ich🥙iel

by retardgerman

18 comments
  1. Naja, die Bauern hatten eigentlich ganz gute Jahre:

    >Die Buchführungsergebnisse der ausgewerteten Betriebe zeigen einen Anstieg des Ergebnisses von 50.383 Euro im Vorjahr auf 103.091 Euro je Unternehmen. Damit wurde auch der fünfjährige Durchschnitt der Jahre 2016/17 bis 2020/21 in Höhe von 63.420 Euro weit übertroffen.

    [https://www.agrarheute.com/management/finanzen/landwirte-erzielten-202122-deutlich-bessere-einkommen-600364](https://www.agrarheute.com/management/finanzen/landwirte-erzielten-202122-deutlich-bessere-einkommen-600364)

    Aber wer gibt schon gerne lieb gewordene Extrawürste auf.

  2. “Esst die Reichen” ist nicht ganz unpassend.

    >*Wo in Deutschland erwirtschaften Grundbesitzer das meiste Geld pro Quadratmeter? In den Toplagen der großen Städte? Nein, in der norddeutschen Tiefebene. Dort, wo der Wind kräftig und häufig weht, lassen sich Spitzenpachten für Windkraftanlagen erzielen: bis zu 100.000 Euro pro Windrad und Jahr.*
    >
    >Für schwache Standorte gibt’s zwar nur 25.000 Euro.
    >
    >Aber 50.000 bis 70.000 Euro pro Windrad und Jahr seien „gute Mittelwerte“, heißt es bei der Deutschen Energie-Agentur (Dena) in Berlin, die vom Bund und der Wirtschaft betrieben wird, um den Ausbau von Windenergie voranzutreiben.

    [Quelle](https://www.hna.de/politik/pachten-windrad-standorte-erzielen-grundbesitzer-ueppige-einkuenfte-3829406.html)

    >Es geht um 378 Milliarden Euro oder gut ein Drittel des gesamten Haushalts der EU in den Jahren bis einschließlich 2027. Das Geld fließt zu 70 Prozent als Direktzahlung an die Bauern und zu 30 Prozent als Förderung bei dem Umbau der Betriebe zu mehr Öko-Erzeugung, Umwelt-, Arten- und Klimaschutz.

    [Quelle](https://www.dw.com/de/eu-agrar-subventionen-sollen-gr%C3%BCner-werden/a-58077294)

  3. Unabhängig davon, dass Bauern noch nie den Hals vollgekriegt haben:

    Windräder und PV? Ein feuchter Traum für jeden Landwirt, der eigenen Boden hat. Da steckt mittlerweile so eine Finanzindustrie hinter, dass selbst die Produzenten fett am Ökostrom verdienen. Ganz zu schweigen von den Leuten, die die Flächen dafür verpachten. Kann die Zahl nicht belegen, habe aber irgendwo mal gehört, dass ein Windrad bis zu 400k€/p.A. Flächenpacht kostet. Und trotzdem lohnt es sich.

    Gleiches gilt übrigens für die Flächenstilllegung. Extrem wertvoll für die Biodiversität. Und die Bauern werden fürstlich dafür entlohnt.

    Das mit den Wölfen trifft wohl auch eher die Klein-Viehhalter. Schäfer, Pferdebesitzer etc. Aber definitiv nicht die Bauern, die vorher von der Steuerbegünstigung profitiert haben. Von Rissen auf Rinderweiden oder im Schweinestall hab ich noch nie was gehört.

    Naja, und was das mit der Nahrung angeht: das meiste was angebaut wird, sind doch eh Energiepflanzen. Raps, Mais, Sonnenblumen… Bringt Dank EEG am meisten Kohle. Laugt zwar die Böden aus und fährt die Biodiversität an die Wand, aber ein dickes Konto tröstet über so manches elend hinweg.

    Die angesprochenen Punkte und die Verbitterung darüber sind im ländlichen Raum tatsächlich existent. Eine grüne Politik Made in Großstadt, deren Umsetzung die ländliche Bevölkerung tragen muss. Auf dem Tempelhofer Feld gibt’s keine Windkraftanlagen. Um im Hamburger Stadtpark keine Wölfe.
    Aber die Bauern gehören eher zu den Profiteuren. Denn wirklich sinnvolle Maßnahmen wie Düngermittelverordnung, Zwang zur fruchtfolge oder Pestizidverbot ist von den Grünen, wenn überhaupt nur sehr sehr zaghaft zu erwarten. Dazu ist die Lobby der Agrarindustrie zu gut vernetzt mit den Grünen.

  4. Gib mir “Dein” Landbesitz und ich mache mein Essen selbst 🗿

  5. Mehrkosten von rund einem Cent pro Kilogramm Getreide.

    Das sind bei einem Wert von 78,5 Dezitonnen Getreide pro Hektar ( Jahr 2022) 7850 Euro pro Hektar. Ein Durchschnittlicher Agrarunternehmer hat 20 Hektar Land. Also ein Mehrkostenpunkt von über 150.000 Euro pro Jahr. Kein Wunder.

