflamed haben das man Sie nicht an Baldurs Gate 3 oder Elden Ring messen sollte.
Whatever. Dave the Diver eins der coolsten Spiele der letzten Jahre.
Krass find ich bei der Geschichte vor allem das hier:
>Entwickelt wurde “Dave the Diver” von Mintrocket, einer Tochtermarke des südkoreanischen Publishers Nexon, der im dritten Quartal 2023 über 700 Millionen Euro Umsatz gemacht hat. Das Nexon-Management selbst hat sich in einem früheren Interview davon distanziert, “Dave the Diver” als Indie-Spiel zu bezeichnen. Und dennoch hat sich eine Jury aus über 100 internationalen Medien dazu entschlossen, “Dave the Diver” bei der wichtigsten Spiele-Preisverleihung als bestes Indie-Spiel zu nominieren.
Die Jury hat das Spiel gegen den Willen des Entwicklers einfach zum Indiespiel deklariert
Wenn sie sich selber nicht als Indie Entwickler bezeichnen sind fir 100% nicht indie entwickler und sollten nicht Nominierungen von echten indie entwicklern verhindert.
So schwierig ist das nicht zu verstehn.
Guter Beitrag. Fand mich selbst beim Teil um Baldurs Gate überrascht, für mich wäre das Spiel nie in den Sinn gekommen, wenn man über Indies redet, und das belegt ja die “Schwammhaftigkeit” des Begriffes. Ist aber nicht unbedingt was schlechtes, so wies (sinnhaftig) unten weiter steht: Indie sind Vibes
Also mal im ernst: Sind die Game Awards wirklich so relevant? Hat sich schon mal jemand hier ein Spiel gekauft, weil es Game of the year wurde?
Ich hab jedes Jahr das Gefühl, dass über diesen Preis innerhalb des Gamesjournalismus zwar geredet wird, aber außerhalb davon niemand sooo sehr Notiz davon nimmt. Kann mich nicht erinnern jemals mit jemandem über die Game Awards gesprochen zu haben. Kann aber natürlich auch einfach an meiner Bubble liegen.
Wube Software/Factorio ist für mich so ziemlich das Benchmark für ein gutes indie game.
Ja, aber wo ist Pizza Tower?
So ein Unsinn. Ein “Indie-Spiel” ist “independent” produziert worden, das heißt, es hat keinen separaten Publisher. Mit AAA-Titeln schließt sich das nicht aus, denn bei der Kategorie “AAA” geht es in erster Linie um das Budget. Zwar haben Studios ohne Publisher im Rücken tendenziell weniger Geld als solche mit Publisher, aber ein großes Studio kann auch “independent” AAA-Titel produzieren – wie z.B. CD Projekt.
Der Begriff ist nicht kaputt, es ist wird nur immer offensichtlicher, dass auch in der Spiele-Presse jede Menge Leute nicht verstehen, was er bedeutet. “Indie” ist genau so wenig ein Genre wie “Kickstarter-Spiel”. Nur würde komischerweise keiner diskutieren, ob etwas ein “Kickstarter-Spiel” ist, weil das Kriterium dafür offensichtlich sein sollte und es außerdem auch nicht hilft, das Spiel inhaltlich zu beschreiben.
Unabhängig von Awards wäre eine gute Definition für Indiegame interessant. Baldurs Gate 3 ist ja aktuell ein Indiespiel von dem Triple-A Studios sagen “messt bitte andere Spiele nicht an BG3”.
18 comments
Bei der momentanen Entwicklung der AAA “Spiele” ist einfach jedes Spiel was nicht komplett unspielbar ist ein Indie Spiel.
Joa die selbe Organisation hat auch XTQZZZ für den besten eSport Coach nominiert. Der war aber gar nicht ein Coach in diesem Jahr. Sollte alles über die Qualität des Auswahlverfahrens sagen.
Die Frage ist halt was wir als Indi Spiel verstehen. Für mich ist das eher eine Aussage über das Spiel und nicht über den Entwickler. Baldurs Gate 3 ist für mich einfach kein Indi Spiel, auch wenn die Definition pro forma erfüllt ist. Sowas wie Celeste oder Creeper world sind für mich Indi Spiele: Fokus auf ein gutes innovatives Gameplay, statt AAA Grafik. Eher kleinerer Umfang und preislich günstiger als große AAA Spiele. Selbst Disco Elysium finde ich schon zu groß und professionell um wirklich Indi zu sein.
