Pistorius denkt über Wiedereinführung der Wehrpflicht nach

by ReadSomeEngels

37 comments
  1. Alle Vierteljahre wieder: Das tote Pferd wird getreten, bis es über die Ziellinie rutscht.

  2. Dann wollen wir doch mal sehen, wie es um die Gleichstellung der Frau in unserer Gesellschaft bestellt ist.

  3. Ach das ist doch gar nicht notwendig, wenn die Sozialleistungen schlecht und die Löhne niedrig sind haben die Leute doch sowieso keine Wahl.

  4. Bin hin- und hergerissen bei dem Thema. Einerseits find ich’s scheiße, junge Menschen zu irgendeinem Zwangsdienst zu verpflichten – da gibt es nichts zu beschönigen. Und nein, das ist auch keine charakterbildende Maßnahme oder so ein Schwachsinn. Andererseits ist die Verteidigungsbereitschaft eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung (vor der wir aktuell nunmal stehen), die sich m. E. nicht mit dem Verständnis unseres Militärs als reiner “Servicedienstleister” lösen lässt. Und da kann die Einbeziehung aller Gesellschaftsschichten in Form der Wehrpflicht nunmal ein Beitrag sein.

    TL;DR: Ich weiß doch auch nicht…

  5. Fände ich sinnvoll wenn wirkliche Inhalte vermittelt werden. Kann man aus meiner Sicht auch auf 6 Monate verkürzen.

  6. Sollten wir auch tun! Wir brauchen Fleisch für die Front 😀

  7. Will die SPD bei den Konservativen wieder paar Stimmen holen?

  8. Bin ich zu alt für, habe ich keine Meinung. Das sollen die jungen Leute entscheiden, die sind ja davon betroffen (in doppelter Hinsicht, weil sie eingezogen werden und weil sie noch eine längere potentielle Zukunft in diesem Land haben).

  9. Wahrscheinlich weil wir so viele Jugendliche haben und einen Arbeitsmarkt, der keine Arbeitskräfte braucht um die erstaunlich vielen Boomer-Renten zu bezahlen. /s

  10. Das Nachdenken und Prüfen ob das sinnvoll ist oder nicht ist prinzipiell richtig. Unabhängig davon ob man die Wehrpflicht will oder nicht, sollte man zumindest die Auswirkungen dieser Option kennen.

  11. Ich fürchte, dass die Wehrpflicht in der nächsten Legislaturperiode wieder eingeführt wird (Wenn es überhaupt noch für ne Groko reicht). Mein Beileid an alle, die zu spät geboren wurden.

  12. Gut aber auch für Frauen. Gleich rechte und Pflichten für alle.

  13. So schwul wie ich bin, würde ich sowieso in der Marine landen.

  14. Great – das wird dann sicher entlohnt wie ein hoch-dotierter Job! So das sich die jungen Leute danach mindestens ne Wohnung leisten können! Oder wird es wieder nur jungen Leuten mehr Geld aus den Taschen ziehen und sie dann in der Rente extra bestrafen?

    Ach was rede ich – die bekommen eh keine Rente mehr…

  15. wird bestimmt kommen. Upside ist ja auch, dass man billige unterbezahlte Kräfte bekommt die Wehrdienstersatz in der Pflege machen.

  16. Na dann müsste die Bundeswehr ja vorab massiv in die Erweiterung bestehender Standorte oder den Bau neuer Standorte investieren.

    Oder werden nicht alle Männer (und Frauen?) eines Jahrgangs eingezogen? Das wäre dann aber vermutlich nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.

    Kurzum: Wehrpflicht wieder einführen ist schneller gesagt als praktisch getan.

  17. Jeder labert mal mit dem selben Schwachsinn. Die Kapazitäten sind schon mehr als lange abgebaut. Selbst wenn man jetzt sagen würde Wehrpflicht, dann alle die 2024 18 werden? Alle die es bereits sind, müssen nicht mehr oder wirklich alle, was allerdings bedeuten würde, dass wir unsere Wirtschaft restlos ruinieren, weil dann plötzlich viel Arbeitskraft eine Grundausbildung macht.

  18. Schweizer hier und bitte trettet mich nicht.

    Aber ich finde einen Dienst an der Gesellschaft, ob militärisch oder im Zivilen eine gute Sache. Aber auch so, dass man es sich aussuchen darf und kann und das es dementsprechen bezahlt wird.

