Hallelujah! Der erste Artikel den ich dazu sehe, der bereits in der Überschrift von „auslaufen“ spricht statt fälschlicherweise von einer Erhöhung.
Zumindest gehen die Nahrungsmittelpreise [im Großhandel schon seit längerem wieder zurück](https://www.fao.org/worldfoodsituation/fao-food-price-index/en) (bis auf Zuckerprodukte), was sich dann auch positiv auf die Gastronomie und den Einzelhandel auswirken dürfte, wenn auch langsam.
DEHOGA in shambles. Hat das ganze framing mit „Erhöhung“ doch beim Lobbying nicht gereicht. Auf LinkedIn ist das Geheule schon riesig.
Wird dann in der Gastro sicherlich zu einer Bemerkung auf der Speisekarte führen: „Wegen der Mehrwertsteuererhöhung sehen wir uns leider gezwungen, die Preise anzupassen. (Hier wahlweise Beschimpfungen auf die Regierung einfügen)“.
Das wird der Gastronomie den Todesstoß nach Corona und Inflationskrise versetzen. In Zukunft haben wir dann nur noch Fast Food Ketten als Gastronomie wie die USA.
nice
Richtig so. Es kann nicht jede temporär gemeinte Unterstützung einfach für immer weiter geführt werden.
Olaf Scholz: “Wir haben die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie gesenkt und das nochmal verlängert. Ich will Ihnen gern versichern: Ich habe dieser Verlängerungsentscheidung zugestimmt und der Einführung im sicheren Bewusstsein: Das schaffen wir nie wieder ab.” (2021)
Joa, wir brauchen Geld, Corona ist vorbei.
Denkanstoß für einige:
Döner 8€ + Becher Kaffee 2,50€
Gehobener Italiener, Wien, Kerzenlicht etc. 75€ pro Person, davor nachmittags noch “Draußen nur Kännchen” 15€
Nein, mir ist nicht so ganz klar, warum so mancher bei dieser Diskussion die 12% generell mit “Grundnahrungsmittel” in Zusammenhang bringt.
tja, am Ende muss irgendjemand die Party auch bezahlen.
Lustig wie hier wieder alle Experten für das Gastgewerbe sind und offensichtlich ja die pösen und raffgierigen Gastronomen einfach die Preise erhöhen weil sie mehr Steuern zahlen müssen, die Schweine!!! Ich unterstelle mal das die meisten die hier kommentieren Deutsche sind, weil die Diskussion und der ganze Habitus so unfassbar Deutsch sind. Dieser Selbsthass a`la „Die wollen doch alle nur mein allerbestes, mein sauer verdientes Geld nämlich“. Macht euch mal Gedanken welche Funktion Gastronomie für Städte und Gemeinden und noch wichtiger, für lokale Wirtschaftskreisläufe hat…
Ich finds ja witzig, wie alle rumheulen, dass das auf die Preise durchschlagen wird. Man nenne mir einen Gastronom, der die ursprünglich Mehrwertsteuer*senkung* an die Gäste weitergegeben hat.
Die Kurzsichtigkeit von vielen Betrieben zusammengefasst… Ich hab so viele falsche Soforthilfeanträger gesehen bei denen Leute blind geschätzt haben und sich nun mit Rückforderungen herumärgern (dass es in dem Komplex auch absurde Rechtsanpassungen gab lassen wir mal).
Ich finds fair Lobby zu aktivieren und für Erhalt zu werfen, aber dieses Lamentieren und die Schuldverschiebungen gehen mir einfach auf den Senkel. Es gibt ne unternehmerische Verantwortung, die gilt es zu tragen. Wer das nicht kann sollte kein Unternehmen führen.
Ja, und…?
Da isser, der Aufschrei. “Hey, die wollen mir was wegnehmen, Skandal”
Nö, die wollen niemandem was wegnehmen, sondern nur jemandem (dem Staat, also uns) was wiedergeben: die verlorenen Steuern aus der Corona-Pandemie.
Die Mehrwertsteuer wurde während und nach der Pandemie für die Gastronomie gesenkt – fand ich gut und richtig, schliesslich ist das einer der Wirtschaftszweige, wo Home-Office ein wenig schwierig ist. Aber mit welcher Begründung sollte man die verminderte Steuer weiter laufen lassen? Weil’s (manchen) Betrieben schlecht geht? Geht’s manchen anderen in anderen Wirtschaftszweigen auch (und die müssen sich ohne reduzierte MwSt durchkämpfen).
Ja, tut weh, aber ist m.E. völlig korrekt.
Im Übrigen war ich in den letzten Wochen mehrmals abends mit Freunden essen und ich hatte nicht den Eindruck, dass es (m.E. guten) Restaurants schlecht geht. Alles teurer, aber voll wie nie (hätten wir nicht reserviert, hätten wir wohl keinen Platz bekommen – das war vor der Pandemie noch anders).
Als wenn in der Gastronomie nicht eh die Hälfte schwarz läuft
Richtig so.
Konkurrenz belebt das Geschäft, hoffentlich bereinigt sich der Markt danach, so dass die Gierigsten nicht überleben.
Essen gehen ist purer Luxus in Deutschland mit diesen Mondpreisen für TK-Ware. Kann also ruhig normal besteuert werden. Lieber mal bei Grundnahrungsmitteln runter gehen.
20 comments
Hallelujah! Der erste Artikel den ich dazu sehe, der bereits in der Überschrift von „auslaufen“ spricht statt fälschlicherweise von einer Erhöhung.
