„80 Prozent werden an Kunden weitergegeben“: Gastronomen erwarten nach Mehrwertsteuererhöhung drastische Preissteigerungen

by BlueDarkSky

33 comments
  1. >Auch Rosin befürchtet ein Gastronomiesterben, das es zu verhindern gelte. Er verweist darauf, dass die Betriebe bei den großen Kostenblöcken Personal und Wareneinkauf ohnehin schon mit kräftigen Steigerungen konfrontiert seien.
    Wenn nun auch noch die Mehrwertsteuer kräftig steige, sei das für etliche Gastronomen nicht mehr darstellbar, denn der Bürger müsse sich die Speisen auch noch leisten können.

  2. Ich erinnere mich noch gut daran als die 12% Steuersenkung/-Reduzierung sofort an die Kunden weitergegeben worden sind, damit sich alle über gutes und günstiges Essen freuen konnten…

  3. Meh… seit ich einen Pizzastein für den Holzofen besitze, ist nicht mal Pizza mehr ein Argument. Sollens sie weitergeben… ich werds nicht annehmen.

  4. Ich weiß nicht warum alle davon ausgehen, dass sie die Preise drastisch erhöhen müssen. Die 12% kann man ja einfach mit einer Erhöhung von 10% weitergeben und dann wäre alles wieder +- wie jetzt da die Energiepreise und Einkaufspreise auch teilweise gesunken sind.

    Ich glaube viele Betriebe nutzen die Gelegenheit auch um die Preise auf einem normalen Niveau anzuheben da es mittlerweile deutlich schwieriger ist Steuern zu hinterziehen. Vorher wurde alles halt ein wenig quersubventioniert.

  5. Drastische Preissteigerung: statt 20,- Euro > 22,40 Euro

    Also unter drastisch hätte ich mir jetzt erheblich mehr vorgestellt.

    Ist wohl nur für Leute wichtig, die jeden Tag im Restaurant essen gehen wollen.

    Und nochmal erwähnt, den Döner + Pommes zum mitnehmen betrifft das nicht, der war und bleibt auf 7%

  6. Einige Zeit später im Tagesspiegel:

    “91,8% der Gastronomieunternehmen, die Mehrwertsteuererhöhung an Kunden weitergaben, insolvent.”

  7. Tja, dann bleibts bei Tiefkühlpizza im Zweierpack. Wenn ich mir mal was gönnen will dann die gute Ristorante.

  8. Ich finde 12 Euro für einen Dönerteller, zukünftig 14 Euro, eigentlich sehr erschwinglich. /s

  9. Ich kann nicht behaupten irgendwo was von diesen Mehrwertsteuersenkungen bemerkt zu haben. Die Preise auf den Karten sind jedenfalls nicht runtergegangen…

  10. Die Gastronomie hat ALLE Preissteigerungen an die Kunden weitergegeben. Corona, Energie, Lohnerhöhungen, Lieferengpässe, Inflation allgemein, dies das, und zwar jeweils überproportional. Dass es Zuschüsse gab, haben sie nicht weitergegeben. Dass die Energiekosten fallen, haben sie nicht weitergegeben. Die Mehrwertsteuersenkung? Leider nein. Dass die Erzeugerpreise gerade permanent runtergehen und damit die Inflation? Leider auch nicht. Das Essen im Restaurant kostet einfach mal das doppelte wie vor ein paar Jahren, bei sinkender Qualität und Serviceleistung. Häufig wird in der Gastro ja auch nichts anderes mehr gemacht als vorproduzierte Fertigware zu erwärmen und hinzustellen. Da steht niemand in der Küche und kocht stundenlang Brühen, Soßen oder Suppen. Es soll einfach sein, günstig, planbar, immer gleichbleibend vom Geschmack und schnell auf dem Tisch. Also her mit dem Tiefkühlzeug, den Aufbackdingern, dem Fertigmix und den Eimer- und Tetrapack-Soßen.

    Es geht nicht darum, dass Leute nicht mehr essen gehen, weil sie es sich nicht mehr leisten können. Es geht darum, dass zum Preis auch immer eine Leistung gehört, deren Verhältnis stimmen muss. Und wenn der Preis regelmäßig steigt, die Leistung aber nicht, dann wird die Leistung eben zu dem Preis nicht mehr in Anspruch genommen.