    Bei uns kommt demnächst eine Abstimmung zum Service Citoyen, quasi eine Wehrpflicht für alle, welche ich stark unterstütze.

    Zu den Eckpunkten:

    ► Jede Person leistet im Rahmen normaler Bürgerrechte und -pflichten einen Service Citoyen (Gemeinschaftsdienst) zugunsten der Allgemeinheit und Umwelt.

    ► Der Service Citoyen wird als Militärdienst oder in Form eines im Gesetz vorgesehenen gleichwertigen Milizdienstes geleistet.

    ► Der Sollbestand der Kriseninterventionsdienste, insbesondere der Armee und dem Zivilschutz, ist garantiert.

    ► Das Gesetz bestimmt, inwiefern Personen ohne Schweizer Pass einen Service Citoyen leisten.

    ► Andere geltende Verfassungsbestimmungen (Ersatz des Erwerbsausfalls, Ersatzabgabe etc.) bleiben unverändert.

  19. Bitte zieht mich ein. Ich hab keinen Job und glaub schon fast die Hoffnung verloren.

  20. Pflichtdienst, Wehrdienst, Bürgergeldkürzung für junge Menschen – zu *irgendwas* müssen wir die jungen Leute doch zwingen können!

    Der Mensch wird jung geboren und liegt deshalb überall in Ketten, oder so.

  21. Da muss nichts wieder eingeführt werden, da wir sie nie gestrichen haben. Es wurde kein Gesetz geändert oder sonst etwas. Wir haben einfach aufgehört das Gesetz zu vollziehen.

    Vorteil, man braucht keine 2/3 Mehrheit und kann einfach sagen “jo, Wehrpflicht is wieder am start” und niemand kann dagegen was machen.

    Siehe z.B. die Schuldenbremse. Wegen dieser wurden die 100Mrd der Bundeswehr IN DAS GRUNDGESETZ geschrieben. Artikel 12a, der mit der Wehrpflicht, wurde aber nie angefasst.

    Nach allem gültigen Recht, ist die Wherpflicht noch aktuell und niemand hindert die Regierung daran, einfach weiter zu machen.

  22. Kleine Anekdote die mir bei dem Thema immer einfällt:

    Als die Wehrpflicht ausgesetzt wurde war ich gerade in der Oberstufe – da ich Sehbehindert bin an der Oberstufe der deutschen Blindenstudienanstalt. Man könnte also vom Namen der Institution durchaus darauf schließen, dass sich dort nicht unbedingt die geeignetste Zielgruppe für künftige Soldaten findet.

    Als nun die Wehrpflicht ausgesetzt wurde hat man natürlich kräftig Werbung an allen möglichen (und unmöglichen) Schulen für die Bundeswehr gemacht.

    Und ich kann mich nicht entscheiden ob ich es lustiger finde, dass die BW Flyer mit der Aufschrift “Eine Karriere mit guten Aussichten, als Pilot bei der Bundeswehr” an unsere Schule geschickt hat – oder, dass unser Sekretariat die tatsächlich in der Schule ausgelegt hat…

  23. “Seitdem kann nur im Spannungs- oder Verteidigungsfall wieder zum Grundwehrdienst einberufen werden.”

    Ich würde schon sagen, dass derzeit ein Spannungsfall vorliegt. Von daher ist die Diskussion zumindest im Wortlaut des Gesetzes geboten.

  24. Aus meiner Sicht ist das nicht grundsätzlich abzulehnen. Jeder (auch Frauen, wegen Gleichstellung) macht irgendwann zwischen 18. und 25. Lebensjahr einen Dienst von 3-12 Monaten Dauer (BW oder anerkannter Zivildienst nach Wahl, Zeitpunkt und Länge kann man sich auch aussuchen). Der Dienst muss natürlich vergleichsweise gut bezahlt werden – und zwar vom Staat direkt, nicht von der Organisation bei der man arbeitet. Bezahlung gerne auch befreit von Steuern und Abgaben.

    Selbst ein kurzer Dienst von 3 Monaten wäre so manchen der Studienanfänger, die ich den letzten Jahren gesehen habe, gut bekommen.