Zumindest gehen die Nahrungsmittelpreise [im Großhandel schon seit längerem wieder zurück](https://www.fao.org/worldfoodsituation/fao-food-price-index/en) (bis auf Zuckerprodukte), was sich dann auch positiv auf die Gastronomie und den Einzelhandel auswirken dürfte, wenn auch langsam.
Ja, die Inflationsrate für Nahrungsmittel steht [immer noch bei 6,1% (Fleisch 4%, Obst 10%, Gemüse 1,4%)](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/11/PD23_429_611.html), aber wir sind auf nem guten Weg.
DEHOGA in shambles. Hat das ganze framing mit „Erhöhung“ doch beim Lobbying nicht gereicht. Auf LinkedIn ist das Geheule schon riesig.
Wird dann in der Gastro sicherlich zu einer Bemerkung auf der Speisekarte führen: „Wegen der Mehrwertsteuererhöhung sehen wir uns leider gezwungen, die Preise anzupassen. (Hier wahlweise Beschimpfungen auf die Regierung einfügen)“.
Das wird der Gastronomie den Todesstoß nach Corona und Inflationskrise versetzen. In Zukunft haben wir dann nur noch Fast Food Ketten als Gastronomie wie die USA.
nice
Richtig so. Es kann nicht jede temporär gemeinte Unterstützung einfach für immer weiter geführt werden.
Olaf Scholz: “Wir haben die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie gesenkt und das nochmal verlängert. Ich will Ihnen gern versichern: Ich habe dieser Verlängerungsentscheidung zugestimmt und der Einführung im sicheren Bewusstsein: Das schaffen wir nie wieder ab.” (2021)
Joa, wir brauchen Geld, Corona ist vorbei.
Denkanstoß für einige:
Döner 8€ + Becher Kaffee 2,50€
Gehobener Italiener, Wien, Kerzenlicht etc. 75€ pro Person, davor nachmittags noch “Draußen nur Kännchen” 15€
Nein, mir ist nicht so ganz klar, warum so mancher bei dieser Diskussion die 12% generell mit “Grundnahrungsmittel” in Zusammenhang bringt.
tja, am Ende muss irgendjemand die Party auch bezahlen.
Lustig wie hier wieder alle Experten für das Gastgewerbe sind und offensichtlich ja die pösen und raffgierigen Gastronomen einfach die Preise erhöhen weil sie mehr Steuern zahlen müssen, die Schweine!!! Ich unterstelle mal das die meisten die hier kommentieren Deutsche sind, weil die Diskussion und der ganze Habitus so unfassbar Deutsch sind. Dieser Selbsthass a`la „Die wollen doch alle nur mein allerbestes, mein sauer verdientes Geld nämlich“. Macht euch mal Gedanken welche Funktion Gastronomie für Städte und Gemeinden und noch wichtiger, für lokale Wirtschaftskreisläufe hat…
Ich finds ja witzig, wie alle rumheulen, dass das auf die Preise durchschlagen wird. Man nenne mir einen Gastronom, der die ursprünglich Mehrwertsteuer*senkung* an die Gäste weitergegeben hat.
Die Kurzsichtigkeit von vielen Betrieben zusammengefasst… Ich hab so viele falsche Soforthilfeanträger gesehen bei denen Leute blind geschätzt haben und sich nun mit Rückforderungen herumärgern (dass es in dem Komplex auch absurde Rechtsanpassungen gab lassen wir mal).
Ich finds fair Lobby zu aktivieren und für Erhalt zu werfen, aber dieses Lamentieren und die Schuldverschiebungen gehen mir einfach auf den Senkel. Es gibt ne unternehmerische Verantwortung, die gilt es zu tragen. Wer das nicht kann sollte kein Unternehmen führen.
Ja, und…?
Da isser, der Aufschrei. “Hey, die wollen mir was wegnehmen, Skandal”
Nö, die wollen niemandem was wegnehmen, sondern nur jemandem (dem Staat, also uns) was wiedergeben: die verlorenen Steuern aus der Corona-Pandemie.
Die Mehrwertsteuer wurde während und nach der Pandemie für die Gastronomie gesenkt – fand ich gut und richtig, schliesslich ist das einer der Wirtschaftszweige, wo Home-Office ein wenig schwierig ist. Aber mit welcher Begründung sollte man die verminderte Steuer weiter laufen lassen? Weil’s (manchen) Betrieben schlecht geht? Geht’s manchen anderen in anderen Wirtschaftszweigen auch (und die müssen sich ohne reduzierte MwSt durchkämpfen).
Ja, tut weh, aber ist m.E. völlig korrekt.
Im Übrigen war ich in den letzten Wochen mehrmals abends mit Freunden essen und ich hatte nicht den Eindruck, dass es (m.E. guten) Restaurants schlecht geht. Alles teurer, aber voll wie nie (hätten wir nicht reserviert, hätten wir wohl keinen Platz bekommen – das war vor der Pandemie noch anders).
Als wenn in der Gastronomie nicht eh die Hälfte schwarz läuft
Richtig so.
Konkurrenz belebt das Geschäft, hoffentlich bereinigt sich der Markt danach, so dass die Gierigsten nicht überleben.
Essen gehen ist purer Luxus in Deutschland mit diesen Mondpreisen für TK-Ware. Kann also ruhig normal besteuert werden. Lieber mal bei Grundnahrungsmitteln runter gehen.