  11. Unser Budget für Restaurantbesuche wird exakt gleich bleiben wie bisher. Dann wird die Vorspeise und das 2. Getränk halt künftig weggelassen 🤷🏻‍♀️ sollte das mit unserem Budget dann auch irgendwann nicht mehr reichen, wird halt nicht mehr in Restaurants gegessen.

  12. Muss ehrlich sagen, dass solche Nachrichten eine herausragende Motivation dafür sind, dass man selbst Kochen übt (Also richtige Mahlzeiten, über Spaghetti mit Ketchup hinaus). Statt im Restaurant das Geld liegen zu lassen, könnte man Zutaten für wahrscheinlich 2-3 gute Mahlzeiten kaufen, die man dann selbst zaubern kann. Kochen ist ja auch kein schlechter Skill, deshalb in meinen Augen absoluter Win: Hab mehr fürs Geld, lerne was dazu und finde meinen Spaß am Kochen

  13. Ich denke für mich hat es sich ab Januar dann eh erledigt. Die Preise sind jetzt schon bei vielen Läden nicht mehr normal. Ich war am Wochenende mit meiner Freundin in einem Cafe, wir hatten 1 Sandwich, 1 Stück Kuchen und 1 Tee. Als am Ende 18,20 EUR genannt wurde, dachte ich mir, die wollen mich verarschen. Früher (vor 4-5 Jahren) habe ich dort 18 EUR für das doppelte gezahlt. Ich sehe es einfach nicht mehr ein und werde dann eben auf 1 mal im Monat ausgehen reduzieren

  14. Ich sehe insolvente Gastronomiebetriebe
    tbh, idc.
    Die meisten wärmen eh nur auf .

  15. Am Wochenende noch zu 2t 150 Eur für ein Restaurantbesuch bezahlt.
    Es wird halt Luxus und damit seltener gemacht.

  16. Bruder, unser Italiener (Beste Pizzen) nimmt nur Bargeld an, da sind die Preise seid Jahren nicht gestiegen.

  17. Natürlich tun sie das. Sie wären dumm, wenn sie nicht den maximal erzielbaren Preis nähmen. So ziemlich jedes Unternehmen fordert den maximalen Preis, den es aufgrund der Rahmenbedingungen nehmen kann. Ein Restaurant ist ein Wirtschaftsunternehmen, das jemand gegründet hat, um damit Geld zu verdienen, keine subventionierte Mensa.

  18. Chef aus der Pizzeria im Nachbarort meinte Letzt: “Wenn die Erhöhung kommt, geh ich mit allen Preisen um 20% hoch”

    Meine Nachfrage, ob das bedeutet, dass er momentan keine Steuern zahlt und ich auch deswegen meine abzuholende Pizza, für die die Erhöhung sowieso nicht gilt, nicht mit Karte zahlen kann, hat er dann aber leider nicht beantwortet…

  19. Einer der Gründe, warum ich in Berlin wohne, ist, dass ich sehr gerne (und viel) auswärts essen gehe, da ich auch die kulinarische Vielfalt hier sehr schätze. Essen gehen ist für mich ein Stück Lebensqualität, das ich nahezu täglich in Anspruch nehme. Kann man als ok verdienender kinderloser Mensch – noch. Aber ich werde es wohl auch deutlich zurückschrauben müssen, wenn die Preise jetzt weiter raufgehen. Wenn wir jetzt zu zweit essen gehen, kommen wir selten unter 50 Euro raus – und da ist nix mit Starter und Dessert, da biste schon nur mit Hauptgericht und Getränk. Aber wenn mittlerweile die Pizza bei 15€ liegt und nur ein Döner schon 8€ kostet, geht die Rechnung einfach nicht mehr auf. Äußerst deprimierend.

  20. Mein Herz für Gastronomen schwindet. Dann kauf ich mir halt ein Kasten Bier und sauf ihn unter der Brücke.

    Ich hab mich beim To-Go-Dingens totkonsumiert, um euch am Leben zu halten. Ich hab gespendet für meine Lieblingskneipe. Jetzt ist jedes Wochenende alles voll, trotz Bierpreisen von gut und böse, obwohl die im Einkauf schon wieder gesunken sind.

