Macht alles mein Steuerberater. Kostet mich auch nur circa 10 % meines Umsatzes. Geil!
Ich möchte nicht wissen, wie sehr das BIP sinkt, wenn all diese Bullshitjobs wegfallen.
Es braucht mehr Bürokratie um die erhöhte Belastung von mehr Bürokratie zu stemmen
Ich muss bei solchen Artikeln immer an das Haus das Verrückte macht aus Asterix denken.
Erst mal ein paar beamte einstellen die sich damit beschäftigen wie sie eine bürokratie-reduzierungstask-force organisieren welche dann Gesetze zum entbürokratisieren erstellt, nach welchen die Behörden entscheiden sollen welche Gesetze/Regeln/Abläufe unnötig sind, welche erstmal die unternehmen durch neue Formulare abfragen für was sie besonders viel bürokratischen aufwand haben nur um auf dem Resultat sich externe Berater reinholen, welche diese auswerten. Und am ende ändert sich nichts, weil ansonsten manche Beamten ja nichts zu tun hätten.
das ist schon aktive Desinformation was das ZDF hier betreibt.
Der Bericht des NKR macht eine sehr deutliche Unterscheidung zwischen Erfüllungskosten und Bürokratiekosten. Anschaulich sehr schön dargestellt anhand des Mindestlohngesetzes
> Änderung des Mindestlohngesetzes (2022): Durch das Regelungsvorhaben wird die gemäß Koalitionsvertrag vorgesehene Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro je Stunde umgesetzt.
Dabei entsteht der Wirtschaft zusätzlicher jährlicher Erfüllungsaufwand in Höhe von 5,6 Mrd. Euro aufgrund von Lohndifferenzkosten. Weiterhin entstehen der Wirtschaft – etwa aufgrund der Änderung der Mindestlohndokumentationspflichten – jährliche Bürokratiekosten von knapp 100 Mio. Euro
Kurz gesagt, die große Belastung ist am Ende schlicht das höhere Gehalt das Mindestlohnempfänger am Ende des Monats auf dem Konto haben. Das hat aber erst mal gar nichts mit “Belastung durch Bürokratie” zu tun.
Die knapp 10 Milliarden Euro von denen im Artikel gesprochen wird, sind genau diese Erfüllungskosten, sprich das Geld das benötigt wird um neue Gesetze umzusetzen.
Nun ist es sicher absolut richtig dass die Regierung, wenn sie Transformationsprozesse anstößt, nicht aus den Augen verlieren sollte, dass Wirtschaft und Verwaltung (und Bürger) auch in der Lage sind diese Änderung mitzutragen. Insofern ist es absolut richtig dass man hier mal auf die gesamten Kosten schaut. Aber das hat eben nichts mit der oft zitierten Thematik “überbordende Bürokratie” zu tun.
und der Bericht macht das eigentlich auch sehr deutlich:
> Anstiege beim Erfüllungsaufwand sind nicht per se mit einem Aufwuchs an Bürokratie gleichzusetzen. Der Erfüllungsaufwand folgt einer sehr breiten Aufwandsdefinition, die den gesamten messbaren zeitlichen und monetären Aufwand umfasst, der durch die Befolgung einer bundesrechtlichen Vorschrift entsteht. Rein administrativer Aufwand, der den eigentlichen Kern bürokratischer Tätigkeiten beinhaltet, wird mit der Messgröße der sogenannten Bürokratiekosten
erfasst.
Dass der Zustand der deutschen Bürokratie jetzt nicht unbedingt Anlass zum Jubeln gibt, wird hier zwar auch bestätigt. Aber der Zustand des bürokratischen Jammertals ist zumindest weitestgehend stabil 😉
> Im Ergebnis zeichnet sich damit folgendes Bild: Trotz des massiven Anstiegs beim Erfüllungsaufwand bleibt der bürokratische Aufwand im engeren Sinne weitestgehend stabil; eine wichtige Differenzierung in der Bewertung der Entwicklung gesetzlicher Folgekosten.
6 comments
Macht alles mein Steuerberater. Kostet mich auch nur circa 10 % meines Umsatzes. Geil!
Ich möchte nicht wissen, wie sehr das BIP sinkt, wenn all diese Bullshitjobs wegfallen.
