> Die neue Norm müsse das Bauen im Bestand sein, um Flächenverbrauch zu vermeiden. Hierfür wollen die Grünen die Baunutzungsverordnung ändern, damit Büros oder Gewerbeflächen leichter in Wohnungen umgewandelt werden können.
¿Porque no los dos?
Naja, die Grünen haben da schon recht. Es schadet auch nicht, wenn man etwas höher baut.
*”Bereits erschlossene Gewerbegebiete will sie zu gemischten Wohnvierteln entwickeln.”*
Was übrigens den dortigen Betrieben zugute kommen könnte – mehr Kunden in Reichweite. Gerade Gewerbegebiete sind oftmals sehr verschwenderisch mit dem Platz. Man könnte an Parkplätzen sparen und weniger 1-geschossige Bebauung provozieren.
*(Euch mag die Antwort nicht gefallen, aber ich werde nicht von meiner Meinung abweichen. Ich kenne beide Seiten der Medaille und hier geht es primär um Unterbringung ~ Sehe keinen Sinn darin, autozentrierte Infrastruktur zu belohnen, sondern die Nötigkeit dessen zu verringern)*
Deutschland: “das beste was ich bieten kann ist ein Park&Ride Parkplatz, sorry”
Alle EFH abreißen und durch MFH ersetzen.
Ich finde das echt schade. Wir haben mit Olaf Scholz einen Kanzler, der beim Wohnungsbau in Hamburg eigentlich Recht gut vorgelegt hat, dafür sogar ein eigenes Ministerium geschaffen hat. In Hamburg wurde sehr viel neu gebaut unter ihm, und die Mietpreise sind weniger stark gestiegen als anderswo. (Immernoch gestiegen, immer noch zu hoch, klar)
Mit der Ampel ist allgemein Erneuerung möglich, von der FDP habe ich bei dem Thema auch nur Unterstützung wahrgenommen; Bürokratie Abbau und mehr Aufträge für die Baubranche, da sagen die nicht nein.
Aber hier stellen sich die Grünen quer? Wenn es darum geht, mehr Wohnraum zu schaffen? Fast jede deutsche Großstadt hat Äcker im Stadtgebiet. Äcker. Nicht Wiesen, nicht Wald, Äcker.
Wenn man, bei den aktuellen Mietpreisen, innerstädtische Äcker wichtiger findet als bezahlbaren Wohnraum, weiß ich auch nicht mehr. Verstehen die nicht, was es in der aktuellen Zeit heißt, sich gegen Wohnungsbau zu stellen?
Das in vielen Metropolen die gesamten Lohnsteigerungen 2010-2020 einfach durch höhere Mieten aufgefressen wurden? Das es hier um den sozialen Frieden und Zusammenhalt geht?
Vielleicht sowohl Verdichtung regulatorisch massiv vereinfachen und zusätzlich mehr Flächen auf der grünen Wiese zum Bau freigeben. Die Investitionen werden dann ja wohl dahin fließen, wo mehr Bedarf besteht.
Manch einer will lieber Mitten in der Stadt mit all ihren Angeboten wohnen, der andere hat vielleicht weniger ein Problem 30 Minuten mit der Bahn in seine Satellitenstadt zu pendeln. In jedem Fall sollte man allerdings sollte man schon aufhören Einfamilienhäuser zu fördern.
Aber natürlich wird die Realität anders aussehen und die Politik wird leider ihre Vorstellungen vom optimalen Wohnraum subventionieren.
Wir werden beides brauchen. Aufstocken und Lücken füllen ist wichtig, wird aber in nicht ausreichen bei unserem Bedarf an Wohnungen. Mal ganz abgesehen davon das solche Lückenfüller Pläne oft verhasst sind und blockiert werden. Wenn es keine Sozialwohnungen sind dann weil sie das Viertel Gentrefizieren und wenn es welche sind, weil sie das Viertel gettoisieren. Lockal speert sich die Grünen auch mal gerne gegen Verdichtung etwa bei der 10%? Bebauung des Tempelhofer Feldes oder was mal geplant war.
