In Deutschland besteht ein akuter Mangel an Fachkräften, und dennoch gibt es lediglich 76 Bewerbungen auf 100 ausgeschriebene Ausbildungsstellen. Eigentlich sollten die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt für die Suche nach einer Ausbildungsstelle besser sein als je zuvor. Dennoch gibt es junge Menschen, die trotz zahlreicher Bewerbungen keine Ausbildungsstelle finden. Der BR hat dazu eine sehr spannende Dokumentation erstellt, die sich mit dieser erstmal paradox wirkenden Situation auseinandersetzt: [Jung und chancenlos? Warum nicht alle in Ausbildung kommen](https://www.youtube.com/watch?v=bNwmsfQ9wqY)

Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass Arbeitslosigkeit nicht nur negative Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit hat, sondern besonders stark die psychische Gesundheit beeinträchtigen kann.
Wie beeinflusst das Gefühl, keine Chance auf dem Arbeitsmarkt oder keine beruflichen Perspektiven zu haben, eure Lebensqualität? Hat jemand von euch schon einmal eine solche Erfahrung gemacht?

Quellen: [1](https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/stellen-unbesetzt-so-stehen-die-chancen-auf-dem-ausbildungsmarkt-6HBNZEEMHFA45JAZL3XBD2NZMY.html) [2](https://www.quarks.de/gesundheit/darum-ist-arbeitslosigkeit-schlecht-fuer-die-gesundheit/) [3](https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/jobsuche-als-psychische-belastung)

by krisenchat

18 comments
  1. Meine beste Freundin hat die Erfahrung gemacht. Trotz Studium hat sie lange einen Job gesucht, weil sie zwar an ihrer Doktorarbeit gearbeitet hat, aber schlussendlich keinen Doktortitel bekommen hat.

    Bei ihr hat das dazu geführt, dass sie sehr an sich zweifelt und sich selbst wenig zu traut und ständig Angst hat, dass sie noch in der Probezeit gefeuert wird.

  2. Ist schon eine Weile her: 2015 war ich mit meinem Studium fertig ( Bachelor Maschinenbau). Hab danach Job gesucht, über ein Jahr lang. Hab über hundert Bewerbungen geschrieben, kaum Einladungen zu Bewerbungsgesprächen bekommen und dann nur absagen. War auch kurz davor aufzugeben, hab dann eine Stelle angenommen: unterbezahlt (für meine Ausbildung) und in einem anderen Bundesland. Wollte nicht aus meiner Heimatstadt wegziehen, das war aber das einzig konkrete Jobangebot (daher auch kein Verhandlungsspielraum beim Gehalt – friss oder stirb), also biss ich in den sauren Apfel und nahm das an.

  3. Wollte mit Ende 20 eine zweite Ausbildung machen zum Softwareentwickler.

    Habe in dem Alter natürlich schon eine eigene Wohnung und entsprechend mehr Ausgaben als ein klassischer Azubi. Ich habe offen angesprochen dass ich ab Jahr 1 mindestens 1000€ netto auf dem Konto brauche um gerade so über die Runden zu kommen und ich im Gegenzug auch keinen großartigen Gehaltssprünge innerhalb der Ausbildung erwarte. Ich habe in Kauf genommen mir nichts großartig zur Seite legen zu können und habe, um dieses Angebot überhaupt machen zu können, alle möglichen Ausgaben im Vorfeld hart auf Kante genäht.

    Hat sich niemand drauf eingelassen, was natürlich in Ordnung ist, aber nicht wirklich dazu passt dass insb. ITler “händeringend gesucht werden”. Vorerfahrungen hatte ich und die waren/sind nicht ohne.

    Lösung war dann eine Umschulung übers Jobcenter. War natürlich auch mit einigen Hürden verbunden was alles verzögert hat aber seit Sommer diesen Jahres bin ich ausgelernt und in Lohn und Brot.

    Mein Punkt ist: es fehlt Unternehmen offensichtlich der Wille auszubilden und dabei dafür zu sorgen dass man nicht im Park schlafen muss. Und solange das der Fall ist muss man sich wirklich nicht wundern dass Deutschland kaum Fachkräfte hat.

