“Wir sind nicht überlebensfähig” – Das System Volkswagen droht zu zerbrechen

by DrHeywoodRFloyd

21 comments
  1. Wenn die Autoindustrie zusammenbricht geht der Spaß richtig los.

  2. Über “Lobbyismus” jahrzehntelang, gesetzliche Regelungen unterwandern, um dann festzustellen, daß ehemals dadurch erzwungener Fortschritt nicht mehr stattfindet und man dann einfach ALLES verschläft, was nur annähernd sinnvoll wäre.

    Was war das damals für ein Theater, den ungeregelten Ein-Wege-Abgas-Katalysator einführen zu müssen. Das Ende des Abendlandes wurde vorausgesagt, obwohl man in die USA und vor allem nach Kalifornien längst sogar als Standard den Drei-Wege-Kat nutzte.

    Seitdem ging das einfach so weiter bzw. nahm man aktiv MASSIV Einfluss auf den Staat, die Behörden und dann die EU, um schon frühzeitig jeden Fortschritt negieren zu können. Vielen Dank nochmal für den sauberen Diesel. In den sind auch schon Milliarden an Subventionen direkt und indirekt geflossen. Was man mit diesem Geld sinnvolles hätte machen können.

    Aber der Staat ist schlecht und Privatisierung gut. Am Arsch.

    Zum Glück gibts die EU und Länder ohne Automafia, die hier für Druck sorgen. Sonst würden wir immer noch verbleites Super ohne Katalysator tanken. Leistbare eAutos kaufen wir dann aus China, machen wir mit unserer eigenen ehemaligen Technik wie Wind- oder Solar, Pharma, … eh schon so.

    Zum Kotzen.

  3. Volkswagen fällt beim Fahrzeugabsatz in den letzten Jahren massiv hinter Toyota zurück. Zwischen 2019 und 2022 ist der Fahrzeugabsatz der Volkswagen-Gruppe [von 10,9 Mio. Fahrzeuge auf 8,3 Mio. Fahrzeuge](https://www.statista.com/statistics/272049/worldwide-vehicle-sales-of-volkswagen-since-2006/) gefallen, während sich Toyota ziemlich konstant [bei 10 Mio. Fahrzeugen](https://www.statista.com/statistics/267274/worldwide-vehicle-sales-of-toyota-since-2007/) gehalten hat.

    Jetzt kann gesagt werden, dass Toyota den falschen Weg beschreitet, aber zumindest was die Marktkapitalisierung angeht, ist der Markt wesentlich zuversichtlicher in Bezug auf Toyota als in Bezug auf Volkswagen/Porsche. Sehr schwer wiegt bei Volkswagen, dass der Konzern hochverschuldet ist.

    Wenn in den nächsten Monaten schlechte Entscheidungen bei Volkswagen getroffen werden, dann ist eine tiefgreifende Strukturkrise kaum noch einzudämmen.

  4. Ich kenne VW als Zulieferer und mich wundert es nicht, dass sich VW schwer tut. Bürokratie und Prozesse wie so manches Amt. Untereinander sind sich weder die einzelnen Marken noch die Wolfsburger Zentrale mit den Werken grün.

  5. > IG Metall und VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo pochen eisern auf die Beschäftigungsgarantie, die sie dem Management einst vor Jahren abgerungen haben: keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2029. Ganz so, als würde die Autowelt sich weiter nur um die Wunschlisten deutscher Gewerkschaftsfunktionäre drehen – und wären nicht schon Lichtjahre weiter.

    Wie tief kann man im Anus der Arbeitgeberschaft stecken?

    Schön das Missmanagement der letzten Jahr(zehnt)e trotz bestehender Zusagen auf die Belegschaft abwälzen wollen und Gewerkschaften dafür verantwortlich machen, dass das Topmanagement die Entwicklungen der Branche nicht nur verschlafen hat, sondern während eines ganzen Umschwungs im Koma lag (um nicht den Vorwurf des aktiv gegen die Wand fahrens in den Raum zu stellen).

  6. Naja kommt halt davon wenn das Auto immer Software-lastiger wird und VW erwartet das Softwareentwicklung so funktioniert wie bei der Hardware. Spezifikationen genau ausschreiben und am Ende passt alles zusammen ist halt nicht. Das ist vielen im Unternehmen bewusst, aber die scheinen sich politisch gesehen nicht durchsetzen zu können. Spannend wird ob sich das nun ändern wird.

    VW wird nicht aufhören zu existieren aber das Unternehmen wird sich grundlegend umstrukturieren müssen. Mal schauen wie lange das nur dauern wird.

  7. Gut. VW spiegelt die deutsche Bequemlichkeitskultur gut wider, nämlich der Glaube das der Vorsprung unantastbar ist, eine Pleite **des** deutschen Prestigeunternehmen wäre ein guter Weckruf das sich etwas ändern muss.