Einige Vereinfachungen sind ja gekommen jetzt mit dem Bund Länder Pakt. Grade das Aufstockung von Wohnungen einfach wird, hat mich positiv überrascht.
Am Ende brauchen wir aber neue Viertel, am besten auf alten Industriegeländen, Gewerbegebieten aber auch auf der freien Wiese. Nur müssen die dann gut mit einer S-bahn oder Tram angebunden werden und eine anständige dichte erreichen und von Landes und Städtischen Genossenschaften gebaut werden. Bauen Bauen Bauen und zwar keine EFH, höchstens ein paar Reihenhäuser.
Die Vorstellung man könne mit Dachgeschossausbauten oder Büroumbauten im großen Stil Wohnraum schaffen ist absurd.
Dachgeschossausbauten sind unverhältnismäßig teuer und die meisten Eigentümer haben keine Lust darauf. Und bevor mir jemand was von “Anreizen” oder “Förderprogrammen” erzählt… nein, wir müssen Immobilienbesitzer nicht noch weiter subventionieren.
Umwandlung Büroflächen geht vielleicht im Einzelfall bei genutzter Mischung (kleines MFH mit kleiner Gewerbeeinheit), aber bei den wirklich großen Bürogebäuden ist das EXTREM teuer, oft viel teurer als Neubau. Bedeutet oft Vollentkernung (Asbest lässt grüßen) und komplettes neu verlegen aller Rohre weil bei Büros i.d.R. aus Sparsamkeit oft nur ein zentraler Versorgungsschacht gebaut wurde. Also auf jeder Ebene an der gleichen Stelle die Leitungen für WCs und Teeküche liegen. Lage/Aufbau der Treppenhäuser auch oft völlig unbrauchbar. Könnte da ewig weiter machen. TLDR: Extrem teuer und nur im Einzelfall machbar.
Scholz hat hier Recht. Wir brauchen einen massiven Wumms im Wohnungsbau. Die Flickschusterei die die Grünen hier vorschlagen wird das Problem nicht lösen.
Der Staat muss dringend massiv Wohnraum schaffen auch wenn es ein Verlustgeschäft ist.
Der Bürger zahlt so viele Steuern und Sozialabgaben, bekommt die volle Härte der Gierflation im Einkauf zu spüren und muss dann noch die horrenden Mieten bezahlen.
Gerade die Miete um das Grundbedürfnis Wohnen zu stillen frisst so viel vom noch verfügbaren Einkommen auf, dass das nicht mehr lange gut geht mit dem sozialen Frieden in Deutschland. Wenn ich nur noch arbeite, um mir ein Dach über dem Kopf zu leisten und nicht obdachlos zu sein, dann muss man sich nicht wundern, wenn man die Gesellschaftliche Ordnung in Frage stellt.
Effektiv einer der Haupttreiber des Wohlstandsverlustes und man argumentiert mit “Klimaschutz”, der grüne Wohlstand wird mit der gleichen Fantasie wie bei der FDP und Zukunftstechnologien erzeugt.
Hä? Solange der Denkmalschutz nicht ganz massiv angepasst wird, sollte es doch ziemlich unmöglich sein, großflächig im Bestand zu bauen.
Das ist ein ziemlicher NIMBY Take von den Grünen. Aber dann wundern warum Wohnraum immer teurer wird. DaS sInD aLlES dIe MoNoPoLisTEn Am WoHnUnGsMaRkT ScHuLd
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> Die neue Norm müsse das Bauen im Bestand sein, um Flächenverbrauch zu vermeiden. Hierfür wollen die Grünen die Baunutzungsverordnung ändern, damit Büros oder Gewerbeflächen leichter in Wohnungen umgewandelt werden können.
¿Porque no los dos?
Naja, die Grünen haben da schon recht. Es schadet auch nicht, wenn man etwas höher baut.