  4. Ich habe den Eindruck, dass da medial wenig differenziert wird und eher das Lied der Arbeitgeber gesungen wird. Ich kenne so einige Leute, die in jüngerer Zeit sehr lange nach einem Job suchen mussten. Jobsicherheit ist auch für viele noch ein Thema, da befristete Verträge oder inkompetente Chefetage, die den Laden in Schieflage bringt. Wenn man nicht gerade Fachkraft in einem stark gesuchtem Bereich ist, ist es weiterhin kein Zuckerschlecken.

    Und ja, ich habe diese Erfahrung persönlich gemacht. Ich habe eine Naturwissenschaft studiert, promoviert, PostDoc im Ausland, viel publiziert. Ja, es ist ein extremes Privileg an der Uni forschen zu dürfen. Ich wollte Professor werden, da es mein absoluter Traumjob ist zu forschen. Hat leider nicht geklappt. Mit 37 Jahren war dann die Zeit in der akademischen Welt vorbei und die Jobsuche begann. Trotz sehr vieler Bewerbungsschreiben, wurde ich nur sehr selten zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Es hat sich nie eine Anstellung ergeben. Das ist nun 5 Jahre her und ich habe weiterhin keine Stelle gefunden. Ja, das zerschießt einem das Selbstwertgefühl, das zerstört Selbstbewusstsein, es fördert Selbstzweifel, Zweifel am eigenen Können, an der eigenen Person, es macht depressiv und hoffnungslos und man sucht nach einer Weile nach Hilfsarbeiterstellen, die man aber auch nicht kriegt. Ehrlich gesagt habe ich mittlerweile aufgegeben und akzeptiert, dass ich, sofern kein großes Wunder geschieht, keinen Job finden werde.

    Und derweil hört man von jedem: “Wie kann es denn sein, dass Du nichts findest? Die Firmen suchen doch alle wie verrückt! Die nehmen doch jeden mit Kusshand!” Das ist psychisch auch nicht besonders hilfreich.

  5. Ich hab das Gefühl dass viele Stellen mittlerweile auch einfach schein-ausgeschrieben sind. Dass man diese Stellen gar nicht besetzen will, aber die Gesuche nach außen hin signalisieren soll, dass das Unternehmen wächst.

  6. Wie eine Perspektive oder eine Chance die jungen Menschen beeinflussen, sieht man super in der Doku und ja ich kenne solche Erfahrungen. War nicht einfach meinen Weg zu finden aber hab es, entgegen einiger Meinungen von Lehrer und Bekannten alleine gepackt. Ich kann deshalb gut nachvollziehen was Paul Winter zum Ende der Doku (min. 41) sagt. Wer einmal unten war, der weiß zu schätzen was er hat, kann auf seine Fähigkeiten bauen und bekommt eine gewissen Gelassenheit, wenn es mal brennt.

  7. Ich war einer der “Glücklichen”, die sogar so etwas wie außerbetriebliche Ausbildung gefördert wurde. Nur Pech, dass die selben billigen Bildungsbuden die, was ich finde, eigentliche Qualitätskurse, auch gemacht haben und somit man genau diese schlechte Qualität, die man bei berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme erwartet, bei einer eigentlichen Ausbildung hat. Da fing es damit an, dass die Dozenten versucht haben dich ins Einzelhandel zu stecken obwohl du als Fachinformatiker angemeldet warst, der fehlende schriftliche Ausbildungsvertrag, die 4(!) Stunden Pendelzeit & der dauernde Druck, was zu finden vor der Probezeit oder man fliegt. Hab dann gekündigt nach 1 Monat. Dazu kamen dann noch dass ohne Eigenintiative der Lohn nicht pünktlich gekommen wäre und andere skurille Dinge wie dass ich in diesem Monat Null Theorieunterricht habe und ich neben Leuten saß die alle andere Ausbildungsberufe hatten, wie z.B. Koch.

    Das ist doch alles gewollt.

  8. Vor Corona habe ich eine Weiterbildung im Marketing gemacht, dafür brauchte man ein zweijähriges Pflichtpraktikum in Vollzeit, ich kam aus dem Einzelhandel, dort wurde der Marketingteil der Ausbildung nicht als Marketing anerkannt.

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    Dachte mir, du brauchst sowieso einen Crashkurs im Agenturleben und als Quereinsteiger musste ich kurz sche*ße essen. Habe dann Vollzeit in einer Werbeagentur in der Grafik für 2,03€ die Stunde gearbeitet. Hatte aber auch eine eigene Wohnung. Das hat mich so kaputt gemacht, als ich nach einem Jahr mit 25 kein Kindergeld mehr bekommen habe.

