Damit ist Salzburg-Umgebung der einzige “Umgebungs”-Bezirk einer größeren Stadt in Österreich, mit eigener Bezirkshauptstadt. Es sprechen Gründe dafür und dagegen. Die Stadt Salzburg war definitiv der bessere Kompromiss vom Standort her. Sie ist auf der Schiene und auf der Straße gut aus allen Richtungen zu erreichen. Die Stadt wird ja vom Bezirk umschlossen. Damit die Leute aus den entfernteren Gemeinden nicht rebellieren, muss man jetzt eigens eine Außenstelle mit 20 Mitarbeitern in Salzburg betreiben.
Andererseits kann ich auch verstehen, dass man Seekirchen als regionales Zentrum stärken möchte. Der Bezirk ist der einwohnerstärkste von ganz Österreich und es ist wichtig, dass es auch dort Infrastruktur gibt und nicht alles auf der Landeshauptstadt lastet, die eh schon zu viel Verkehr und zu wenig Wohnraum hat. Seekirchen aufzuwerten, könnte sich langfristig also als richtige Entscheidung entpuppen.
Am Ende ist es eine Kostenfrage. Österreich leistet sich eine extrem kleinteilige Verwaltung, die teuer und ineffizient ist. Ob es hier zielführend ist, zusätzliche Außenstellen einzurichten, damit überspitzt gesagt niemand beleidigt ist, weil er einmal alle drei Jahre eine weitere Strecke fahren muss? Aber dafür fühlen sich die Seekirchner jetzt wichtig. Immerhin wurde die Bezirksgerichte-Struktur gestrafft.
Eigentlich gehört entweder die Bezirks- oder die Bundesländerebene längst eingespart. Ein verwaltungstechnischer Mehrwert ist da doch im Leben nicht erkennbar. Und in Zeiten, wo es ohnehin Personalmangel in der Verwaltung gibt, wäre das eine gute Gelegenheit dafür, Stellen umzuschichten und passend neu zu strukturieren. Aber das erleb ich nicht mehr.
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Damit ist Salzburg-Umgebung der einzige “Umgebungs”-Bezirk einer größeren Stadt in Österreich, mit eigener Bezirkshauptstadt. Es sprechen Gründe dafür und dagegen. Die Stadt Salzburg war definitiv der bessere Kompromiss vom Standort her. Sie ist auf der Schiene und auf der Straße gut aus allen Richtungen zu erreichen. Die Stadt wird ja vom Bezirk umschlossen. Damit die Leute aus den entfernteren Gemeinden nicht rebellieren, muss man jetzt eigens eine Außenstelle mit 20 Mitarbeitern in Salzburg betreiben.
Andererseits kann ich auch verstehen, dass man Seekirchen als regionales Zentrum stärken möchte. Der Bezirk ist der einwohnerstärkste von ganz Österreich und es ist wichtig, dass es auch dort Infrastruktur gibt und nicht alles auf der Landeshauptstadt lastet, die eh schon zu viel Verkehr und zu wenig Wohnraum hat. Seekirchen aufzuwerten, könnte sich langfristig also als richtige Entscheidung entpuppen.
Am Ende ist es eine Kostenfrage. Österreich leistet sich eine extrem kleinteilige Verwaltung, die teuer und ineffizient ist. Ob es hier zielführend ist, zusätzliche Außenstellen einzurichten, damit überspitzt gesagt niemand beleidigt ist, weil er einmal alle drei Jahre eine weitere Strecke fahren muss? Aber dafür fühlen sich die Seekirchner jetzt wichtig. Immerhin wurde die Bezirksgerichte-Struktur gestrafft.
Eigentlich gehört entweder die Bezirks- oder die Bundesländerebene längst eingespart. Ein verwaltungstechnischer Mehrwert ist da doch im Leben nicht erkennbar. Und in Zeiten, wo es ohnehin Personalmangel in der Verwaltung gibt, wäre das eine gute Gelegenheit dafür, Stellen umzuschichten und passend neu zu strukturieren. Aber das erleb ich nicht mehr.