Bonus: GDL-Chef Claus Weselsky poltert gegen Bahn-Vorstand

by rxzlmn

11 comments
  1. Typisch die Bonusmillionen sind doch nur Entschädigung weil er immer so gemein zu dem armen Managern ist

  2. >Bei aller Kritik am Zustandekommen dieser Boni lassen sich hier Konkurrenzfragen ins Feld führen, wie sie häufig als Argument für derlei Sonderzahlungen angeführt werden: Wie soll man Manager für diese Posten gewinnen, wenn woanders besser gezahlt wird?

    Immer derselbe Schmarrn von “Meritocracy” – wenn wir nicht XYZ Millionen bezahlen finden wir nicht die besten. So oft widerlegt, so oft auch praktisch als unwahr befunden. Vom ÖRR-Intendanten bis zum Präsident von Singapur, die Begründung ist einfach lächerlich.

  3. Der Vorstand der DB besteht aus 8 Mitgliedern, die insgesamt 5 m€ Bonus bekommen aka ca. 625 k€ pp.

    Nur zur Einordnung, da manche Überschriften vermuten lassen, dass es sich um 5 m€ pro Vorstandsmitglied handelt. Jetzt bitte weiter streiten 😉

  4. Warum hört man nur so selten “wir müssen dem Personal an der Front einfach gute Gehälter zahlen, um gegen die Konkurrenz bestehen zu können” aber bei Manager-Gehältern und -Boni ist es die Standard-Aussage?

    Umgekehrt könnte man ja mal vorschlagen, die Management Ebenen in niedriglohn-Länder zu verlagern (excel, PowerPoint und SAP kann man schließlich von überall in der Welt machen), nachdem das ja bei dem operativen Personal nicht so einfach geht (das Zugpersonal muss halt weiterhin hier arbeiten), muss halt das Management an der Stelle kosteneffizienter werden.

  5. Sorry, aber das kaufe ich den Gewerkschaftlern nicht ab. Der Aufsichtsrat der DB besteht aus Vertretern der Bundesregierung und aus den Vertretern der Gewerkschaften. Damit die Vorstandsboni durchgehen, müssen laut MitbestG die Vertreter der Arbeitnehmer diesem zwingend zustimmen.

  6. Ah ja, der Weselsky poltert natürlich. Zurecht kritisieren können wohl nur die Manager. Braver Spiegel.

  7. Nur mal so eine Frage für meine Planungen 2024: Wie lange reicht die Streikkasse der GDL? 6 Monate?

    Da hat die Bahn ja nochmal richtig Werbung für die Urabstimmung gemacht 😂

  8. Also die Bonis und Verträge der Vorstände werden vom Aufsichtsrat aufgesetzt und abgenickt.

    Der Aufsichtsrat besteht aus insgesamt 20 Personen, 10 gewählt vom Staat und 10 von den Mitarbeitenden und setzt sich wie folgt zusammen:

    * 5 Politiker (2 Grüne, 2 FDP und 1 SPD)
    * 2 Unternehmensberater
    * Sowie Vorsitzender und Stellvertreter (deren Einordnung ist schwieriger aber Einfachhalber Gewerkschaftler und politischer Beamter)

    Dazu kommen noch die Aufsichtsräte, die von den MAs gewählt wurden:

    * 6 Mitglieder oder Vorsitzende der Betriebsräte von einzelnen DB Firmen
    * Geschäftsführerin der EVG
    * ein Leitender Angestellter
    * Vorstandsmitglied der GdL (Danke an /u/cic9000 für den Hinweis)

    Es hinterlässt schon einen sehr faden Beigeschmack, wenn man sich über den Vorstand auslässt, aber ein großer Teil der Aufsichtsräte im linken politischen Spektrum oder direkte Vertreter der Mitarbeiter sind.

  9. Aufsichtsrat der Bahn besteht zum Teil aus Politikern (2 Grüne, 2 FDP und 1 SPD) und der Bund hält die Stimmrechte an der Bahn. Aber nach dem TVöD ist eigentlich klar, dass auch die SPD nichts für Arbeitnehmer übrig hat außer sie beziehen Mindestlohn.

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