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    Das war wirklich eine dunkle Zeit in meinem Leben. Musste nebenbei wortwörtlich rumgaunern + die 11 Stunden Weiterbildung am Wochenende. Wurde teilweise echt aggressiv gegenüber meinen Vorgesetzten, die Überstunden verlangten und ich sagte, die sollen den Penner vor dem Rewe unten fragen, der verdient mehr als ich. Richtig schlimme Zeit damals, ich war ein richtig unausstehlicher Mensch.

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    Seitdem habe ich Agenturen gemieden wie die Pest und nur noch im Mittelstand gearbeitet.

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  9. Ich bin mit 19 von meinen Eltern auf die Straße gesetzt worden. Danach war ich 3 Jahre lang im Equilibrium, als eine Arbeitsbildende Maßnahme daran gescheitert ist, dass ich das Verhalten der Betreuer auf der Wohngruppe im BBW Neckargemünd als Schikane empfunden habe. Musste viel Couchsurfen bei Freunden, zeitweise wurde ich auch in einem lokalen Büro der Linkspartei geduldet. Hab ein Zimmer in einer WG gefunden, der Untermietvertrag war allerdings betrügerisch und habe das Original nie zu Gesicht bekommen; dem entsprechend wurde auch mein Antrag auf H4 abgelehnt. Bin dann über Freunde ins ambulant betreute Wohnen gekommen, wo ich auch heute noch bin. Das war 2018.

    Schullaufbahn war höllisch. Ich war zwar auf dem Gymnasium (als so ziemlich erster in meiner Familie) bin als Teenager krass gemobbt worden und mein Vater war schwer krank. Als sich meine Eltern dann 2012 trennten, musste ich im Haushalt meines Vaters teilweise die Rolle der Hausfrau ausfüllen, da mein Vater nicht mehr dazu in der Lage war. Ich war mit der Gesamtsituation heillos überfordert und hab dann auch angefangen die Schule zu schwänzen, da meine Leistungen erheblich nachgelassen haben und ich ohnehin nicht die Zulassung zum Abi bekommen hätte.

    Heute bin ich 27, habe noch keinen Tag in der Lohnarbeit zugebracht (hab allerdings viel ehrenamtliche Arbeit in den Parteien, in denen ich Mitglied bin und war, reingesteckt) und bin auch nicht wirklich motiviert eine Stelle anzutreten, wenn ich mal ganz ehrlich bin. Alles was ich rigendwie jemals in der Richtung versucht habe anzupacken ist so grandios schief gelaufen dass ich hinterher massiv schlechter da stand. Die allermeisten Ausbildungen kommen, da ich selbstständig in einer eigenen Wohnung wohne, wegen den geringen Vergütungen nicht infrage; ich würde nicht nur schlechter dastehen als mit BG, sondern mich kaum ernähren können. BAB und Wohngeld würden da auch nicht weiter helfen. Das Aussischtsreichste was ich bisher geschafft hatte, war die Zusage zu einer Ausbildung als Fahrdienstleiter bei der Deutschen Bahn in Karlsruhe letztes Jahr, da durfte ich jedoch wegen meiner Krankengeschichte und abgeschlossenen Psychotherapie nicht eingestellt werden.

    Wünsche und Träume habe ich längst alle aufgegeben. Studieren kommt nicht in frage, weil das Abitur fehlt und die allermeisten Abendschulen in Deutschland eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzen. Ich schreibe nebenher drei Romane und hoffe dass das vielleicht irgendwas wird, aber das ist ja auch sehr unwahrscheinlich. Grade warte ich eigentlich nur darauf, dass die kommende CDU/AfD Koalition im Bund wieder Zwangsarbeitslager einführen wird, wie Merz und Höcke das wollen (und das wird kommen).

  10. Ich kann dazu mal meine kurze Geschichte mit Ausbildungen nennen: Angefangenes studium wegen psychischer Gesundheit angebrochen und Ausbildung gesucht. Keine Jobs in meinem Bereich bestehen zu 90% aus privilegierten Menschen die aus einem stabilen Umfeld kommen. Als ausnahme dessen bekommt man schon allein deswegen weniger als die Hälfte der Zusagen, die diese Leute kriegen. Als ich dann eine Stelle gefunden habe wurde ich da weder ausgebildet noch respektvoll und Menschenwürdig behandelt. Betrieb gewechselt während der Ausbildung: Neuer Betrieb ist genauso wie der von dem ich gegangen bin. Wo soll man da dann noch perspektive haben wenn man nur solche Erfahrungen im Leben macht? Die Gesellschaft bestraft alle die nicht der norm entsprechen und belohnt alle die es tun.