    Vor “Ukraine” habt ihr euch gefreut, wenn ich mit meiner Partei bei euch eine Sitzung am Mittwochabend in eurem Nebenraum abgehalten habe. Schließlich war eh nicht 100 % voll und jedes Bier war mehrumsatz.

    Jetzt verlangt ihr 400 – 800 Euro Mindestumsatz oder habt gar nicht mehr Mittwoch offen, weil man sich nur noch die Wochenenden rauspickt zum Arbeiten.

    Joar, ich weiß auch nicht. Meine Solidarität zu euch ist leider am Tiefpunkt. Ausnahmen bestätigen die Regeln. 1-2 Kneipen in meiner Stadt sind noch vernünftig, die bekommen dann zukünftig alleinig mein Geld, außer sie drehen auch durch.

  21. Komisch bei der Steuersenkung wurde trotzdem alles weiterhin teurer. Tschö ich komm sein Jahren ohne essen aus und wenn dann 1-2 im Jahr. Wenn jemand für ne 0,5 Cola 4 Euro verlangt soll er mir mal bitte erklären was da alles reingerechnet wird.

  22. Dann nehme ich halt “zum Mitnehmen” das bleibt bei 7 %.

    Wie, das wird trotzdem teurer? Warum?

  23. Tja, dann machen demnächst wohl noch ein paar ranzige Drecksläden zu und ich koche gesünder zuhause. Win win

  24. Gastro ist sowieso vor allem nur für die Reichen, Hauptsache die Mitarbeiter werden gut bezahlt.

  25. Wenn 10% Inflation mein Essen 40% teurer machen will ich nicht wissen was nächstes Jahr passiert.

    Aber hey! Essen gehen kann ich mir eh seit Sommer nicht mehr leisten, also werde ich es auch nicht rausfinden

  26. Viel Spaß dabei die Marge bei der Pizza mit Dosenpilzen noch weiter zu erhöhen. Ich kann mich schon garnicht mehr erinnern wann ich das letzte Mal bestellt habe weil Preis/Leistung jetzt schon größtenteils lächerlich sind.

  27. Ist halt ne ähnliche Diskussion wie bürgergeld. Das Problem ist nicht das Gastronomen Preise erhöhen sondern das die Gehälter insgesamt mit der Inflation und den ständigen kostenerhöhungen (nicht nur in der gastro) einfach nicht mitgehen.

    Hängt halt alles irgendwie zusammen.

  28. Dann mach das so Brudi! Ist mir wurscht! Kannst von mir aus auch die Preise um 899% erhöhen. Dann gehe ich als Kunde eben nicht bei dir essen. Wenn das alle Gastronomen machen, gut, dann esse ich eben Zuhause. Was denken diese Leute eigtl.? Dass wir gezwungen sind, bei denen vorbeizuschauen? Ich kann nicht in Worten beschreiben, was ich so für Gefühle gegenüber Gastronomen und Taxifahrer habe… fragst du die, wie es denen geht, heulen sie alle rum und erzählen von Finanzamt war da, musste 25k zahlen, Geschäfte laufen nicht gut usw… kennst du dann einige persönlich, wirst du dann schnell herausfinden, dass sie bereits nach 2-3 Jahren sich einen dicken AMG zugelegt haben und auf einem 300k Grundstück für 900k Haus bauen… so schlecht kann es denen ja dann nicht gehen, wenn ich nicht mal mir als Informatiker mit einem Masterstudium nach 5 Jahren kein Haus in einer Großstadt kaufen kann. Jeder Gastronom, den ich kenne, hinterzieht Steuern, begeht Sozialversicherungsbetrug, stellt seine Köche (mehrere) als 400€ Jobber ein, obwohl sie 7 Tage die Woche 12 Stunden am Tag arbeiten und alle Fahrer bekommen den Lohn Bar auf die Hand… Zur Hölle mit diesen Blutsaugern! Preise werden erhöht, Portionen werden verkleinert, Qualität schlechter (von Döner –> Drehspieß; selbstgemachte Lasagne –> Tiefkühl Metro Lasagne) und hier dann sich als Opfer darstellen… Charakterlose…

  29. TK-Schnitzel kann ich mir auch selber in die Fritteuse werfen.

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