Buch fliegt aus US-Schulbibliotheken – weil es einen Kuss zeigt | Eine Texanerin behauptete, das Bild eines Kusses in einem Comic habe sie süchtig nach Pornos werden lassen. Das Werk wurde daraufhin aus Büchereien entfernt. Nur: Die Frau arbeitet offenbar für einen rechtsextremen Konkurrenzverlag.

by Europeaball

14 comments
  1. Was werden solche Entscheidungen auch anhand einer nicht professionellen Einzelmeinung gefällt? Selbst ohne die rechtsextreme Konkurrenz wäre das ein Skandal.

  2. Kommen halt verschiedene Punkte zusammen. Die amerikanische Rechte ist mittlerweile ein absoluter (pseudo-religiöser) Kult. Die oberen Reihen können dem einfachen Fußvolk erzählen was sie wollen und die glauben das/machen das. Da der böse LGBT Mensch, da ein Kuss – geht mal dahin und macht ärger.

    Dieses Verhalten hat zwei Grundideen:
    – umso mehr die sich aufführen und wie gefährliche Spinner rüberkommen umso weniger wollen Schulen/Lehrer/Verlage/Konzerne riskieren sich mit denen anzulegen (bewaffnete Spinner)

    – Bildung reduzieren, Gefühle reduzieren und Feindbilder schüren ist gut für die republikanische Elite/Maga-Truppe. Umso weniger die Leute hinterfragen und nachdenken, umso besser ist es. (ist eine beliebte Strategie aller autokratischen Systeme/Gruppen – eine INNERGRUPPE und einen äußerer “Feind”)

  3. Wie dumm soll das eigentlich noch alles werden? Meine Fresse.

  4. Das Problem ist nicht, dass die Frau das behauptet. Das Problem ist, dass die Institutionen anscheinend nicht mehr in der Lage sind, solche offensichtlich blödsinnigen Anfragen einfach abzulehnen oder zu ignorieren. Da draußen sind zehntausende völlig Bekloppte, die den ganzen Tag irgendwelche Briefe an Behörden schicken, aber die Behörden dürfen halt nie irgendwelchen Forderungen von Reichsbürgern, Evangelikalen, Homophoben etc. nachgehen.

  5. Außerdem arbeitet die Frau, die ausgesagt hat für einen christlichen Konkurrenz-Verlag. Das Ziel war es, die beliebte Scholastic Book Fair durch eine Veranstaltung Ihres Verlages zu ersetzen.

  6. Vor 200 Jahren führten die Mormonen ihre eigene Schrift ein. Der Grund war offiziell die (in der Tat) sehr schwierige Rechtschreibung des Englischen. Vor allem wollte man aber auch die Fähigkeit, nicht genehme Texte lesen zu können, einschränken.

    Das dürft hier genauso sein. Man will auf der einen Seite, den Pool an Büchern auf ideologisch vorprägende Werke reduzieren. Auf der anderen Seite, ist es einem ganz recht, wenn Kinder nicht den Spaß am lesen finden und später allgemein weniger in der Lage sind sich in literarischen Gruppen zu bewegen.

  7. besser das Foto durch eins von einem Maschienengewehr Massaker ersetzen – davon wurde noch keiner Pornosüchtig

  8. Allgemein ist diese Geschichte mit Porn addiction so ein Bullshit aus der US amerikanischen Moralpanik. 

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