    Viele Firmen stellen erst über Vitamin B ein. Für alle die nicht wissen was das heißt: Bekannte. Viel spaß als sozial benachteiligte Person die für gute Ausbildungen und Berufe mit Familienmitgliedern der Firmen in konkurenz steht, da muss man wirklich Glück haben und Charisma, sonst kann man sich aussuchen ob man dann gar nicht arbeitet oder sich selbst runtersetzt und in den Mindestlohnsektor geht. Studieren ist übrigens auch was für hauptsächlich gesunde und standhafte Menschen.

  11. Nach traumatischer Kindheit hab ich in meinen Zwanzigern fast 10 Jahre arbeitslos verbracht. Alkohol hat während der Perspektivlosigkeit zumindest temporär Flucht aus der Realität ermöglicht. Dass ich heute nicht nur noch am Leben, sondern mittlerweile 10 Jahre beschäftigt bin und nicht mehr wirklich über Geld nachdenken muss, ist gemessen an meiner damaligen Situation unfassbares Glück.

    Dafür bin ich mit 40 jetzt so platt, dass ich eigentlich in Rente gehen könnte. Ich habe glücklicherweise einen Job, der mich nicht permanent in der Nähe des Burnouts hält, aber meine Belastbarkeit ist nicht vergleichbar mit der eines gesunden Menschen. Die Zeit damals hat mich aufgerieben, und jetzt bin ich echt müde.

    Wär das Leben ein Videospiel, wär das ne glatte 2/10. Würde niemandem meinen Lebensweg empfehlen.

  12. Hat mich jetzt auch wieder daran erinnert, wie ich damals eine Ausbildungsstelle gesucht habe. Ich persönlich hatte tatsächlich kein Problem, trotz relativ weniger Bewerbungen am Ende zwei Zusagen. Bei einem Einstellungstest kam ich danach aber mit ein paar anderen ins Gespräch und eine davon meinte, sie suche schon länger (also 1 Jahr +) nach einer Ausbildungsstelle in dem Bereich und habe bisher keine bekommen, obwohl sie sich quasi deutschlandweit auf so ziemlich alles beworben hätte. Da habe ich mich dann natürlich auch gefragt, woran das lag … sehr seltsam.

  13. > Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass Arbeitslosigkeit nicht nur negative Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit hat, sondern besonders stark die psychische Gesundheit beeinträchtigen kann.

    Niemals arbeitslos zu sein ist aber offenbar auch nicht so richtig arg unbelastend für die psychische Gesundheit. Fühlt sich zumindest so an.

    Die neue Linke sieht ja schon etwas danach aus, dass sie wieder nur Scheiße aufzieht. Und auch wenn es für eine abschließende Beurteilung zu diesem Zeitpunk noch zu früh wäre, so könnte sie überlegen einefach zur 1-Themen-Partei zu werden.

    Die 16-Stunden Partei. Meine Stimme wäre ihr gewiss.

  14. Hab als Jugendlicher nur HSA gemacht. Dann in Drecks Ausnutzjobs gehangen paar Jahre wie Call Center.
    Aber ieden Tag 8 Stunden scheiße machen die ich nicht will hat depressiv gemacht.
    Also Abi nachgeholt. Mit 28 dann fertig geworden.
    Dann kam Corona und ich hab bis auf eine FSJ Stelle in einer Kita nichts gefunden. Während die lief beworb ich mich weiterhin auf Ausbildungen.
    FSJ ist nun ausgelaufen und ich hab danach wegen Lockdown und Co 24/7 zuhause verbracht, hab eine Angststörung entwickelt und wurd Drogensüchtig aufgrund der Perspektivlosigkeit.
    Hab über 50 Bewerbungen geschrieben für ne IT Ausbildung in meiner Stadt und eigentlich alle Firmen durch. Bis auf 2 Bewerbunfagespräche nur Absagen. Derweil hab ich mir Grundlagen des Programmierens selbst beigebracht und über 6 Monate in mein eigenes Videospiel gesteckt.
    Scheint aber alles nicht genug zu sein um eine Ausbildung zu bekommen

    Naja jetzt hab ich Gespräche mit dem Amt zwecks Umschulung. Falls das nicht klappen sollte hab ich keinerlei Plan B und werd wahrscheinlich aufhören mich zu bemühen und mich mit Lebenslang ALG2 oder Sozialhilfe abfinden müssen.
    Es raubt einem einfach total die Kraft, und jedes mal zu lesen dass die einzige Lösung auf den Fachkräftemangel das importieren von Fachkräften aus dem Ausland ist frag ich mich wieso nicht Ausbildungen vom Staat mehr subventioniert werden, damit im Land mehr ausgebildet wird.