Es braucht mehr Bürokratie um die erhöhte Belastung von mehr Bürokratie zu stemmen
Ich muss bei solchen Artikeln immer an das Haus das Verrückte macht aus Asterix denken.
Erst mal ein paar beamte einstellen die sich damit beschäftigen wie sie eine bürokratie-reduzierungstask-force organisieren welche dann Gesetze zum entbürokratisieren erstellt, nach welchen die Behörden entscheiden sollen welche Gesetze/Regeln/Abläufe unnötig sind, welche erstmal die unternehmen durch neue Formulare abfragen für was sie besonders viel bürokratischen aufwand haben nur um auf dem Resultat sich externe Berater reinholen, welche diese auswerten. Und am ende ändert sich nichts, weil ansonsten manche Beamten ja nichts zu tun hätten.
das ist schon aktive Desinformation was das ZDF hier betreibt.
Der Bericht des NKR macht eine sehr deutliche Unterscheidung zwischen Erfüllungskosten und Bürokratiekosten. Anschaulich sehr schön dargestellt anhand des Mindestlohngesetzes
> Änderung des Mindestlohngesetzes (2022): Durch das Regelungsvorhaben wird die gemäß Koalitionsvertrag vorgesehene Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro je Stunde umgesetzt.
Dabei entsteht der Wirtschaft zusätzlicher jährlicher Erfüllungsaufwand in Höhe von 5,6 Mrd. Euro aufgrund von Lohndifferenzkosten. Weiterhin entstehen der Wirtschaft – etwa aufgrund der Änderung der Mindestlohndokumentationspflichten – jährliche Bürokratiekosten von knapp 100 Mio. Euro
Kurz gesagt, die große Belastung ist am Ende schlicht das höhere Gehalt das Mindestlohnempfänger am Ende des Monats auf dem Konto haben. Das hat aber erst mal gar nichts mit “Belastung durch Bürokratie” zu tun.
Die knapp 10 Milliarden Euro von denen im Artikel gesprochen wird, sind genau diese Erfüllungskosten, sprich das Geld das benötigt wird um neue Gesetze umzusetzen.
Nun ist es sicher absolut richtig dass die Regierung, wenn sie Transformationsprozesse anstößt, nicht aus den Augen verlieren sollte, dass Wirtschaft und Verwaltung (und Bürger) auch in der Lage sind diese Änderung mitzutragen. Insofern ist es absolut richtig dass man hier mal auf die gesamten Kosten schaut. Aber das hat eben nichts mit der oft zitierten Thematik “überbordende Bürokratie” zu tun.
und der Bericht macht das eigentlich auch sehr deutlich:
> Anstiege beim Erfüllungsaufwand sind nicht per se mit einem Aufwuchs an Bürokratie gleichzusetzen. Der Erfüllungsaufwand folgt einer sehr breiten Aufwandsdefinition, die den gesamten messbaren zeitlichen und monetären Aufwand umfasst, der durch die Befolgung einer bundesrechtlichen Vorschrift entsteht. Rein administrativer Aufwand, der den eigentlichen Kern bürokratischer Tätigkeiten beinhaltet, wird mit der Messgröße der sogenannten Bürokratiekosten
erfasst.
Dass der Zustand der deutschen Bürokratie jetzt nicht unbedingt Anlass zum Jubeln gibt, wird hier zwar auch bestätigt. Aber der Zustand des bürokratischen Jammertals ist zumindest weitestgehend stabil 😉
> Im Ergebnis zeichnet sich damit folgendes Bild: Trotz des massiven Anstiegs beim Erfüllungsaufwand bleibt der bürokratische Aufwand im engeren Sinne weitestgehend stabil; eine wichtige Differenzierung in der Bewertung der Entwicklung gesetzlicher Folgekosten.
und wenn man sich mal die Entwicklung der Bürokratiekosten der letzten 10 Jahre anschaut (Seite 15 im [Bericht](https://www.normenkontrollrat.bund.de/Webs/NKR/SharedDocs/Downloads/DE/Jahresberichte/2023-jahresbericht.pdf)), dann ist der Titel, den das ZDF hier in den Raum schmeisst, einfach schlichtweg falsch.
Und dann will ne CDU/CSU paycard für flüchltinge einführen die nur zu was fürt? Ja mehr Bürokratie.