Schuldenbremse: Mehrheit der Deutschen ist laut SPIEGEL-Umfrage gegen Abschaffung

by BaumHarzkleber

33 comments
  1. Wen wundert es? Die Mehrheit würde aktuell Union+AfD in den Bundestag wählen, und die FDP hat auch noch ein paar Prozent.

    Ich versuche auch bis heute, das Bild der schwäbischen Hausfrau aus den Köpfen von Familienmitgliedern zu bekommen. Die glauben noch immer, ihr Girokonto wäre mit einem Staatshaushalt vergleichbar. Und bei der aktuellen Angstkampagne zum Thema Schuldenbremse wundert es dann halt echt nicht.

  2. Die Mehrheit der deutschen will auch die Union zurück und findet die AFD geil.

  3. Die Mehrheit der deutschen denkt immer noch an den Goldstandard, Gelddrucken=Inflation

  4. Ich bin zur Zeit gegen die Abschaffung der Schuldenbremse, weil das geliehene Geld sowieso nicht für die dringend notwendigen Investitionen ausgegeben werden würde (geschweige denn effizient), sondern für Klientelpolitik. Spätestens nach der nächsten Bundestagswahl gäbe es eine weitere sauteure dauerhafte Rentenerhöhung.

  5. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Großteil der Befragten nicht im Ansatz über die nötige volkswirtschaftliche Kompetenz verfügt, so eine elementare Frage evaluieren zu können.

    Die Abschaffung oder Aussetzung einer Schuldenbremse ist eine facettenreiche Thematik mit weitreichenden Folgen. Detlef (57) aus Marzahn dazu zu befragen, ist vollkommen belanglos und seine Meinung irrelevant.

    Eine Umfrage unter Ökonomen und entsprechenden Wissenschaftlern wäre relevant. Das hier ist nichts als Hintergrundrauschen.

    Ein weiteres Beispiel, weshalb es gut ist, dass wir schwerwiegende Entscheidungen nicht mittels Volksentscheiden regeln.

  6. Man schaue sich mal gerne zb die Staatsschulden der USA an…

  7. Weil viele Menschen nicht verstehen dass Staatsfinanzen und damit auch die Verschuldung von Staaten nicht so funktionieren wie die Finanzen einer natürlichen Person oder eines Unternehmens. Wieder mal ein Lehrstück warum Volksentscheide eine dumme Idee sind, wenn ein Großteil der Bevölkerung nicht über ausreichende Kapazitäten verfügt um komplexere Zusammenhänge zu durchdringen.

  8. Gut dass es keine direkte Demokratie hier gibt sonst wären wir noch verlorener als eh schon. Die Mehrheit der Deutschen hat halt keine Ahnung von irgendwas aber viel Meinung.

  9. Newsflash, mehrheit der deutschen versteht nix von Wirtschaft und das Staatsschulden nicht gleich Privatschulden ist.

  10. Die Mehrheit der Deutschen, inklusive mir, hat doch nicht genug Ahnung von dem Thema, um da einen angemessenen Kommentar abgeben zu können.

    Aber das hat ja in letzter Zeit niemanden davon abgehalten seine/ihre Meinung laut rauszublöken.

  11. Die meisten deutschen meckerten auch vorher, dass es keine Änderungen gibt. Jetzt gibts eine Regierung die Änderungen macht und mal etwas vorran bringen möchte (gegeben die Lösungen sind nicht immer die besten). Und da meckern die auch!

    Denke echt die meisten leben nach dem berühmten Zitat eines Deutschen Philosophen:

    “Das bleibt alles so wie’s hier ist! Da wird sich UND DA WIRD SICH HIER NICHTS DRAN RÜTTELN, EGAL OB DU HIER BIST UND NICH!”

  12. Die Mehrheit ist auch gegen das beenden der abesniung der MwSt und das auslaufen der Energiebremsen.

  13. Dieses Land ist so im Arsch. Die kommenden Jahre werden richtig super, vermutlich Nazis in der Regierung, Sozialstaat adé, hauptsache die Schuldenbremse steht und die Reichen können sich noch mehr in die Tasche schaufeln. Klimawandel is eh durch.

  14. Ich wette nen zwani drauf, dass wenn man fragt ob die Union die Schuldenbremse abschaffen sollte, die Mehrheit mit ja antwortet.

  15. Abschaffen, reformieren und weiter aussetzen sind aber auch drei paar Schuhe. Die einfache Unterscheidung zwischen abschaffen und nicht abschaffen kann da einiges an unterschiedlichen Meinungen verbergen.

    P.S.: Könnte jemand den Text hinzufügen, die Archive.ph-Seite lädt bei mir seit ca. zwei Monaten überhaupt nicht mehr :/

  16. Die Mehrheit glaubt auch an die Mär, Staatshaushalte funktionierten wie die Spardose der schwäbischen Hausfrau…

  17. Die Mehrheit der Deutschen wird diese Schulden nicht tilgen müssen, daher scheinen sie sehr um die Zukunft ihrer Renteneinzahler besorgt.

  18. Und immer wieder daran erinnern, dass das eine Paper, das Schuldenbremsen weltweit einen wissenschaftlichen Überbau gab, falsch war, weil die Autoren kein Excel konnten.