*”Bereits erschlossene Gewerbegebiete will sie zu gemischten Wohnvierteln entwickeln.”*
Was übrigens den dortigen Betrieben zugute kommen könnte – mehr Kunden in Reichweite. Gerade Gewerbegebiete sind oftmals sehr verschwenderisch mit dem Platz. Man könnte an Parkplätzen sparen und weniger 1-geschossige Bebauung provozieren.
*(Euch mag die Antwort nicht gefallen, aber ich werde nicht von meiner Meinung abweichen. Ich kenne beide Seiten der Medaille und hier geht es primär um Unterbringung ~ Sehe keinen Sinn darin, autozentrierte Infrastruktur zu belohnen, sondern die Nötigkeit dessen zu verringern)*
ich finds immer erstaunlich mit der S oder U Bahn in die Vororte zu fahren, und nur eine Seite des Bahnhofs ist bebaut. Da ist einfach eine [Weide](https://maps.app.goo.gl/HKgqHqvaXPiXXej76) oder[ Getreidefeld](https://maps.app.goo.gl/BTHomPdJLfVCRgNP8) direkt neben der Haltestelle. Da gehören Wohngebiete hin.
Deutschland: “das beste was ich bieten kann ist ein Park&Ride Parkplatz, sorry”
Alle EFH abreißen und durch MFH ersetzen.
Ich finde das echt schade. Wir haben mit Olaf Scholz einen Kanzler, der beim Wohnungsbau in Hamburg eigentlich Recht gut vorgelegt hat, dafür sogar ein eigenes Ministerium geschaffen hat. In Hamburg wurde sehr viel neu gebaut unter ihm, und die Mietpreise sind weniger stark gestiegen als anderswo. (Immernoch gestiegen, immer noch zu hoch, klar)
Mit der Ampel ist allgemein Erneuerung möglich, von der FDP habe ich bei dem Thema auch nur Unterstützung wahrgenommen; Bürokratie Abbau und mehr Aufträge für die Baubranche, da sagen die nicht nein.
Aber hier stellen sich die Grünen quer? Wenn es darum geht, mehr Wohnraum zu schaffen? Fast jede deutsche Großstadt hat Äcker im Stadtgebiet. Äcker. Nicht Wiesen, nicht Wald, Äcker.
Wenn man, bei den aktuellen Mietpreisen, innerstädtische Äcker wichtiger findet als bezahlbaren Wohnraum, weiß ich auch nicht mehr. Verstehen die nicht, was es in der aktuellen Zeit heißt, sich gegen Wohnungsbau zu stellen?
Das in vielen Metropolen die gesamten Lohnsteigerungen 2010-2020 einfach durch höhere Mieten aufgefressen wurden? Das es hier um den sozialen Frieden und Zusammenhalt geht?
Vielleicht sowohl Verdichtung regulatorisch massiv vereinfachen und zusätzlich mehr Flächen auf der grünen Wiese zum Bau freigeben. Die Investitionen werden dann ja wohl dahin fließen, wo mehr Bedarf besteht.
Manch einer will lieber Mitten in der Stadt mit all ihren Angeboten wohnen, der andere hat vielleicht weniger ein Problem 30 Minuten mit der Bahn in seine Satellitenstadt zu pendeln. In jedem Fall sollte man allerdings sollte man schon aufhören Einfamilienhäuser zu fördern.
Aber natürlich wird die Realität anders aussehen und die Politik wird leider ihre Vorstellungen vom optimalen Wohnraum subventionieren.
Wir werden beides brauchen. Aufstocken und Lücken füllen ist wichtig, wird aber in nicht ausreichen bei unserem Bedarf an Wohnungen. Mal ganz abgesehen davon das solche Lückenfüller Pläne oft verhasst sind und blockiert werden. Wenn es keine Sozialwohnungen sind dann weil sie das Viertel Gentrefizieren und wenn es welche sind, weil sie das Viertel gettoisieren. Lockal speert sich die Grünen auch mal gerne gegen Verdichtung etwa bei der 10%? Bebauung des Tempelhofer Feldes oder was mal geplant war.