  8. Mit Herbert Diess hatten sie eine gute Chance die e Mobilität schnell umzusetzen, aber dann hätte man halt die shareholder nicht beglücken kann.

  9. Schade wäre es nicht: gekaufte Tests unter anderem im ADAC-Magazin, Dieselskandal und der Umgang damit, merkwürdige Verflechtungen mit der Politik, offenkundig mit chinesischen Zwangsarbeitern betriebene Werke in China (“habe noch nie gehört, dass es da Arbeitslager gibt”)…

    Ne, aus meiner Sicht echt kein Verlust. Von meinem privaten Qualitäts- und Serviceproblemen (zugegebenermaßen mit einem Skoda, mein erstes “besseres” Auto) mal abgesehen.

  10. Gehste nicht mit der Zeit, fällst du hinten runter…

    Nokia und Microsoft ist das im Smartphone Bereich ebenso passiert

  11. Will mir gar nicht ausmaßen, von wie vielen Arbeitsplätzen wir da eigentlich sprechen. Klar, man denkt noch an die Zulieferer, aber auch für die arbeiten Softwaredienstleister, Reinigungsfirmen, Getränkelieferanten. Und für die Arbeiten wiederum …

    Das wäre ein schlecht vorstellbarer Knacks in der deutschen Wirtschaft.

  12. Alles gut. Lindner wird schon regeln dass wir das alles mit Steuergeldern bezahlen. Und wenn dafür der letzte staatliche Euro aus dem Gesundheitswesen abgezogen werden muss

  13. Über wie viele Jobs würde man da eigentlich sprechen? Es trifft ja mit VW nicht nur die eigenen Mitarbeiter sondern Zulieferer und andere Dienstleister genauso. Müsste VW als Markenkern dann eigentlich Skoda oder Seat etc. veräußern?

  14. Naja, der Artikel erzählt halt ziemlich viel Müll. “erstmals sollen dauerhaft Stellen bei der Stammbelegschaft wegfallen” ist eine lächerliche Lüge. Das gab es schon viele Male und wir auch jetzt schon seit Jahren praktiziert. Und “nicht überlebensfähig” ist auch eine dreiste Lüge. Schlechte Wettbewerbsfähigkeit ja, aber komplett raus? Definitiv nein.

    Aber irgendwie muss man ja im Vorstand rechtfertigen, warum die Verantwortlichen des Diess-Desasters keine Konsequenzen zu spüren hatten und warum VW immer nur von “auswärtigen” Managern (von BMW und Co) jedes Mal in die Knie geht…

  15. > “Wir müssen ran an die kritischen Themen, auch beim Personal.”

    “Es ändert sich nichts, aber ihr kriegt weniger Geld und wer stört fliegt raus.”

  16. Ich war neulich in China. Die Kollegen da meinten, der ID4 ist schon ganz cool, aber die SW ist scheiße. Tja…

  17. Diese ganzen dicken fetten IGM Konzerne sind nicht anderes wie Behörden. Ich kenne Audi nur zu gut. Ein studierter der die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat sticht den anderen aus. Meint das alles besser weiß. Wird in irgendwelchen Meetings ausdiskutiert bis man sich einigt das Thema wann anders anzugehen. Wenn Sachen brennen müssen kleine Lichter auf einmal Verantwortung über nehmen damit das mittlere Management nicht Angst um den Firmen Wagen mit Tankkarte haben muss. Drei Schicht in einem teuren Land. Reihenweise die Leute in früh Rente schicken aber Jahresgehalt weiter zahlen und hoffen dadurch löst sich das Problem. In Wolfsburg wird es nicht anders sein. Cariad war theoretisch klasse. Die Ausführung bodenlos. Das einzige mit was sich der Laden rühmt ist der AV der einfach nur ein Tarifvertrag mit start up Charakter ist um
    Ahnungslose anzulocken. Anders kriegst du niemanden der entweder die Konzern Jahre freiwillig hergibt. Für auswärtige oder aus dem Ausland zahlst du immer noch zu wenig.
    Deutsche Autobauer haben sich mit einer Arroganz die letzen Jahre ausgeruht.
    Ich hoffe es zerbröselt einige. Manche Regionen hätten etwas davon. Gäbe weniger schnöslige zugezogene die wie blöd die Immo Preise hoch treiben. Aber das ist wieder ein anderes Thema 😀

  18. Habe gerade noch den Wikiartikel zum Dieselgate gelesen und mich gefragt, wie das so aktuell aussieht, da die Quellen bei ’21 aufhören.

    Kann nicht einschätzen, was das für unsere Wirtschaft bedeuten könnte, aber Mitleid mit VW muss man auf jeden Fall nicht haben

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