    [https://www.spiegel.de/wirtschaft/panne-mit-excel-tabelle-rogoff-und-reinhart-haben-sich-verrechnet-a-894893.html](https://www.spiegel.de/wirtschaft/panne-mit-excel-tabelle-rogoff-und-reinhart-haben-sich-verrechnet-a-894893.html)

    Man muss dazu ergänzen: Selbst wenn die Excel richtig gerechnet worden wäre war der wissenschaftliche™ Ansatz äußert fragwürdig, anhand quantitativer historischer Verschuldungsdaten Aussagen über die Zukunft treffen zu können. Und der Artikel ist von 2013….

  19. Ein viel zu komplexes Thema. Schulden sind nicht gleich Schulden.
    Wenn ich einen Kredit aufnehme, um davon mein Photovoltaik Anlage zu finanzieren, deren Erlös den Kredit vollständig trägt, dann sind das keine schlechten Schulden. Wenn ich mir davon das neuste Handy zulege, dann sind das dumme Schulden. Da muss man dann auch auf Staatsebene mal differenzieren.

  20. Die Mehrheit der Deutschen sind auch Corona- und nun Nahostexperten.

  21. Die Mehrheit der Deutschen sind Fähnchen im Wind. Wenn ich heute morgen in der Presseschau höre, dass das Urteil eine Chance sei, von überteuerten, weil auf erneuerbare Energien bauenden, Projekten der Dekarbonisierung der Industrie auszusteigen oder sich von der Idee zu verabschieden, dass bestimmte Güter unbedingt in Europa produziert werden sollen (geht um Förderung für die Mikrochip Industrie), was ja eh für den Verbraucher nur teuer sei, dann wundert mich die Stimmungslage nicht. Deutschland hat halt auch ein Problem mit seinen Medien, die nicht nur gut recherchierte Artikel drucken.

  22. Ich bin für die Schuldenbremse, aber natürlich offen meine Position zu überdenken. Kann mir einer meinen Denkfehler erklären…?

    Ich bin natürlich auch absolut für zukunftsnotwendige Investition – Energiewende, Umwelt, Bildung, u.Ä.

    Aber Deutschland ist eines der Länder mit der höchsten Abgabenlast und der Bund hatte zuletzt Rekordeinnahmen.

    Meiner Meinung nach haben wir kein Geld für Investitionen, weil zu viel Geld verkonsumiert und verschwendet wird und nicht, weil dieses “fehlt”.

    Ich arbeite zum Beispiel in einer Behörde. Ein Drittel der Stellen könnte man hier ohne große Folgen streichen. Ein weiteres Drittel, wenn man unnötige bürokratische Regeln abbauen würde.

    So wie ich es sehe ist die Politik unfähig und unwillig dringend benötigte Reformen anzustoßen und ihren Wählern/Klienten irgendwelche Härten zuzumuten. Offene Probleme werden nicht gelöst, sondern temporär mit Geld zugedeckt.

    Dann folgt die Beschwerde, dass Geld fehlt und man tut so, als wären Zukunftsinvestitionen nur mit Schulden notwendig.

    Die Rechnung sollen dann wie immer die Jungen bzw. Folgegenerationen zahlen. Und die jubeln auch noch, weil sonst wieder gar nichts für die Umwelt getan wird.

    Dabei gibt es doch genug Hebel, um Einnahmen zu erhöhen bzw. Ausgaben zu senken:

    Bürokratieabbau, Stärkere steurliche Belastung von Reichen, Steuerflucht vermeiden, viel zu großer ÖRR, dringend nötige Reformen von Rente und Beamtenpensionen, Mütterrente ohne Bedarfsprüfung, hohe Ausgaben für Zuwanderung, um nur einige potentielle Themen zu nennen.

    Ein Abschaffen der Schuldenbremse führt meiner Ansicht nach doch vor allem dazu, dass notwendige Reformen weiterhin nicht durchgeführt werden, weil es leichter ist einfach Schulden aufzunehmen.

    Tl;dr: Geld ist doch da, man ist nur nicht gewillt an anderer Stelle zu sparen. Analog ich muss mir Geld für Essen leihen, weil ich gestern ein neues IPhone gekauft habe…

  23. Die meisten haben doch nicht den geringsten Schimmer, was die Schuldenbremse überhaupt ist.

    Und die Parteien, sowie viele Medien, haben alles dafür getan damit das auch so bleibt.

  24. Es ist schon wahnsinnig ermüdend wie alles daran gesetzt wird, die Politik Verdrossenheit weiter voran zuschreiten

  25. “Schuldenbremse” klingt ja auch gut. Dass das heißt, dass das Land dann vor sich hin vergammelt, weil wichtige Investitionen nicht getätigt werden, wird sich vermutlich nicht so schnell herumsprechen.

  26. Ich lasse mal [das](https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75423/umfrage/steuereinnahmen-in-deutschland-seit-1999/) hier stehen.
    Schulden sind an manchen Stellen wichtig, klar. Aber vielleicht sollte man die jedes Jahr stark steigenden Steuereinnahmen auch mal sinnvoll nutzen, statt diese mit vollen Händen rauszuwerfen.
    In einigen Jahren stiegen die Steuereinnahmen 20 Milliarden Euro über Infaltion. Mehr als durch Debatten wie Vermögenssteuer usw. überhaupt an Einnahmen erhofft wird. Trotzdem passiert nichts.

  27. Ich frage mich, ob eine “Investitionsbremse” ähnliche Umfragewerte erreichen würde.

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