Einige Vereinfachungen sind ja gekommen jetzt mit dem Bund Länder Pakt. Grade das Aufstockung von Wohnungen einfach wird, hat mich positiv überrascht.
Am Ende brauchen wir aber neue Viertel, am besten auf alten Industriegeländen, Gewerbegebieten aber auch auf der freien Wiese. Nur müssen die dann gut mit einer S-bahn oder Tram angebunden werden und eine anständige dichte erreichen und von Landes und Städtischen Genossenschaften gebaut werden. Bauen Bauen Bauen und zwar keine EFH, höchstens ein paar Reihenhäuser.
Die Vorstellung man könne mit Dachgeschossausbauten oder Büroumbauten im großen Stil Wohnraum schaffen ist absurd.
Dachgeschossausbauten sind unverhältnismäßig teuer und die meisten Eigentümer haben keine Lust darauf. Und bevor mir jemand was von “Anreizen” oder “Förderprogrammen” erzählt… nein, wir müssen Immobilienbesitzer nicht noch weiter subventionieren.
Umwandlung Büroflächen geht vielleicht im Einzelfall bei genutzter Mischung (kleines MFH mit kleiner Gewerbeeinheit), aber bei den wirklich großen Bürogebäuden ist das EXTREM teuer, oft viel teurer als Neubau. Bedeutet oft Vollentkernung (Asbest lässt grüßen) und komplettes neu verlegen aller Rohre weil bei Büros i.d.R. aus Sparsamkeit oft nur ein zentraler Versorgungsschacht gebaut wurde. Also auf jeder Ebene an der gleichen Stelle die Leitungen für WCs und Teeküche liegen. Lage/Aufbau der Treppenhäuser auch oft völlig unbrauchbar. Könnte da ewig weiter machen. TLDR: Extrem teuer und nur im Einzelfall machbar.
Wenn man nicht gewillt ist neu zu bauen sollte man sich vielleicht überlegen ob man tatsächlich [1,5 Mio “Fachkräfte” pro Jahr](https://www.fr.de/wirtschaft/wirtschaftsweise-deutschland-millionen-zuwanderer-fachkraeftemangel-wirtschaftsstandort-zr-92378877.html) ins Land holen will. Soviele Dachgeschosse zum umbauen gibts gar nicht.
Scholz hat hier Recht. Wir brauchen einen massiven Wumms im Wohnungsbau. Die Flickschusterei die die Grünen hier vorschlagen wird das Problem nicht lösen.
Der Staat muss dringend massiv Wohnraum schaffen auch wenn es ein Verlustgeschäft ist.
Der Bürger zahlt so viele Steuern und Sozialabgaben, bekommt die volle Härte der Gierflation im Einkauf zu spüren und muss dann noch die horrenden Mieten bezahlen.
Gerade die Miete um das Grundbedürfnis Wohnen zu stillen frisst so viel vom noch verfügbaren Einkommen auf, dass das nicht mehr lange gut geht mit dem sozialen Frieden in Deutschland. Wenn ich nur noch arbeite, um mir ein Dach über dem Kopf zu leisten und nicht obdachlos zu sein, dann muss man sich nicht wundern, wenn man die Gesellschaftliche Ordnung in Frage stellt.
Effektiv einer der Haupttreiber des Wohlstandsverlustes und man argumentiert mit “Klimaschutz”, der grüne Wohlstand wird mit der gleichen Fantasie wie bei der FDP und Zukunftstechnologien erzeugt.
Hä? Solange der Denkmalschutz nicht ganz massiv angepasst wird, sollte es doch ziemlich unmöglich sein, großflächig im Bestand zu bauen.
Das ist ein ziemlicher NIMBY Take von den Grünen. Aber dann wundern warum Wohnraum immer teurer wird. DaS sInD aLlES dIe MoNoPoLisTEn Am WoHnUnGsMaRkT ScHuLd