  15. Ich arbeite in einer Landesbehörde in Berlin, hier ists nochmal etwas anders. Es gibt bei uns die PersBB (Personalbedarfberechnung) als noch alles lief war diese das Maß aller Dinge, mda man hier schon lanhe nicht mehr auf die Einstellungszahlen kommt wird nun auch halboffen kommuniziert dass die PersBB nach unten geschönt wird, also man weiß man kann es nicht besetzen also rechnet man es runter damit das Personalproblem mach außen/oben weniger schlimm wirkt. Was natürlich zur folge hat dass man die Maßnahmen für die Erhöhung der Einstellungszahlen etwas entspannter handelt als es sinnvoll wäre. Bis 2030 wird die Hälfte des Personals in Pension gehen dafür kommen dann aber nicht ansatzweise genug leute nach.

    Die einzigen Maßnahmen zur Verbesserung bestanden nun darin eine neue Werbekampagme auszuarbeiten die gelimde gesagt extrem schwach ist und dass man neuen Azubis ein Tablet schenkt. In der Gehaltsrunde gerade wurden 2 mal in Folge von der TDL keine Angebote vorgelegt, denn für Gehaltsanpassungen sei ja kein Geld da.

  16. Ich bin ganz ehrlich, es fällt mir jedes Jahr schwerer, energie für die Ausbildungs- oder Arbeitssuche aufzubringen. Ich versuche es zwar immer wieder, aber Erfolg kommt nicht auf.

    Ich habe mein Abi abgeschlossen, obwohl diverse mentale Probleme bereits dann anfingen, quer zu schiessen. Habe es mit dem Studium versucht, aber der sehr theorielastige Ansatz lag mir nicht, und meine Probleme haben sich weiter verschärft.

    Habe es nicht nur während, sondern auch nach dem Studium aber auch immer mit Ausbildungsgesuchen versucht. Von den “schnöden” Dingen wie Buchhaltung im öD zu Chemie oder kreative Arbeiten, alles lag und liegt auf dem Tisch – ausgenommen schwere körperliche Arbeit, das packe ich nicht. Habe in den 12 Jahren easy vierstellig Bewerbungen rausgesendet (wenn man Mehrfachversuche bei der selben Firma in verschiedenen Jahren mitrechnet) und Bewerbungsgespräche hatte ich ganze drei (3). Alles mit Absagen.

    Hatte zwischenzeitlich (sprich 5 Jahre lang) nicht mal eine Wohnung, weil die U25-Regelungen an der Realität vorbei gehen und die Leute vom Jobcenter getroffene Absprachen einseitig aufkündigen und auch sonst lügen, bis sich die Balken biegen.

    Habe nie selber Geld verdient, und mit all der vergeblichen Mühe ist meine Hoffnung, dass sich das je ändert, auch praktisch null. Meine Probleme bestehen weiter, aber mit dem Bürgergeld werde ich zumindest halbwegs in Ruhe gelassen. Sollte irgendeine zukünftige Regierung auf die Idee kommen, mir selbst das letzte bisschen Sicherheit zu nehmen, muss ich wohl zu drastischen Maßnahmen greifen, weil ich einfach auch nicht mehr kann. Habe ja sonst nichts mehr, auch kein soziales Umfeld oder sowas, das mich rausziehen oder das ich herunterziehen kann.

  17. Uff das kenn ich. 2018 bin ich mit dem Abi fertig geworden. Hab locker 80 Bewerbungen geschrieben und trotzdem erst was für 2019 gefunden. Über 2/3 haben gar nicht erst geantwortet.

    Aber dann wegen fehlenden Azubis rumzicken jaja…

  18. Ich habe Ausbildung im Handwerk bekommen, aus 6 Bewerbungen gab es 2 Bewerbungsgespräche und dementsprechend eine Ausbildungsstelle. Hatte so gut wie keine Probleme

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