  25. Weiß nicht wie das mit Mitte 20 so aussieht, aber die können mich mal am Arsch lecken.

  26. Der mediane Deutsche ist ca. 48 Jahre alt und hat(te) sein Kind mit ca. 30. Das Kind ist also 18 Jahre alt. Wenn man das Ganze also so formuliert, dass jeder der das 17. Lebensjahr vollendet zum Dienst an der Waffe muss, wären der Großteil der “Kinder” und Familien bereits nicht persönlich betroffen (Pi mal Daumen).

    So geht Gerontokratie.

  27. Warum nicht ein Anreizsystem schaffen? Ich glaube bei angemessener Bezahlung wären nicht wenige Schulabgänger*innen bereit sich dem Thema FSJ, FKJ, FÖJ oder halt auch einem FMJ (Neuschöpfung, freiwillig militärisches Jahr) zu widmen. Bislang nehme ich vor allem wahr dass finanziell abgesicherte Haushalte diese Dinge ermöglichen können und andere das teilweise gar nicht leisten können. Aber klar, das würde ja bedeuten man müsste Leute ökonomisch befähigen.

    Nur als Gedanke, in der 60T€ Debatte könnte man diese vielleicht geg. dran koppeln oder zB. eine frühere Auszahlung ermöglichen? Ja die Debatte ist eigentlich einem dringend nötigen Sozialausgleich geschuldet.

    Ganz grundsätzlich muss gesellschaftliche Teilhabe dringend wieder entwickelt werden, persönlich halte ich aber mehr von Befähigungsmöglichkeiten als von Zwängen. Schafft den Kids halt endlich mal solide Aufenthalts-/Gestaltungsräume, ordentliche Sozialarbeitsinfrastruktur und nachrangige kostenlose Bildungswege statt sie überall zu verscheuchen.

  28. Ich bin jetzt Mitte zwanzig, aber ich hätte mir rückblickend einen Wehrdienst tatsächlich gewünscht. Ist glaube ich auch ein guter Weg, um mal alle Gesellschaftsschichten mal für ein Jahr zumindest zusammenkommen zu lassen. Je älter ich werde, desto mehr bemerke ich, wie sie Verständnis für unterschiedliche Lebensrelaitäten vor allem in meiner Generation auseinanderdivergiert. So als Akademiker hat man mit einem Handwerker gefühlt keinen einzigen Nenner, kein Verständnis für die Lebensrealität – was glaube ich bei älteren Generationen, wo die verschiedenen sozioökonomischen Schichten mal zusammen gedient haben, nicht so stark ausgeprägt ist. Würde glaube ich auch gegen Populismus / AfD tatsächlich helfen, weil so Wehrdienst auch etwas eine Integrationsmaßnahme ist in die Mehrheitsgesellschaft.

    Plus, wir hätten dann auch mehr Reservisten, die dann auch bei so Katastrophen wie Hochwasser, Pandemien, Waltbränden etc. Zusätzlich mobilisiert werden können zu den zivilien Diensten.

    Ganz abgesehen davon, dass wir Verteidigungsfähig werden müssen.

  29. Es fehlen dafür Kasernenplätze, Ausbildungspersonal und -Material und ob eine Wehrpflicht nur für Männer überhaupt noch durchzusetzen wäre ist fraglich. Eine allgemeine Dienstpflicht für alle ist vor dem Hintergrund der europäischen Verträge juristisch nicht durchsetzbar, denn das wäre ein verbotener Zwangsdienst. Das BVerfG würde nicht mitspielen, wenn weniger als die Hälfte eine Jahrganges eingezogen würde, da dies eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatz ist. Es gibt entsprechende Rechtsprechung bereits dazu.

  30. Was soll das bringen? Das Problem liegt doch beim Verteidigungsministerium / Bürokratie und nicht bei mangelnden Billiglohnarbeitern für die Bundeswehr.

  31. Funfact: Geht nicht mehr, weil die EU es mittlerweile als Zwangsarbeit definiert.

  32. Totaler Mist. Ich war selber bei der Bundeswehr und schon damals für eine Berufsarmee, weil mit den Tannen von Wehrdienstleistenden nichts anzufangen ist. Die schießen sich selber in den Fuß oder stehen in der Schussbahn rum.

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