Für mich hat die Aussage dass ein Spiel ohne externe Geldgeber entwickelt wurde keinen Mehrwert. Ich möchte wissen was mich bei dem Spiel erwartet.
Das kleine Indiestudio, das laut Wikipedia 2021 2,4 Milliarden Dollar an Umsatz gemacht hat.
Irgendwas mit Games, Awards & Highly beängstigend
Indie ist für mich eher ein Mindset, das Spiel ist das Baby der Entwicklerinnen. Man reagiert zügig auf Bug reports, es wird mit der community auf discord diskutiert, Regelmäßige patches und offene Kommunikation, man stellt die Leute nicht vor vollendete Tatsachen, sondern bezieht die Spieler mit ein.
In das Schema passt Larian meines Erachtens nach definitiv!
Indie ist, wenn Pixel.
Dredge, Subnautica oder Path of Exile sind für mich (hervorragende!) Indie games.
Erinnert mich daran wie Triple AAA Entwickler geflamed haben das man Sie nicht an Baldurs Gate 3 oder Elden Ring messen sollte.
Whatever. Dave the Diver eins der coolsten Spiele der letzten Jahre.
Krass find ich bei der Geschichte vor allem das hier:
>Entwickelt wurde “Dave the Diver” von Mintrocket, einer Tochtermarke des südkoreanischen Publishers Nexon, der im dritten Quartal 2023 über 700 Millionen Euro Umsatz gemacht hat. Das Nexon-Management selbst hat sich in einem früheren Interview davon distanziert, “Dave the Diver” als Indie-Spiel zu bezeichnen. Und dennoch hat sich eine Jury aus über 100 internationalen Medien dazu entschlossen, “Dave the Diver” bei der wichtigsten Spiele-Preisverleihung als bestes Indie-Spiel zu nominieren.
Die Jury hat das Spiel gegen den Willen des Entwicklers einfach zum Indiespiel deklariert
Wenn sie sich selber nicht als Indie Entwickler bezeichnen sind fir 100% nicht indie entwickler und sollten nicht Nominierungen von echten indie entwicklern verhindert.
So schwierig ist das nicht zu verstehn.
Guter Beitrag. Fand mich selbst beim Teil um Baldurs Gate überrascht, für mich wäre das Spiel nie in den Sinn gekommen, wenn man über Indies redet, und das belegt ja die “Schwammhaftigkeit” des Begriffes. Ist aber nicht unbedingt was schlechtes, so wies (sinnhaftig) unten weiter steht: Indie sind Vibes
Also mal im ernst: Sind die Game Awards wirklich so relevant? Hat sich schon mal jemand hier ein Spiel gekauft, weil es Game of the year wurde?
Ich hab jedes Jahr das Gefühl, dass über diesen Preis innerhalb des Gamesjournalismus zwar geredet wird, aber außerhalb davon niemand sooo sehr Notiz davon nimmt. Kann mich nicht erinnern jemals mit jemandem über die Game Awards gesprochen zu haben. Kann aber natürlich auch einfach an meiner Bubble liegen.
Wube Software/Factorio ist für mich so ziemlich das Benchmark für ein gutes indie game.
Ja, aber wo ist Pizza Tower?
So ein Unsinn. Ein “Indie-Spiel” ist “independent” produziert worden, das heißt, es hat keinen separaten Publisher. Mit AAA-Titeln schließt sich das nicht aus, denn bei der Kategorie “AAA” geht es in erster Linie um das Budget. Zwar haben Studios ohne Publisher im Rücken tendenziell weniger Geld als solche mit Publisher, aber ein großes Studio kann auch “independent” AAA-Titel produzieren – wie z.B. CD Projekt.
Der Begriff ist nicht kaputt, es ist wird nur immer offensichtlicher, dass auch in der Spiele-Presse jede Menge Leute nicht verstehen, was er bedeutet. “Indie” ist genau so wenig ein Genre wie “Kickstarter-Spiel”. Nur würde komischerweise keiner diskutieren, ob etwas ein “Kickstarter-Spiel” ist, weil das Kriterium dafür offensichtlich sein sollte und es außerdem auch nicht hilft, das Spiel inhaltlich zu beschreiben.
Unabhängig von Awards wäre eine gute Definition für Indiegame interessant. Baldurs Gate 3 ist ja aktuell ein Indiespiel von dem Triple-A Studios sagen “messt bitte andere Spiele nicht an BG3”.
Schon absurd.