  6. Ich hab mir bei nem anderen Post schon eine Packung abgeholt nach leiser Kritik. Von mir werden Bauern jedenfalls keine Sympathie erhalten. Das Thema ist durch.

  7. >Macht euer Essen doch selber.

    Liebend gern, bitte, bitte, bitte gebt mir das Land, ich baue mir mein eigenes kleines Gehöft und mache mein Essen selber. Bei Ackerbau brauche ich mir keine Sorgen über Wölfe machen, und für eine Handvoll Ziegen oder so mache ich das wie unsere Vorfahren mit eine Wachhund oder so.

  8. Wundert mich eigentlich, dass das jetzt erst kommt, nachdem der Bauernverband ja schon seit Jahren wie ein Kleinkind agiert, das nur 35 statt 36 Lollis bekommen hat.

  9. “Esst die Bauern” – Ich zu meinen Schachfiguren sprechend

  10. Bauern sind der fleischgewordene Stammtisch – quasi Facebook offline und dazu noch musterdeutsche Schnutenzieher und alles Dooffinder.

    Wobei die Bauern, die ich kenne ganz cool sind, müssen also alle anderen sein.

  11. Manchmal bekommt man das Gefühl wenn man solche Demos sieht und die Themen dort das es gar nicht um den Agrardiesel geht sondern um eine Regierungsfeindliche konservative Agenda, siehe Forderung eines neuen Landwirtschaftsministers obwohl der aktuelle sich sogar FÜR deren Belangen gegen gegen Widerstände der Regierung einsetzt, aaaber er ist halt von den GRÜÜÜNEN, fällt da irgendwas auf? Oder warum dann noch rassistische Dummsprüche gedrückt werden weil er keine Ackerkartoffel ist?

  12. Also bei mir in der Ecke haben die Bauern in den letzten 15 Jahren vor allem Immobilien “gemacht”.

  13. Ich würde echt gerne mal statistiken sehen wie viel Anteil unsere Heimischen Bauern, vor Allem in Abhängigkeit von der Größe der Fläche die sie Bewirtschaften (mit Erwähnung des gesamten Grundbesitzes) an dem Nahrungsmittel bedarf des Durchschnittsdeutschen haben.

    Ich hab da nämlich so ne Vermutung…

    Ich glaube nämlich, dass in den letzten paar zehn Jahren ne ganz miese Entwicklung weg von dem kleinen Landwirtschaftlichen Betrieb mit dem Hauptzweck für Ernährungssicherheit und nachhaltige Bodenbewirtschaftung, hin zu Großgrundbesitz und Raubbau an Natur/Böden und Menschen (ich mein ist ja jetzt kein Geheimnis dass die Suizidrate unter Landwirten recht hoch ist…)

    Aber ich hab noch keine feste Meinung, außer dass der Bauernverband schon lange nicht mehr im Interesse der Bauern handelt und dass viele Regulationen tendenziell kontraproduktiv sind…

  14. Bauern beschweren sich immer, egal was ist. Wenn man dann konkret Fragen wie viel % des Einkommens die Subventionen ausmachen kommt da nichts. Wie soll man das ernst nehmen?

  15. Ich las mal den Spruch: “Das Jammern ist des Kaufmanns Gruß” – und den Satz kann man auch immer gut auf Landwirte beziehen.

  16. Die Bauern, die Bauern, die Bauern.

    Als ob auch nur irgendein Bauer uns ernähren könnte ohne Fabrikarbeiter, die Traktoren und sonstiges Gerät herstellen, ohne Lkw-Fahrer, die Diesel transportieren, ohne Futtermittelproduzenten und -vertriebler, Chemiker, Arzneimittelproduzenten, Monsanto, ITler, Mikrochips aus China etc etc etc.
    Und scheinbar ohne massive Subventionen durch den Steuerzahler.

    Aber nein. Fasst nicht die heiligen Alleinversorger Deutschlands an. Bloß nicht. Dann vernichtet ihr die Lebensgrundlage aller Menschen!!!!

  17. Richtig so, wenn deren größte Forderung die Abschaffung der Demokratie und der gewählten Volksvertreter bleibt völlig verdient. Würd ja sagen lasst sie finanziell ab- und aussterben aber die haben ja Rekordgewinne erzielt, so wird das nichts.

  18. Kann mir keiner erzählen, dass die sich nicht nen sehr großen Ast freuen, wenn sie Agri PV oder Windräder auf ihre Flächen kriegen, wovon sie – soweit ich weiß – keine Nachteile, dafür ziemlich dicke Vorteile haben.

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